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Abgeordnetenbüros

Bei den nachfolgend aufgeführten Gebäuden handelt es sich um weitere fünf Häuser, in denen die Abgeordneten des Deutschen Bundestages untergebracht sind. Informationen über Telefon-, Faxnummer sowie die e-mail Adresse des Deutschen Bundestages finden Sie unter dem Menüpunkt "Plenarbereich Reichstagsgebäude".

Die Abgeordnetenbüros der Mitglieder des Deutschen Bundestages befinden sich in Berlin an verschiedenen Standorten: in der Wilhelmstraße, Unter den Linden, in der Luisenstraße und der Dorotheenstraße.

Deutscher Bundestag in der Luisenstraße.

Wilhelmstraße 60

Deutscher Bundestag
Wilhelmstraße 60
10117 Berlin

Postanschrift: Platz der Republik 1, 11011 Berlin

Verkehrsanbindung

  • S-Bahnlinien S1, S2, S25 (S-Bahnhof Brandenburger Tor)
  • U-Bahnlinie U2 (U-Bahnhof Potsdamer Platz oder Mohrenstraße)
  • U-Bahnlinie U6 (U-Bahnhof Französische Straße)
  • U-Bahnlinie U55 (U-Bahnhof Brandenburger Tor)
  • Bus TXL und 100 (Haltestelle Brandenburger Tor)
  • Bus 200 (Haltestelle Behrenstraße/Wilhelmstraße)
  • Bus M85 (Haltestelle Reichstag/Bundestag)

Projektdaten

  • Standort: Wilhelmstraße 60
  • Planung: Gehrmann Consult
  • Hauptnutzfläche: 4.027 Quadratmeter
  • Projektkosten: 29,7 Millionen Euro
  • Bauzeit: 1993 bis 1996

Das Gebäude

Im Jahre 1904 entwarf der Geheime Regierungsrat Kieschke das Gebäude in der Wilhelmstraße 60 als Erweiterungsbau für das "Preußische Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten". Dieses Ministerium existierte bereits seit 1849 als ein Palais, das aber nicht genug Platz für die Büroräume bot und bereits 1879 um einen Neubau im spätklassizistischen Stil erweitert wurde. Das Haus in der Wilhelmstraße bildet den Abschluss dieses Ensembles.

Unschwer lässt sich das Gebäude anhand seiner großen Quader und seiner Pallazoarchitektur als ein Ministerium der Kaiserzeit erkennen, das als eines der wenigen Häuser dieser Zeit erhalten geblieben ist. Daher wurde es 1995 unter Denkmalschutz gestellt. Auf den Betrachter macht das Gebäude von außen nach wie vor einen repräsentativen Eindruck, dem der erfolgte Umbau in keiner Weise anzusehen ist. Sein Inneren erschließt sich durch ein prunkvolles, weiträumiges Treppenhaus mit stark marmorierten Säulen aus Cipollinmarmor in dunklem Grün und einem aufwendig verzierten Geländer.

Im Zuge der Sanierung, für die der Architekt Wulf Scharz von Gehrmann Consult GmbH & Partner KG / Wiesbaden, verantwortlich zeichnet, wurden das Kreuzgewölbe in den Fluren, die Mahagonitüren und die Fenster sowie zwei weitere Treppenhäuser nach dem historischen Vorbild restauriert. Die auch heute wieder als Büros genutzten Räume entsprechen aufgrund des Denkmalschutzes nicht in jedem Fall dem Standard von 18 Quadratmeter, wirken aber durch ihre Raumhöhe großzügig und passen sich dem Charakter des Hauses an.

Der Haupteingang in das Gebäude befindet sich Unter den Linden 71. Über interne Verbindungen gelangt man von dort in das Haus in der Wilhelmstraße. Beide Häuser gruppieren sich um einen großen Innenhof und bilden mit zwei weiteren kleinen Innenhöfen und einem historischen Seitenflügel einen zusammenhängenden Komplex, der sich von der Behrensstraße bis Unter die Linden erstreckt.

In dem umgebauten und sanierten Gebäude arbeiten heute die Mitglieder der Bundestagsfraktion der CDU/CSU.

