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Ziele und Schwerpunkte des Umweltinnovationsprogramms Ausland

Förderziele

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Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit unterstützt Investitionsprojekte im Ausland, mit denen sich unmittelbare Umweltschutzeffekte für Deutschland erzielen lassen oder die durch "Philosophietransfer" und möglichst große Multiplikatorwirkung die Bereitschaft zu Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen in den betreffenden Ländern erhöhen.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm Ausland sollen Umweltschutzpilotprojekte vor allem in den mittelosteuropäischen Ländern finanziell gefördert werden. Dabei werden vor allem zwei Zielsetzungen verfolgt: 

  1. unmittelbare, grenzüberschreitende Umweltschutzeffekte für Deutschland
  2. Maßnahmen gegen globale Klimaveränderungen

Mit den Projekten soll vor allem folgendes erreicht werden: 

  • "Philosophietransfer" für einen wirksamen Umwelt- und Klimaschutz im Rahmen der zu entwickelnden Kooperationsbeziehungen;
  • Multiplikatorwirkung mit Hilfe modellhafter kosteneffizienter Lösungen zur Verbesserung der Umweltsituation in den Partnerländern ("Leuchtturmprojekte");
  • Demonstration der praktischen Eignung und Leistungsfähigkeit neuer Produktionsanlagen und Verfahrenstechniken
  • Verbesserung der Akzeptanz für den Umweltschutz bei Unternehmen und in der Bevölkerung. 

Mit dem Umweltinnovationsprogramm Ausland wird in erster Linie eine umweltpolitische Zielsetzung und keine Infrastrukturverbesserung, wie es beispielsweise bei entsprechenden EU-Programmen der Fall ist, verfolgt.

Förderschwerpunkte

Für grenzüberschreitende Umwelteffekte werden Projekte finanziell unterstützt, mit denen zum Beispiel die Schadstoffbelastung von Grenzgewässern (z. B. Elbe, Oder, Ostsee) oder die Luftbelastung von Grenzregionen (z. B. Erzgebirge) unmittelbar und messbar reduziert werden kann. Dabei soll zunehmend von nachgeschalteter Reinigungstechnologie zu integrierten Lösungen einschließlich einer effizienten Energienutzung übergegangen werden. Für die Verbesserung des Klimaschutzes sollen vor allem "Leuchtturmprojekte" Wege für eine umwelt- und klimaschutzverträgliche wirtschaftliche Entwicklung in den Partnerländern aufzeigen. Dabei handelt es sich um Modellvorhaben, die auf eine Multiplikatorwirkung ausgerichtet sind. Sie sollen in den Partnerländern die Bereitschaft zu weiteren Projekten fördern und zur Verbesserung der Akzeptanz für den Umweltschutz bei den Akteuren in Staat, Wirtschaft und Privatbereich beitragen.

Zuletzt geändert: 27.10.2015

Weitere Informationen

Flyer, Merkblatt und Checkliste