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Radon

Was ist das Problem?

Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas, das im Erdreich beim Zerfall von Uran entsteht. Es kommt in Deutschland besonders in einigen Mittelgebirgen, wie dem Erzgebirge, Teilen der Rhön und dem Bayerischen Wald, vor (siehe auch Radonatlas Deutschland). Radon dringt aus dem Boden über undichte Fundamentplatten, Risse im Mauerwerk oder über Kabel- und Rohrdurchführungen in Gebäude ein und kann sich dort anreichern, wenn es nicht in ausreichendem Maße durch Lüften abgeführt wird. Ob und wie viel Radon in einem Gebäude vorkommt, kann nur durch Messung ermittelt werden.

Radon verursacht Lungenkrebs. Raucherinnen und Raucher sind besonders gefährdet, weil sich die krebserzeugenden Eigenschaften von Tabakrauch und Radon gegenseitig verstärken. Um das gesundheitliche Risiko auf ein vertretbares Maß zu reduzieren, empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz Maßnahmen dann zu ergreifen, wenn in Räumen, in denen man sich ständig aufhält (zum Beispiel Wohn- und Schlafräume) eine Radon-Konzentration von mehr als 100 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m3) festgestellt worden ist.

Was kann ich selbst tun?

  • Bei begründetem Verdacht auf erhöhte Radon-Konzentrationen Messungen durchführen, vom örtlichen Gesundheits-, Umwelt- oder Bauamt beraten lassen;
  • Liegt die Radon-Konzentration in den Wohnräumen über 100 Bq/m3, sollten Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden, deren Umfang sich nach der Höhe der Überschreitung richtet. Bis dahin hilft nur: Mehrmals täglich in Wohn- und Kellerräumen Stoßlüften, gegebenenfalls Einbau eines Ventilators zur Permanententlüftung.
  • Abdichtung von Ver- und Entsorgungsleitungen, kleineren Rissen und Kellertüren zum Wohnbereich, gegebenenfalls Einbau besonders dichter Türen
  • Weitergehende bauliche Maßnahmen von Fachfirmen durchführen lassen: beispielsweise Abdichtung von Decken, Fußböden, Wänden mittels radondichter Folien oder anderer Materialien, Einbau von Lüftungsanlagen zur Erhöhung der Luftaustauschrate

Zuletzt geändert: 23.03.2015

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