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Unter den Linden 71

Deutscher Bundestag
Unter den Linden 71
10117 Berlin

Postanschrift: Platz der Republik 1, 11011 Berlin

Verkehrsanbindung

  • S-Bahnlinien S1, S2, S25 (S-Bahnhof Brandenburger Tor)
  • U-Bahnlinie U2 (U-Bahnhof Potsdamer Platz oder Mohrenstraße)
  • U-Bahnlinie U6 (U-Bahnhof Französische Straße)
  • U-Bahnlinie U55 (U-Bahnhof Brandenburger Tor)
  • Bus TXL und 100 (Haltestelle Brandenburger Tor)
  • Bus 200 (Haltestelle Behrenstraße/Wilhelmstraße)
  • Bus M85 (Haltestelle Reichstag/Bundestag)

Projektdaten

  • Standort: Unter den Linden 71
  • Planung: Gehrmann Consult
  • Hauptnutzfläche: 6.300 Quadratmeter
  • Projektkosten: 30,7 Millionen Euro
  • Bauzeit: 1993 bis 1994

Das Gebäude

An dieser Stelle befand sich das ehemalige Ministerium für Volksbildung der DDR, das 1961 in industrieller Bauweise entstand. Das Ministerium gehörte zu einer Reihe der in diesem Teil der Straße Unter den Linden neu gebauten Ministerien und Botschaften, die vorrangig durch die Montage vorgefertigter Bauteile - in Stahlbeton-Skelettbauweise - errichtet wurden und der Gegend um die sowjetische Botschaft ein modernes, aber nüchternes Aussehen verliehen. Für den Bau des Ministeriums für Volksbildung wurden mehrere Parzellen des ehemaligen Preußischen "Ministeriums der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten" zusammengelegt, so dass ein großer L-förmiger Bau entstand.

Diese Grundform wurden bei den notwendigen grundlegenden Umbauten des Hauses für den Deutschen Bundestag beibehalten. Den Auftrag führten das Architekturbüro Gehrmann Consult GmbH & Partner KG aus. An Stelle der alten Fassade aus Betonelementen trat eine wärmegedämmte und hinterlüftete Fassade aus Schönbrunner Sandstein. Attika und Stützen aus vorpatiniertem Kupfer verbinden das Haus mit den historischen Nachbargebäuden.

Da der Bau sehr langgestreckt ist, fassen Konstruktionen aus grauem, matt beschichtetem Metall jeweils das zweite und dritte Obergeschoss zusammen. Damit wird der eintönige Charakter der Hauses gemildert. Das Erdgeschoss mit Café und weiteren Läden ist deutlich von den Obergeschossen abgesetzt und fügt sich in den Boulevard Unter den Linden ein. 

Die 176 Büroräume, die von den Mitarbeitern der Bundestagsfraktionen und der Bundestagsverwaltung genutzt werden, entsprechen dem 18 Quadratmeter Standard. Über die Mittelflure gelangt man in das denkmalgeschützte historische Haus in der Wilhelmstraße 60. Die im Grundriss identischen Etagen wurden farbig unterschiedlich gestaltet. 

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Unter den Linden 50

Deutscher Bundestag
Unter den Linden 50
10117 Berlin

Postanschrift: Platz der Republik 1, 11011 Berlin

Verkehrsanbindung

  • S-Bahnlinien S1, S2, S25 (S-Bahnhof Brandenburger Tor oder Friedrichstraße)
  • S-Bahnlinie S3, S5, S7, S75 (S-Bahnhof Friedrichstraße)
  • U-Bahnlinie U2 (U-Bahnhof Potsdamer Platz oder Mohrenstraße)
  • U-Bahnlinie U6 (U-Bahnhof Französische Straße oder Friedrichstraße)
  • U-Bahnlinie U55 (U-Bahnhof Brandenburger Tor)
  • Bus TXL, 100, 147 und 200 (Haltestelle Unter den Linden/Friedrichstraße)
  • Bus M85 (Haltestelle Reichstag/Bundestag)

Projektdaten

  • Standort: Unter den Linden 50
  • Planung: Alexander Kolbe Architekten
  • Hauptnutzfläche: 15.305 Quadratmeter
  • Projektkosten: 69,0 Millionen Euro
  • Bauzeit: 1993 bis 1997

Das Gebäude

In diesem Gebäude war vor der Wiedervereinigung der Stadt das Ministerium für Außenhandel der DDR untergebracht. Gebaut wurde das Haus in den Jahre 1962 bis 1965 in der Montagebauweise - das heißt mit vorgefertigten Bauteilen wurden in der so genannten Stahlbeton-Skelettbauweise montiert.

