Sprungnavigation

Von hier aus koennen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:

Inhaltsbereich

zur Sprungnavigation

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Zweiter Dienstsitz

Projektdaten

  • Standort: Stresemannstr. 92
  • Durchführung: Bundesbauamt Berlin II
  • Planung: Architekt Bielenberg und Moser (1. Bauabschnitt), Otto Firle (2. Bauabschnitt) 1926 bis 1932, Wolfgang Schäfer (Umbau) 1999 bis 2000
  • Hauptnutzfläche: circa 4.200 Quadratmeter
  • Projektkosten: 13,0 Millionen Euro
  • Bauzeit: August 1998 bis August 2000

Geschichte des Ortes und des Gebäudeensembles

In Berlin hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung seinen zweiten Dienstsitz im Europahaus, in der Stresemannstr. 92, bezogen. Der erste Dienstsitz ist in Bonn.

Das dreiteilige Gebäudeensemble wurde in der Weimarer Republik errichtet und bildete bis in die Zwanzigerjahre den westlichen Teil des Prinz-Albrecht-Gartens. Gemeinsam mit dem Askanischen Platz, dem belebten Anhalter Bahnhof und dem pulsierenden Potsdamer Platz war dieses Stadtgebiet eine begehrte Berliner Adresse. In der Nähe befanden sich der Preußische Landtag und u.a. auch das Völkerkunde- und Kunstgewerbemuseum - der heutige Martin-Gropius-Bau.

Das Gebäude

Die Architekten Bielenberg und Moser gewannen 1924 einen städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung der heutigen Stresemannstraße und bereits 1926 wurde mit dem Bau des Deutschlandhauses und einer zweigeschossigen Ladenpassage begonnen. Die Bauausführung wurde später von Hans Schmuckler weitergeführt, stagnierte dann aber aufgrund von Streitigkeiten zwischen dem Bauherren und der Bauverwaltung, da der dritte Teil des Ensembles, der Büroteil von Otto Firle mit seinen geplanten elf Geschossen die vorgeschriebenen Traufhöhe überschritten hätte. So wurde eines der ersten Bürohochhäuser Berlins - das Europahaus - erst 1931 in der damals noch neuen Stahlskelettbauweise fertiggestellt. Das moderne Gebäude hatte bereits einen Dachgarten, eine überdimensionale Reklame und einen 15 Meter hohen Lichtturm.

In den Jahren des Nationalsozialismus hatte hier der Reichsarbeitsminister seinen Sitz und aufgrund seiner zentralen Lage blieb auch dieses Gebäude von den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges nicht verschont. Erst 1960 wurde mit dem Wiederaufbau des Gebäudes begonnen und in den Neunzigerjahren ergänzten denkmalpflegerische Arbeiten und die Rekonstruktion der streifenartigen Fenstergliederung den Neuaufbau des Hauses.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung nutzt die vier oberen Stockwerke des Europahauses. Der Architekt Wolfgang Schäfer entwickelte die Grundkonzeption für Umbau und Sanierung der für das Ministerium vorgesehenen Räumlichkeiten.

Im Mittelpunkt seiner Arbeit stand die separate Erschließung des Eingangsbereiches an der Nordseite des Gebäudes. Mitarbeiter und Gäste betreten hier das Haus unter einem weit ausladenden Vordach und gelangen in die Lobby. Vorfahrt und ein Windfang wurden ebenfalls neu angelegt. Alle Umbauten ordnen sich der vorhandenen orthogonalen Gebäudestruktur unter oder unterstützen diese. Bei der Farbauswahl ging man auf das gedeckte Rot des Außenputzes ein und verwendete gedämpfte Töne im Inneren - hellbeige Linoleumbeläge, blaue Teppiche, Ahorn- und Birkenholz und grauen Muschelkalk für die Aufzugswände. Den Außenbereich des Ministeriums - die Vorfahrt - schmückt eine Großskulptur von Franz Bernhard.

Kontakt

Europahaus
Stresemannstraße 92
10963 Berlin

Telefon: +49 (0)30 2503 0 oder +49 (0)1888 527 0
Fax: +49 (0)30 2503 2501 oder +49 (0)1888 535 3500
E-Mail: poststelle@bmz.bund.de
Internet: www.bmz.de

Verkehrsanbindung
  • S-Bahnlinien S1, S2 und S25 (S-Bahnhof: Anhalter Bahnhof)
  • U-Bahnlinie U2 (U-Bahnhof Mendelssohn-Bartholdy-Park oder Potsdamer Platz)
  • U-Bahnlinie U6 (U-Bahnhof Kochstraße)
  • U-Bahnlinie U1 (U-Bahnhof Möckernbrücke)
  • Bus M41 und M29 (Haltestelle S-Bahnhof Anhalter Bahnhof)