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Stand: 01.06.2009

Extremwetterereignisse

Was ist das Problem?

Schon die bisherigen Temperaturveränderungen in Deutschland führen zu einer Zunahme extremer Wetterereignisse, die Teile unserer Gesellschaft vor große Herausforderungen stellen. Viele Menschen werden in ihrer Gesundheit stark belastet oder sterben sogar an den gesundheitlichen Folgen.

In Deutschland gehen Risiken vor allem von Stürmen, extremer Trockenheit, Starkniederschlägen und damit häufig einhergehenden Überschwemmungen aus. Diese können beim Menschen zu körperlichen Verletzungen unter Umständen mit Todesfolge führen. Ein auffälliges Beispiel hierfür ist der Orkan Kyrill im Januar 2007 der in Europa 47 Todesopfer gefordert hat.

Hitzewellen

Über einen längeren Zeitraum anhaltende Hitzewellen übersteigen in unseren Breiten oftmals die Anpassungsfähigkeit der Menschen. Auch die Infrastruktur ist häufig nicht darauf eingerichtet. Ein anschauliches Beispiel ist die Hitzewelle im Sommer 2003. Hochrechnungen zufolge kam es in Deutschland zu ca. 7.000 zusätzlichen Todesfällen durch direkte hitzebedingte Erkrankungen, wie Hitzschlag, oder vorhandene Vorerkrankungen beispielsweise des Herz-Kreislauf-Systems. Im Vergleich zu ländlichen Gebieten kommen in großstädtischen Ballungsräumen - besonders in Kessellagen (zum Beispiel Stuttgart, Aachen, Bonn oder Mainz) - zu den thermischen Effekten auch noch Luftschadstoffe hinzu. Vor allem ältere Menschen sind bedroht, da sie häufig zu wenig trinken. Menschen mit Vorerkrankungen, wie Zuckerkrankheit oder Herz-Kreislaufbeschwerden sind ebenfalls stark gefährdet.

Die Hitzewelle 2003 wurde zum Anlass genommen, ein Hitzewarnsystem beim Deutschen Wetterdienst einzurichten. Dieses Warnsystem informiert die Bundesländer über bevorstehende Hitzeperioden. So kann sich beispielsweise das Gesundheitswesen durch Verstärkung der Bereitschaftsdienste darauf einstellen.

Hochwasser

Starkniederschläge im Einzugsgebiet großer Flüsse führten in jüngster Vergangenheit zu Hochwasser mit Überschwemmungen weiter Landstriche. Tausende Menschen wurden obdachlos, auch Todesfälle waren zu beklagen. Im Dezember 1993 und Januar 1995 wurden zwei Jahrhunderthochwasser des Mittel- und des Niederrheins beobachtet. Das Oderhochwasser trat im Juli und August 1997 auf. Die Elbe überflutete im August 2002 weite Teile in Tschechien und Deutschland. Ein weiteres Mal führte sie im März und April 2006 Hochwasser. Die Marke der Jahrhundertflut von 2002 wurde an einigen Orten erreicht oder sogar übertroffen. Die Bundesregierung hat ein 5-Punkte-Programm zum vorbeugenden Hochwasserschutz verabschiedet.

Bei Hochwasser bergen vor allem Heizöl- und Flüssiggastanks sowie chemische Anlagen Risiken für Gesundheit und Umwelt. Die Durchfeuchtung des Mauerwerkes der Gebäude begünstigt das Wachstum von Schimmelpilzen. Das schafft zusätzliche Probleme.

Was kann ich selbst tun?

  • Sport und anstrengende Tätigkeiten nur morgens und abends betreiben beziehungsweise verrichten
  • Mittags: besser im Schatten oder in kühlen Räumen aufhalten
  • Viel trinken, die normale Menge reicht nicht aus! Besonders geeignet sind mineralstoffhaltige Getränke wie Mineralwasser, Tee oder Fruchtsaftschorlen. Aber: kein Alkohol und keine eiskalten Getränke
  • Nachts und morgens Fenster zum Lüften ganz öffnen
  • Räume tagsüber mit Vorhängen und/oder Rollläden abdunkeln
  • Besonders gefährdeten Personen, wie alten Menschen, Kranken und Kindern, behilflich sein: Sie können sich oft nicht selbst helfen
  • Auf angemessenen Schutz vor ultravioletter Strahlung (UV-Strahlung) achten. Der beste Sonnenschutz sind geeignete Kleidung, Sonnenhut und Sonnenbrille. Was nicht mit Kleidung bedeckt ist, muss gut mit Sonnencreme eingerieben werden.
  • Deichanlagen nicht beschädigen und die jeweiligen Gebots- und Verbotsschilder beachten
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