Sprungnavigation

Von hier aus koennen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:

Inhaltsbereich

zur Sprungnavigation

Deutsche G20-Präsidentschaft

Umweltpolitische Schwerpunkte der deutschen G20-Präsidentschaft

Am 1. Dezember 2016 hat Deutschland den G20-Vorsitz übernommen. Neben der Wirtschafts-, Außen- und Sicherheitspolitik spielen Umweltthemen eine wichtige Rolle.

Internationale Klimapolitik

Flaggen vor dem UN-Gebäude in Bonn

Die deutsche G20-Präsidentschaft strebt an, die Zukunftsfähigkeit der Volkswirtschaften zu verbessern und zur Verwirklichung der Zielsetzungen der Agenda 2030 sowie des Pariser Klimaübereinkommens beizutragen. Als G20-Vorsitz möchte Deutschland dabei eine engere Verknüpfung zwischen der Klima- und Energiepolitik eingehen. In einer neuen "G20 Sustainability Working Group – SWG" sollen beide Bereiche zusammengeführt und direkte Ergebnisse für die Gipfelvorbereitung (Sherpa Track) erarbeitet werden. Dafür werden die bestehende G20-Gruppe zu Energie (Energy Sustainability Working Group – ESWG) und eine neue G20-Gruppe zu Klima (Climate Sustainability Working Group – CSWG) eng zusammen arbeiten und auch gemeinsam als G20 Sustainability Working Group tagen. Die Arbeiten sollen wissenschaftlich begleitet werden.

Die neue Klima-Arbeitsgruppe soll nicht die VN-Klimaverhandlungen duplizieren. Vielmehr soll die konkrete Umsetzung des Pariser Übereinkommens, insbesondere auf der nationalen Ebene, im Fokus stehen. Dabei wird sich die Arbeitsgruppe mit Rahmenbedingungen und Instrumenten für den Übergang zu einer treibhausgasneutralen und klimaresilienten Wirtschaft in den G20-Staaten beschäftigen. Hier sollen auch Fragen zu Innovation, Investitionen, Infrastruktur sowie deren Auswirkungen auf Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und soziale Kohäsion im Fokus stehen. mehr

2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung

Aus der Erde sprießender Keim.

Beim G20-Gipfel in Hangzhou war Entwicklung einer von vier Schwerpunkten. Kern war der G20-Aktionsplan zur Umsetzung der 2030-Agenda und ihrer Nachhaltigkeitsziele, der durch die Entwicklungsarbeitsgruppe (DWG) in Zusammenarbeit mit den relevanten Arbeitsgruppen erstellt wurde und deren Beiträge zu nachhaltiger Entwicklung zusammenfasst. Der Aktionsplan soll als "living document" unter künftigen Vorsitzen konkretisiert und umgesetzt werden. Deutschland will die G20-Gesprächslage so gestalten, dass weltweit Transformationsanstrengungen im Sinne der 2030-Agenda angestoßen werden, also sowohl in den G20-Ländern selbst als auch in anderen Ländern.

Als ein zentrales G20-Ergebnis strebt Deutschland an, den G20-Aktionsplan zur Agenda umzusetzen und zu konkretisieren. mehr

Zum Seitenanfang

Ressourceneffizienz

Die deutsche G20-Präsidentschaft knüpft an die erfolgreichen Ergebnisse und Beschlüsse zu Ressourceneffizienz des G7-Gipfels auf Schloss Elmau an. Deutschland will auch bei den großen Schwellenländern für ressourceneffiziente Technologien und Infrastrukturen werben und geeignete politische Rahmenbedingungen fördern. Dabei soll der gesamte Wirtschaftskreislauf betrachtet werden, von Rohstoffgewinnung über Produktion und Konsum bis zur Kreislaufwirtschaft. Als Ergebnis ist eine "G20 Resource Partnership" angestrebt, die in den G20 ressourceneffizientes Wirtschaften fördert. Mögliche inhaltliche Schwerpunkte sind der Aufbau ressourceneffizienter Produktionsprozesse, der Austausch von Best-Practice-Beispielen und die Umsetzung der SDGs mit Bezug zu Ressourcen. mehr

Zum Seitenanfang

Vermüllung der Meere

Die Vermüllung der Meere stellt eine ständig wachsende globale Herausforderung für Meeresökosysteme dar. Die G7-Staaten haben unter der deutschen Präsidentschaft 2015 mit der Verabschiedung des "G7-Aktionsplans gegen Meeresmüll" eine globale Bewegung in Gang gesetzt. Der vom G7-Gipfel verabschiedete Aktionsplan zählt weltweit bereits nach kurzer Zeit zu den relevanten Leitdokumenten zum Thema Meeresmüll. Unter deutscher G20-Präsidentschaft 2017 ist nun eine geographische Ausweitung der unter G7 erarbeiteten Maßnahmen auf jene Staatengruppe angedacht. Das anvisierte Ergebnis ist ein G20-Aktionsplan in Anlehnung an den G7-Aktionsplan. Da letzterer für die G7 innerhalb der G20 weiter Gültigkeit behalten soll, wird dieser Plan um G20-spezifische Prioritäten und Maßnahmen anzureichern sein und ein neues Produkt darstellen.

Zum Seitenanfang

Illegaler Artenhandel/Wilderei

Aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage vor allem der asiatischen Märkte nach Elfenbein, Nashornhorn und weiteren Wildtierprodukten hat die Wilderei in den Ursprungsstaaten (vor allem in Afrika) erschreckende Ausmaße angenommen. Die Konsequenzen sind nicht nur verheerend für den Erhalt der Biodiversität, sondern hemmen oft die wirtschaftliche Entwicklung und fördern Korruption. Das Thema wurde von der Antikorruptionsarbeitsgruppe der G20 im Oktober 2016 im Implementierungsplan zum G20-Antikorruptionsaktionsplan 2017/2018 aufgegriffen. In der Antikorruptionsarbeitsgruppe der G20 sollen Erfahrungen aus der Antikorruptionsarbeit identifiziert werden, mit denen die Korruptionsbekämpfung im Bereich Wilderei und illegaler Wildtierhandel gestärkt werden kann.

Zum Seitenanfang

Zuletzt geändert: 31.03.2017