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Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

Projektdaten

  • Standort: Invalidenstr. 48/49, Scharnhorststr. 34-37
  • Durchführung: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
  • Planung: Architektengemeinschaft Baumann und Schnittger, Berlin
  • Hauptnutzfläche: 37.240 Quadratmeter
  • Projektkosten (2. Bauabschnitt): 194,3 Millionen Euro
  • Bauzeit: Juli 1996 (Altbausanierung); Dezember 2000 (Fertigstellung Gesamtbaumaßnahme)

Geschichte des Ortes und des Gebäudes

In der Mitte Berlins, zwischen dem Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal und der Scharnhorststraße sowie an der Invalidenstraße sind die Mitarbeiter des Ministeriums untergebracht. In den Gebäudekomplex sind Bauten aus drei Jahrhunderten integriert, die zum Teil unter Denkmalschutz stehen.

Als erster Teil des Ensembles entstand auf Anweisung Friedrichs des Großen in den Jahren 1746-48 ein Invalidenhaus, damals noch außerhalb der Stadtmauern Berlins gelegen. In der für die damalige Zeit einzigartigen Einrichtung wurden versehrte Soldaten untergebracht. Auf dem Gelände standen zwei Kirchen und mehrere Wirtschaftgebäude, ergänzt durch einen Garten, der später von Peter Joseph Lenné, dem bedeutenden Gartenarchitekten Berlins, gestaltet wurde und auf dessen Gelände die "Kaiser-Wilhelm-Akademie für das militärärztliche Bildungswesen" entstand.

Der Bau an der Invalidenstraße wurde ergänzt durch große Innen- und Lichthöfe und verfügte über Hörsäle, Labors, Gesellschaftsräume wie den Festsaal und ein Internat für 300 Studenten. Leider blieb auch dieser Prachtbau von den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges nicht verschont, so dass von der dreiflügeligen Anlage nur die beiden Seitenflügel erhalten blieben, die nach dem Krieg durch verschiedene Institutionen genutzt wurden. In der DDR wurde das Gebäude als Regierungs- und Diplomatenkrankenhaus genutzt, wobei leider die ursprüngliche Struktur durch bauliche Veränderungen zerstört wurde.

Das Gebäude

Nach der Übernahme des Gebäudes durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie stand die Architektengemeinschaft Baumann und Schnittger vor der Aufgabe, vom ursprünglichen Zustand des Gebäudes so viel wie möglich wieder herzustellen. Die Außenfassaden der Häuser wurden daher weitgehend rekonstruiert und originalgetreu wieder hergestellt.

Im Inneren erhielten die Repräsentationsräume ihre historische Ausstattung zurück und wurden wo nötig mit modernen Mitteln ergänzt. Zeitgeschichtlich erhaltenswerte Zwischenphasen wurden in Abstimmung mit dem Denkmalschutz erhalten, so dass Barock, Historizismus und zeitgenössische Architektur zu einer gelungenen Einheit verschmelzen, die aber den Anforderungen an einen modernen Verwaltungsbau durchaus standhält. 

Bereits 1994 wurde als erster Bauabschnitt der ehemalige Internatstrakt, der sich besonders gut als Bürogebäude eignet, wiederhergestellt und vom Ministerium genutzt. Die erhalten gebliebenen Seitenflügel des Invalidenhauses mit ihrer kleinteiligen Raumstruktur wurden restauriert und für die neue Nutzung umgestaltet. Diverse Kunstwerke schmücken sowohl die Innenhöfe in Form von Brunnen und Skulpturen als auch in Form von Gemälden zum Beispiel in der Cafeteria oder als Collagen zum Thema "Geschichte Deutschlands" in der Aula des Altbaus.

Der im Krieg zerstörte Bauteil, der nur als einfacher Schuppen weiter bestand, wurde mit einem kompletten Neubau als modernes Bürogebäude wieder aufgebaut und stellt als neuer Mitteltrakt das dreiflüglige Ensemble des Invalidenhauses städtebaulich wieder her, da man sich auch in Größe, Fassadenstruktur und Dachform am historischen Vorgänger orientierte.

Der Neubau und die flankierenden Altbauten erhielten ein Satteldach, das jedoch nur zur Hofseite mit Ziegeln ausgeführt wurde. Auf der gegenüberliegenden Seite enthält das Dach die 180 Meter lange Photovoltaik-Anlage, eine der größten Anlagen dieser Art in Deutschland.

Mit der Wiederherstellung des Invalidenhauses als Dreiflügelanlage gelang auch die Rekonstruktion des historischen Kanonenhofes nach den Plänen des Gartenarchitekten Peter Josef Lenné. Auch die Innenhöfe wurden neu gestaltet. Die Flachdächer der eingeschossigen Vorbauten wurden begrünt und bilden so einen fließenden Übergang zur öffentlichen Promenade, die am Kanalufer die gesamte Anlage begleitet.

Kontakt

Scharnhorststraße 34-37
10115 Berlin

Telefon: +49 (0)30 2014 9 oder +49 (0)1888 615 0
Fax: +49 (0)30 2014 7010 oder +49 (0)1888 615 7010
E-Mail: info@bmwi.bund.de
Internet: www.bmwi.bund.de

Verkehrsanbindung
  • S-Bahnlinien S3, S5, S7, S75 (Hauptbahnhof)
  • U-Bahnlinie U6 (U-Bahnhof Naturkundemuseum)
  • Bus 120, 123, 142, 147 und 245 (Haltestelle Invalidenpark)
  • Bus TXL, M41 und M85 (Haltestelle Hauptbahnhof)
  • Straßenbahnlinie M6 (Haltestelle U-Bahnhof Naturkundemuseum)