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Energieeffizientes Bauen und Sanieren

Öffentliche und private Gebäude in Deutschland verbuchen für Heizung, Warmwasser und Beleuchtung einen Anteil von 40 Prozent des Gesamt-Energieverbrauchs und stehen für fast 30 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes. Zugleich werden in privaten Haushalten rund 85 Prozent des gesamten Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser eingesetzt. Hier liegen große Energieeinsparpotenziale, insbesondere im Gebäudebestand mit 18 Millionen Wohngebäuden und rund 1,7 Millionen Nichtwohngebäuden. 75 Prozent dieser Gebäude sind vor der ersten Wärmeschutzverordnung 1978 errichtet worden, vielfach noch unsaniert und daher oftmals in einem energetisch schlechten Zustand. Eine Folge ist, dass z. B. die Wohnnebenkosten mehr und mehr zur zweiten Miete werden.

Dass hier gespart werden kann und muss, liegt auf der Hand: Durch fachgerechtes Sanieren und moderne Gebäudetechnik können teilweise bis zu 80 Prozent des Energiebedarfs eingespart werden. Dieses Potenzial gilt es zu erschließen. Aus diesem Grund fördert die Bundesregierung sowohl den energieeffizienten Neubau als auch die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden über Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Im Zuge der letzten Regierungsbildung wurde der Themenbereich Energie weitestgehend im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gebündelt. Die Zuständigkeit für die Förderprogramme, mit Ausnahme der Energetischen Stadtsanierung, ist damit zum BMWi gewechselt. Im Folgenden findet sich ein kurzer Abriss über die Fördermöglichkeiten. Detaillierte Informationen finden sich auf den Seiten der KfW sowie des BMWi.

KfW-Programm "Energieeffizient Bauen" im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms des Bundes

Das Programm "Energieeffizient Bauen" (früher "Ökologisch Bauen") der KfW wendet sich an Bauherren, deren Neubau den nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) zulässigen Energiebedarf deutlich unterschreitet und das in den Förderbedingungen definierte Niveau eines KfW-Effizienzhauses erreicht. Gefördert wird zudem der Erwerb von hoch energieeffizienten Wohngebäuden, einschließlich Wohn-, Alten- und Pflegeheimen. Ausgenommen sind Ferien- und Wochenendhäuser.

Nähere Erläuterungen und Hinweise zu den technischen Anforderungen und den geltenden Förderkonditionen finden Sie auf der Internetseite der KfW.

Wer kann Anträge stellen?

Anträge können Bauherren oder Käufer von neuen Wohngebäuden stellen: zum Beispiel Privatpersonen, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften, Gemeinden, Kreise, Gemeindeverbände sowie sonstige Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Wohngebäude selbst genutzt oder vermietet werden soll.

Wichtig ist jedoch, den Antrag vor Beginn des Vorhabens zu stellen. Planungs- und Energieberatungsleistungen gelten nicht als Investitionsbeginn.

KfW-Programm "Energieeffizient Sanieren" im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms des Bundes

Das Programm "energieeffizient Sanieren" wendet sich an Bauherren und Eigentümer, die ihre Gebäude energieeffizient sanieren wollen. Haus- und Wohnungseigentümer werden durch das Förderprogramm mit zinsgünstigen Krediten beziehungsweise Zuschüssen bei der Finanzierung ihrer Sanierungsmaßnahmen unterstützt.

Großwohnsiedlungen

Das gilt auch für Großwohnsiedlungen. Diese sind hervorragend geeignet, die erheblichen Energieeinsparpotenziale im Gebäudebereich schnell und effizient zu nutzen. Etwa 7,5 Prozent aller Wohnungen in Deutschland befinden sich in Großwohnsiedlungen, die in den 1950er bis 80er Jahren gebaut wurden. In diesen insgesamt rund 2,4 Millionen Wohnungen leben etwa 5 Millionen Menschen. Viele Gebäude weisen eine schlechte Energiebilanz auf und befinden sich in einem unsanierten Zustand. Durch die energetische Sanierung kann die Attraktivität dieser Standorte deutlich aufgewertet werden.

Denkmalschutz

Auch denkmalgeschützte Gebäude können im Rahmen dieses Programmes energetisch saniert werden. Dabei sowie bei der Sanierung erhaltenswerter Bausubstanz sind jedoch die Ziele der Energieeinsparung und des Klimaschutzes mit den baukulturellen Belangen der Stadtbild- und Denkmalpflege abzuwägen. Denkmale und die besonders erhaltenswerte Bausubstanz verdienen bei der energetischen Sanierung eine besondere Aufmerksamkeit. Deshalb gelten im Sanierungsprogramm für solche sensiblen Bauteile gesonderte Anforderungen. Für umfassende Sanierungen wurde im April 2012 ein spezieller Förderbaustein "Effizienzhaus Denkmal" eingeführt.

Grundsätzlich gilt als Maxime der Förderung: Je mehr Energie Sie einsparen, desto höher ist die Förderung. Daher werden unterschiedliche Fördersätze für verschiedene Sanierungsniveaus angeboten. Auch hier finden Sie nähere Informationen auf den Seiten der KfW.

Zuletzt geändert: 14.11.2014