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Stand: 01.06.2009

"Toner"

Was ist das Problem?

Hinweise auf gesundheitliche Beeinträchtigungen beim Umgang mit Druckern und Kopierern kamen Anfang 2000 zuerst aus dem arbeitsmedizinischen Bereich. Die Betroffenen klagten vor allem über Reizungen der Augen und im Nasen- und Rachenbereich. Die Beschwerden wurden mit dem "Toner" in Zusammenhang gebracht. Heute weiß man, dass beim Drucken und Kopieren leicht-, mittel- und schwerflüchtige Verbindungen sowie Staubpartikel emittiert werden und mit dem Toner, einem aus mehreren Komponenten zusammengesetzten Farbstoff, indirekt zu tun haben. Die Emissionen entstehen beim Druckvorgang unter der Hitzeeinwirkung. Besonders ultrafeine Partikel stammen, das weiß man heute, nicht vom Toner, sondern aus anderen Prozessen. Auch aus dem zum Druck verwendeten Papier können Partikel freigesetzt werden. Zum Kontakt mit dem Toner selbst kann es beim Beseitigen von Papierstau kommen, da er dann noch nicht fixiert ist. Tonerpartikel können gesundheitsschädliche Eigenschaften besitzen.

Mitte 2005 hat das Bundesumweltministeriums beim Bundesinstitut für Risikobewertung eine Pilotstudie beauftragt, um den Zusammenhang zwischen Emissionen aus Laserdruckern und Kopierern und Gesundheitsbeeinträchtigungen beziehungsweise Gesundheitsschäden aufzuklären. Die festgestellten, gesundheitlichen Beeinträchtigungen waren unspezifisch. Das Auftreten dieser Beeinträchtigungen schätzte das Bundesinstitut für Risikobewertung 2008 als gering ein, denn schwerwiegende Gesundheitsschäden wurden von Ärzten nicht beobachtet. Dennoch: Da man über die chemische Zusammensetzung besonders der ultrafeinen Partikelemissionen, die nachweislich nicht vom Toner stammen, bisher wenig weiß, sind weitere Studien nötig, bevor eine genaue Risikoschätzung der Partikelemissionen aus Druckern, besonders Laserdrucker, erfolgen kann. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. und das Bundesumweltministerium haben 2008 mit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung sowie dem Umweltbundesamt diesbezügliche, aufeinander abgestimmte Vorhaben gestartet. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sollen Ende 2010 ausgewertet sein.

Was kann ich selbst tun?

  • Beim Kauf von Laserdruckern, -kopierern und Multifunktionsgeräten darauf achten, dass sie den Blauen Engel tragen, denn sie sind emissionsarm (allerdings beinhalten die Vergabegrundlagen noch keine Prüfung auf ultrafeine Partikel, die Prüfkriterien werden derzeit erarbeitet)
  • Kontakt mit Tonerstäuben beim Beseitigen von Papierstau vermeiden, Empfehlungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (PDF-Dokument, 34 KByte) beachten
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