Von Grund auf saniert, umgebaut und aufgestockt wurde das Gebäude von Alexander Kolbe Architekten in den Jahre 1992 bis 1997, wobei nur die Tragkonstruktion des Altbaus erhalten blieb. Die Fassade, früher im Stile der Sechzigerjahre durchgerastert, hat heute einen hohen Sockel und ein Geschossteil sowie eine verglaste Attikazone unter dem tragflächenartig geschwungenen Dach, unterbrochen durch den Schlitz über dem Portal für den Fahnenmast. Die Ecken des Hauses wurden aufgelockert durch scharfe Einschnitte mit kleinen Balkons.

Die beiden unteren Geschosse legte der Architekt zusammen. Sie bilden eine große Ladenstraße - ein Entgegenkommen an das städtebauliche Konzept der Mitte Berlins und ein Zeichen der Öffentlichkeit.

Anders dagegen die Gestaltung der Seiten- und Rückenfassaden: die Fenster der Obergeschosse sind streng in Raster gesetzt und der zweigeschossige Sockel ist von stark gerahmten Fensterbändern geprägt. In den Attikabüros steigen die Dächer schräg nach außen auf und gewähren einen herrlichen Blick auf die Stadt. Den weiten Hof des Hauses schmückt nur das Kunstwerk Klaus Rinkes "Sonnenstrahl mit Birkenhain".

Im Inneren hat das Haus einen eigenständigen Zug. So sind die Flure durch eingestellte hölzerne Schrankrückwände, die immer mit zwei Eingangstüren eine kleine Vorzone bilden, gegliedert. Ansonsten entsprechen die Büros auch hier der Standardgröße von 18 Quadratmetern.

Prägend für das Gebäude ist die Pförtnerloge mit handgefertigten Holzmöbeln. Sie stößt zwischen den breiten Türen einer Loggia spitz mit gebogenen Glaswänden und abgerundeter Spitze auf die Straße vor. Es schließt sich die Eingangshalle mit den symmetrischen Metalltreppen und dem Verbindungsgang mit Glasfußboden an, der einen Blick in den großen Hof gewährt.

Der Deutsche Bundestag nutzt das Haus seit 1997 für die Arbeit von Bundestagsabgeordneten.

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Luisenstraße 32-34

Deutscher Bundestag
Luisenstraße 32-34
10117 Berlin

Postanschrift: Platz der Republik 1, 11011 Berlin

Verkehrsanbindung

  • S-Bahnlinien S1, S2, S25 (S-Bahnhof Brandenburger Tor oder Friedrichstraße)
  • S-Bahnlinie S3, S5, S7, S75 (S-Bahnhof Friedrichstraße)
  • U-Bahnlinie U6 (U-Bahnhof Friedrichstraße)
  • U-Bahnlinie U55 (U-Bahnhof Bundestag oder Brandenburger Tor)
  • Bus TXL (Haltestelle Marschallbrücke)
  • Bus 100 (Haltestelle Brandenburger Tor
  • Bus 200 (Haltestelle Behrenstraße/Wilhelmstraße)
  • Bus M85 (Haltestelle Reichstag/Bundestag)

Projektdaten

  • Standort: Luisenstraße 32-34
  • Planung: Dr. Bietmann
  • Hauptnutzfläche: 5.170 Quadratmeter
  • Projektkosten: 7,2 Millionen Euro
  • Bauzeit: 1998 bis 1999

Das Gebäude

Ursprünglich war in dem Verwaltungsbau aus dem späten 19. Jahrhundert das kaiserliche Patentamt untergebracht. Errichtet wurde das 1891 erbaute Haus nach Plänen der Architekten August Busse. Busse errichtete ein schlichtes, aber elegantes Gebäude, das heute unter Denkmalschutz steht.

