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Stand: 21.03.2014

Flüchtige organische Verbindungen

Was ist das Problem?

Flüchtige organische Verbindungen, für die sich die englische Abkürzung VOC (Volatile Organic Compounds) eingebürgert hat, sind in jeder Wohnung zu finden (siehe auch Ergebnisse der Umwelt-Surveys. Es handelt sich um eine Vielzahl synthetischer und natürlicher Stoffe, die bereits bei Zimmertemperatur aus verschiedenen Materialien und Produkten der Innenausstattung und des täglichen Bedarfs ausgasen, zum Beispiel

  • kettenförmige Kohlenwasserstoffe, wie Alkane oder Alkene, die als "Fettlöser" eingesetzt werden und in manchen Haushaltsprodukten enthalten sein können
  • aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Toluol und Xylole, die in einigen Klebstoffen, Lacken und frischen Druckerzeugnissen als Lösemittel vorkommen
  • Terpene aus Holzverkleidungen, aus Bio-Farben oder Wasch- und Reinigungsmitteln und manchen Kosmetika

Flüchtige organische Verbindungen werden meist nach ihrem Siedebereich in VVOC (Very Volatile Organic Compounds; Beispiel: Formaldehyd), VOC (Volatile Organic Compounds; Beispiel: Benzol) und SVOC (Semi-Volatile Organic Compounds; Beispiel: Weichmacher eingeteilt. Je höher der Siedebereich ist, desto langsamer werden sie in die Raumluft abgegeben. Ihre Konzentrationen werden zwar niedriger, die Verbindungen sind aber über einen längeren Zeitraum nachweisbar.

Bauprodukte sind eine wichtige Quelle für Innenraumbelastungen. Damit sich das ändert, hat der Ausschuss für die gesundheitliche Bewertung von Bauprodukten (AgBB) (PDF-Dokument, 230 KB) ein Schema zur Bewertung der Emissionen von flüchtigen organischen Verbindungen entwickelt. Werden die Anforderungen erfüllt, gehen von dem Produkt keine gesundheitlichen Risiken aus. Dieses Schema ist Bestandteil der Zulassung von Bauprodukten, für die das Deutsche Institut für Bautechnik zuständig ist. Bei der Zulassung von Bodenbelägen werden die AgBB-Prüfkriterien bereits angewendet.

Gesundheitliche Störungen

Höhere VOC-Konzentrationen führen schon nach kurzer Zeit zu Geruchsempfindungen oder Reizungen der Augen sowie der Schleimhaut von Nase und Rachen oder auch zu Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Müdigkeit. Bei geringen VOC-Konzentrationen ist die Einschätzung des gesundheitlichen Risikos schwierig. Meistens ist eine Zuordnung von Beschwerden zu bestimmten chemischen Verbindungen nicht möglich.

Schwarze Wohnungen

Nach Renovierungsarbeiten kann manchmal das Phänomen Schwarze Wohnungen (PDF-Dokument, 375 KB) beobachtet werden: An Zimmerdecken und -wänden haben sich schwarze schmierige Beläge abgelagert. Das hängt mit der Emission von SVOC, das sind schwer flüchtige organische Verbindungen, in die Raumluft zusammen. Zu den SVOC gehören zum Beispiel Weichmacher, die in Lacken, Dispersionswandfarben, Vinyltapeten und in PVC-Fußbodenbelägen sowie Fußbodenklebern enthalten sein können. Die schwarzen Beläge sind vor allem ein ästhetisches Problem, eine akute Gesund-heitsgefahr besteht nach gegenwärtigem Kenntnisstand nicht. Vorübergehende Reizungen beim Einatmen sind aber möglich. Abwaschen oder Überstreichen hilft nicht, die Ursache muss beseitigt werden.

Was kann ich selbst tun?

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