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Stand: 01.06.2009

Bromierte Flammschutzmittel

Was ist das Problem?

Flammschutzmittel dienen dazu, die Entzündung brennbarer Materialien, wie Kunststoffe, Textilien oder Holz, hinauszuzögern und die Flammenausbreitung zu verlangsamen. Es handelt sich um unterschiedliche chemische Verbindungen, die sich beispielsweise in Kunststoffgehäusen von Fernsehern und Computern, Wohnraumtextilien, Dämm- und Montageschäumen befinden.

Problematisch sind bromierte Flammschutzmittel, zu denen polybromierte Diphenylether (PBDE), Tetrabrombisphenol A (TBBPA) und Hexabromcyclododecan (HBCD) gehören. Sie sind seit langem im Einsatz, in der Umwelt weit verbreitet, schwer abbaubar und zum Teil bioakkumulierend; das heißt, sie reichern sich in Lebewesen an. TBBPA und HBCD sind toxisch für Gewässerorganismen. DecaBDE, TBBPA und HBCD kommen auch in Muttermilch und im Blut des Menschen vor. DecaBDE und HBCD stehen im Verdacht, langfristige toxische Wirkungen zu haben.

Seit 2004 EU-weit verboten sind Penta- und OctaBDE wegen der Gefährdung der Umwelt und zum vorbeugenden Schutz gestillter Säuglinge (Richtlinie 2003/11/EG). Die Anwendung von DecaBDE ist seit Juli 2008 eingeschränkt. DecaBDE darf nicht mehr in neu in Verkehr gebrachten Elektro- und Elektronikgeräten enthalten sein. HBCD wird aufgrund seiner persistenten, bioakkumulierenden und toxischen Eigenschaften unter REACH als besonders besorgniserregender Stoff bewertet und für eine Zulassungspflicht vorgeschlagen.

Was kann ich selbst tun?

Der oder die Einzelne kann wenig ausrichten. Hier ist vor allem die Industrie gefragt. Es gilt Flammschutzmittel zu entwickeln und zu verwenden, die nicht schwer abbaubar, bioakkumulierend und toxisch für Mensch und Umwelt sind.

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