Die DDR nutzte das Gebäude bis zur Wiedervereinigung der Stadt als Sitz der Generalstaatsanwaltschaft. Für die Unterbringung der Abgeordneten des Deutschen Bundestag, die das Haus heute nutzen, musste es saniert und umgebaut werden. Die Lösung dieser Aufgabe fiel dem Berliner Architekten Dr. Bernhard Bietmann zu, der im Laufe der Baumaßnahme einige Eingriffe vornehmen musste. Der Eingangsbereich des Hauses war üppig verziert und wurde in die Sanierungsmaßnahme einbezogen.

Hinsichtlich der Innenausstattung ist der Sitzungssaal mit seiner Stuckdecke und den Kronleuchtern in der Beletage erwähnenswert. Ebenso die beiden großen alten Treppenhäuser mit ihren gusseisernen Geländern. Dem Architekten ist es gelungen, die notwendigen Um- und Einbauten dezent und unauffällig auszuführen, ohne dem Haus seinen Charakter zu nehmen. So wurden die Treppenhaustüren aus Stahl, die aus Brandschutzgründen einzubauen waren, unauffällig eingefügt, vorhandene, aber vermauerte Übergänge zu den beiden später angebauten Seitenarmen wieder geöffnet, das Dachgeschoss ausgebaut und eine neue Treppe angelegt.

Während des Umbaus erwarb der Bauherr noch das benachbarte Gebäude, indem früher die BEWAG ihren Sitz hatte. Hier wurden noch einmal achtzig Büroräume und zwei Besprechungssäle angelegt. Innere Flure verbinden dieses Gebäude mit dem Hauptgebäude.

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Dorotheenstraße 93

Deutscher Bundestag
Dorotheenstraße 93
10117 Berlin

Postanschrift: Platz der Republik 1, 11011 Berlin

Verkehrsanbindung

  • S-Bahnlinien S1, S2, S25 (S-Bahnhof Friedrichstraße)
  • S-Bahnlinien S 3, S5, S7, S75 (S-Bahnhof Friedrichstraße)
  • U-Bahnlinie U2 (U-Bahnhof Stadtmitte oder Mohrenstraße)
  • U-Bahnlinie U6 (U-Bahnhof Friedrichstraße)
  • U-Bahnlinie U55 (U-Bahnhof Brandenburger Tor)
  • Bus TXL, 100 und 200 (Haltestelle Unter den Linden/Friedrichstraße)
  • Straßenbahn M1 (Haltestelle S+U Friedrichstraße)

Projektdaten

  • Standort: Dorotheenstraße 93
  • Planung: Schlenkhoff Architekten
  • Hauptnutzfläche: 5.500 Quadratmeter
  • Projektkosten: 17,4 Millionen Euro
  • Bauzeit: 1998 bis 1999

Das Gebäude

In den Jahren 1936/37 entstand nach den Plänen des Ministerialrats Konrad Nonn in der Dorotheenstraße ein Erweiterungsbau des Preußischen und Reichsministeriums des Innern. Äußerlich sah das Gebäude wie ein unscheinbares Verwaltungsgebäude aus. Aber besonders im Innenbereich fiel die großzügige Eingangsraumgestaltung auf.

Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges hatte in diesem Haus ab 1949 die Deutsche Justizverwaltung der Sowjetischen Besatzungszone ihren Sitz, anschließend wurde hier das Justizministerium der DDR eingerichtet. Nachdem die Nutzung durch den Deutschen Bundestag beschlossen war, erhielt das Berliner Architektenbüro Schlenkhoff den Auftrag für den Umbau und die Sanierung.

Schlenkhoff Architekten gelang, es, dem Haus seinen ursprünglichen Charakter wieder zurückzugeben. Treppenhallen, Flure und der Haupteingang an der Durchfahrt zum Innenhof, die durch provisorische Einbauten versperrt waren, wurden wieder freigelegt. Durch den Abriss der Pförtnerloge und den Einbau einer neuen, unscheinbaren Loge aus Glas konnte die Großzügigkeit des Eingangsbereiches zurück gewonnen werden. 

Um dem Denkmalswert des Hauses gerecht zu werden, blieb der in den Jahren 1964/65 gebaute Richtersaal erhalten. Besonderen Aufwand erforderte die Restaurierung der originalen schmiedeeisernen Geländer, die bei der Sanierung der rückwärtigen Treppenhäuser entdeckt wurden. Nach ihrer Reinigung erstrahlen sie wieder in ihrem ursprünglichem Glanz.

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