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Kurzinfo Klimawandel

Klima im Wandel

Das Klima ändert sich weltweit - und damit die Lebensbedingungen der Menschen. Auch vor Deutschland machen Klimaveränderungen nicht Halt. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts sind die Durchschnittstemperaturen in Deutschland um knapp 0,9 Grad Celsius gestiegen - extrem seit 1890. Das liegt vor allem an den zunehmend sehr warmen Sommermonaten. Aber auch die Winter sind zunehmend öfter mild. Seit 1900 haben sich auch die jährlichen Niederschlagsmengen verändert und um etwa neun Prozent zugenommen. Außerdem treten extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen, Stürme und starke Niederschläge häufiger auf.

Die klimatischen Veränderungen zeigen erste Wirkungen auf die Pflanzen- und Tierwelt. Die Verlängerung der Blütezeit und der Vegetationsperiode geht mit einer Verlängerung der Pollensaison einher. Es gibt quasi keine allergiefreie Zeit mehr. Die Aufenthaltsdauer vieler Zugvögel in Deutschland liegt im Vergleich fast einen Monat über der des Jahres 1970.

Der Klimawandel hat bereits heute direkte und indirekte Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Es ist daher notwendig, den anthropogen verursachten Klimawandel langfristig zur Treibhausgasneutralität zu führen und, wo die Auswirkungen unvermeidbar sind, Anpassungsmaßnamen auf den Gebieten der Gesundheitsversorgung und -vorsorge, der Stadt- und Gebäudeplanung und im individuellen Verhalten zu treffen.

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Deutschland ist Vorreiter in der internationalen Klimaschutzpolitik

Für die Umweltpolitik ist der Klimawandel eine relativ neue Herausforderung und zugleich eine globale Aufgabe. Es muss alles unternommen werden, um das Ausmaß des Klimawandels zu begrenzen und die Anpassung an die unabwendbaren Folgen zu ermöglichen. Deutschland hat eine Vorreiterrolle sowohl beim Klimaschutz, zuletzt im Dezember 2015 während der Vertragsstaatenkonferenz (COP 21) der UN-Klimarahmenkonvention in Paris, als auch bei der gesundheitlichen Anpassung in der WHO-Region Europa.

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Aktivitäten der Bundesregierung

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit arbeitet auf dem Gebiet der gesundheitlichen Anpassung an die Folgen des Klimawandels eng mit dem Bundesgesundheitsministerium, dem Bundeslandwirtschaftsministerium und der Weltgesundheitsorganisation zusammen. Zum Schutz unserer Bevölkerung

  • richten wir Frühwarnsysteme wie das Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes ein,
  • überwachen wir die Ausbreitung von Vektoren für Krankheitserreger und von allergenen Pflanzen Polleninformationsdienst (PID),
  • bilden wir das Personal im Gesundheitswesen fort und stimmen Stadt- und Landschaftsplanung auf die neuen Bedingungen ab.

Darüber hinaus werden unsere Bürgerinnen und Bürger

  • über die gesundheitlichen Gefahren des Klimawandels aufgeklärt und
  • Möglichkeiten der individuellen Anpassung aufgezeigt.

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Die Deutsche Anpassungsstrategie

Im Dezember 2008 hat das Bundeskabinett die Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel verabschiedet, in der die menschliche Gesundheit eine zentrale Position einnimmt. Die Bundesregierung wird bis Ende März 2011 einen gemeinsam mit den Ländern erarbeiteten "Aktionsplan Anpassung" vorlegen, in welchem die Deutsche Anpassungsstrategie weiterentwickelt und die nächsten Schritte benannt werden.

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Was kann ich selbst tun?

Klimaschutz hängt eng mit Energieeinsparung zusammen. Daher sind folgende Maßnahmen sinnvoll:

  • Bevorzugung langlebiger energieeffizienterer Produkte
  • Bevorzugung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sowie von Bahn und Bus bei längeren Distanzen
  • Bevorzugung des Fahrrads bzw. zu Fuß gehen und das Auto auch mal stehen lassen
  • Bevorzugung des Einsatzes Erneuerbarer Energien wo möglich
  • Bevorzugung regionaler und saisonaler Produkte
  • Bevorzugung fleischreduzierter Kost.

Die gesundheitliche Anpassung an die Folgen des anthropogen verursachten Klimawandels stellen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten die Menschen vor erhebliche Herausforderungen. Es gilt, sich zum Beispiel gegen Hitze und UV-Strahlung zu schützen. Es ist ratsam:

  • Vermehrt Flüssigkeiten während einer Hitzewelle aufzunehmen. Die sonst normale Menge reicht bei Hitze nicht aus!
  • Besonders geeignet sind mineralstoffhaltige Getränke wie Mineralwasser, Tee oder Fruchtsaftschorlen aber auch einfach Leitungswasser. Aber: kein Alkohol und keine eiskalten Getränke
  • Bereits vorhandene Warnsysteme bei Hitze (DWD) oder bei hoher UV-Strahlung (BfS) zu nutzen
  • Sport und anstrengende Tätigkeiten nach Möglichkeit nur morgens und abends, wenn es kühler ist, durchzuführen
  • Sich mittags besser im Schatten oder in kühlen Räumen aufzuhalten
  • Nachts und morgens Fenster zum Lüften ganz zu öffnen
  • Räume tagsüber mit Vorhängen und/oder Rollläden abzudunkeln
  • Besonders gefährdeten Personen, wie alten Menschen, Kranken und Kindern, behilflich zu sein: Sie können sich oft nicht selbst helfen.
  • Auf angemessenen Schutz vor ultravioletter Strahlung (UV-Strahlung) zu achten. Der beste Sonnenschutz sind geeignete Kleidung, Sonnenhut und Sonnenbrille. Was nicht mit Kleidung bedeckt ist, muss gut mit Sonnencreme eingerieben werden.

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Zuletzt geändert: 04.05.2016