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Extremwetterereignisse

Was ist das Problem?

Schon die bisher beobachteten Klimaveränderungen in Deutschland führen zu einer Zunahme extremer Wetterereignisse, die Teile unserer Gesellschaft vor große Herausforderungen stellen. Viele Menschen werden in ihrer Gesundheit erheblich belastet, in dessen Folge es zu einem Anstieg der Mortalität (Sterblichkeit) kommt.

In Deutschland gehen Risiken vor allem von Stürmen, extremer Hitze und Trockenheit, Starkniederschlägen und damit häufig einhergehenden Überschwemmungen aus. Diese können beim Menschen zu körperlichen Verletzungen unter Umständen mit Todesfolge, Traumatisierungen und psychischen Erkrankungen nach Verlustsituation führen. Negative Beispiele hierfür sind die Orkane, wobei "Kyrill" im Januar 2007 in Europa 47 bzw. "Christian" im Herbst 2013 mindestens 16 Todesopfer gefordert haben.

Hitzewellen

Über einen längeren Zeitraum anhaltende Hitzewellen übersteigen in unseren Breiten oftmals die Anpassungsfähigkeit insbesondere der älteren Bevölkerung. Auch die Infrastruktur ist häufig nicht darauf eingerichtet. So war es bei der Hitzewelle im Sommer 2003. Hochrechnungen zufolge kam es in Deutschland zu circa 7000 zusätzlichen Todesfällen durch direkte hitzebedingte Erkrankungen, wie Hitzschlag oder akute Verschlechterungen bestehender Vorerkrankungen beispielsweise des Herz-Kreislauf-Systems. Im Vergleich zu ländlichen Gebieten kommen in großstädtischen Ballungsräumen - besonders in Kessellagen (zum Beispiel Stuttgart, Aachen, Bonn oder Mainz) - zu den thermischen Effekten auch noch Luftverunreinigungen hinzu. Vor allem ältere Menschen sind bei Hitze durch Dehydrierung (zu hoher Flüssigkeitsverlust) gefährdet.

Die Hitzewelle 2003 war Anlass, das Hitzewarnsystem beim Deutschen Wetterdienst einzurichten. Dieses Warnsystem informiert die Länder, Kommunen und die Bevölkerung über bevorstehende Hitzeperioden. So kann sich beispielsweise das Gesundheitswesen durch Verstärkung der Bereitschaftsdienste darauf einstellen.

Hochwasser

Starkniederschläge im Einzugsgebiet großer Flüsse führten in der jüngsten Vergangenheit zu Hochwasser mit Überschwemmungen weiter Landstriche. Tausende Menschen wurden obdachlos, auch Todesfälle waren zu beklagen. So trat das Oderhochwasser im Juli und August 1997 auf. Die Elbe überflutete im August 2002 Teile Tschechiens und Deutschlands. Ein weiteres Mal führte sie im März und April 2006 Hochwasser sowie zuletzt im Mai/Juni 2013. Auch die Donau war 2013 betroffen. Die Marken ihrer Jahrhundertflut von 2002 wurde an einigen Orten erreicht oder sogar übertroffen. Die Bundesregierung hat ein 5-Punkte-Programm zum vorbeugenden Hochwasserschutz verabschiedet.

Bei Hochwasser bergen vor allem Heizöl- und Flüssiggastanks sowie chemische Anlagen, Deponien und Altlasten Risiken für Gesundheit und Umwelt. Die Durchfeuchtung des Mauerwerks der Gebäude begünstigt das Wachstum von Schimmelpilzen. Es ist wichtig für den Hochwasserschutz, dass Deichanlagen nicht beschädigt und die jeweiligen Gebots- und Verbotsschilder beachtet werden.

Was kann ich selbst bei Hitze tun?

  • Sport und anstrengende Tätigkeiten sollten nach Möglichkeit nur morgens und abends, wenn es kühler ist, durchgeführt oder auch ganz vermieden werden.
  • Mittags: sich im Schatten oder in kühlen Räumen aufhalten.
  • Viel Flüssigkeit zu sich nehmen; die sonst normale Menge reicht bei Hitze nicht aus! Besonders geeignet sind mineralstoffhaltige Getränke wie Mineralwasser, Tee oder Fruchtsaftschorlen, aber auch einfach Leitungswasser. Alkohol und eiskalte Getränke meiden.
  • Nachts und morgens Fenster zum Lüften ganz öffnen.
  • Räume tagsüber mit Vorhängen und/oder Rollläden abdunkeln.
  • Besonders gefährdeten Personen, wie alten Menschen, Kranken und Kindern, behilflich sein: Sie können sich oft nicht selbst helfen.
  • Auf angemessenen Schutz vor ultravioletter Strahlung (UV-Strahlung) achten. Der beste Sonnenschutz sind geeignete Kleidung, Sonnenhut und Sonnenbrille. Was nicht mit Kleidung bedeckt ist, muss gut mit Sonnencreme geschützt werden.

Zuletzt geändert: 27.04.2016

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