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Das Chemikalienprogramm der OECD

OECD Better policies for better lives

Das Hauptziel des OECD-Chemikalienprogramms zu Umwelt, Gesundheit und Sicherheit ist der vorsorgende Umwelt- und Gesundheitsschutz unter Nutzung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und die Harmonisierung von Verfahren und Vorschriften im Chemikalienbereich. 

Mit einem OECD-Ratsbeschluss wurde 1978 das OECD-Chemikalienprogramm unter Leitung des "Joint Meeting" eingerichtet, bestehend aus dem Chemicals Committee und der Working Party on Chemicals, Pesticides and Biotechnology, die dem Environment Policy Committee (EPOC) angehört.

Das Programm ermöglicht intensiven Erfahrungsaustausch zu "Best Practice" und entwickelt gemeinsame Leitlinien im Chemikalienmanagement unter Einbezug von Nicht-OECD-Staaten.

Im Joint Meeting der OECD arbeiten Vertreter aus BMUB, UBA und BfR aktiv mit. Die Sitzungen des Joint Meeting finden circa alle 9 Monate statt.

Einheitliche Testmethoden sparen Aufwand und Redundanz

Eines der wichtigsten Projekte im Rahmen des OECD-Chemikalienprogramms betrifft die Prüfung von Chemikalien auf ihr Gefahrenpotenzial für Mensch und Umwelt. Die von Expertinnen und Experten seit den 1970er Jahren entwickelten einheitlichen Testmethoden zur Toxizität von Chemikalien und ihrem Verhalten in der Umwelt sind nun international akzeptierte Richtlinien, die regelmäßig mit Hilfe vieler nationaler Experten aus OECD-Mitgliedsländern aktualisiert werden. Um die Anerkennung einer Prüfung nach OECD-Standard in allen Ländern zu gewährleisten und damit Wiederholungen der Tests für nationale Behörden zu verhindern, entstand 1981 in der OECD das Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung von Daten (sog. MAD, Mutual Acceptance of Data). Zusammen mit den Leitlinien zur Guten Laborpraxis (GLP), denen vor allem Erfahrungen des deutschen Gesundheitsministeriums mit der Arzneimittelprüfung zugrunde lagen, entstand der stabile Kernbereich des OECD-Chemikalienprogramms.

Einstufung und Kennzeichnung

Sind die Gefahren von Chemikalien identifiziert, müssen sie kommuniziert werden. Die Forderung der Umweltkonferenz von Rio de Janeiro 1992 nach einem global harmonisierten System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien ("GHS") veranlasste die OECD einen Vorschlag mit Regeln für die Umwelt- und Gesundheitsgefahren zu erarbeiten. Er wurde 2001 Grundlage für die Vereinten Nationen und ist heute der Kernbaustein für die europäische Verordnung zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, der CLP-Verordnung. Ziel der OECD Aktivität ist die Harmonisierung internationaler CLP Systeme. Hierfür werden Kriterien zur Klassifizierung entwickelt und überarbeitet.

Zuletzt geändert: 08.06.2016