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Stand: 01.06.2009

"Umwelthormone"

Was ist das Problem?

Umwelthormone, auch als endokrine Disruptoren bezeichnet, sind meist vom Menschen hergestellte Chemikalien, die beispielsweise über das Abwasser in die Umwelt gelangen und das Hormonsystem von Tieren und möglicherweise auch von Menschen beeinflussen können. Inzwischen ist eine ganze Reihe verschiedener Stoffe mit endokriner Wirksamkeit bekannt. Viele von ihnen sind in der Umwelt schwer abbaubar und reichern sich in der Nahrungskette an. Darunter fallen nicht nur Arzneimittelrückstände, sondern auch die zu den POPs gehörenden PCB (Polychlorierte Biphenyle), Dioxine und Furane oder DDT sowie einige Phthalate. Umwelthormone wirken wie Geschlechtshormone. Sie können beispielsweise männlichen Hormonen entgegen wirken und dadurch die männliche Fortpflanzungfähigkeit beeinträchtigen.

Deshalb wird seit einigen Jahren intensiv geforscht, ob ein Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber Umwelthormonen und dem beim Menschen beobachteten Rückgang der Spermienzahl in den letzten Jahrzehnten besteht. Auch wird versucht zu klären, ob es einen Zusammenhang zwischen dem vermehrten Auftreten dieser Stoffe und dem gleichzeitig zu beobachtenden Brust- und Hodenkrebs gibt.

Die Europäische Kommission hat eine Gemeinschaftsstrategie für Umwelthormone ausgearbeitet, um das Problem der für Gesundheit und Umwelt schädlichen Umwelthormone vordringlich anzugehen.

In Rahmen von REACH gehört die Entwicklung von Methoden, mit denen ein endokrines Potenzial entdeckt und identifiziert werden kann, zu den vordringlichen Aufgaben, da die endokrine Wirksamkeit eines Stoffes zu den Gefährdungsmerkmalen gehört, die ein Zulassungsverfahren erforderlich machen.

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