Unverbindliche Richtwerte

Mit dem Inkrafttreten der EU-Höchstgehaltregelung für Schwermetalle in verschiedenen Lebensmitteln zum 5. April 2002 - gemäß Verordnung (EG) 466/2001 -, abgelöst durch Verordnung (EG) 1881/2006, sind die vom ehemaligen Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) zuletzt 1997 herausgegebenen unverbindlichen Richtwerte für den Gehalt von Blei und Cadmium in verschiedenen Lebensmitteln teilweise entbehrlich geworden.

Nach einer Stellungnahme des Arbeitskreises Lebensmittelchemischer Sachverständiger der Länder und des BgVV vom März 2001 können die Richtwerte für in Verordnung (EG) 466/2001, heute Verordnung (EG) 1881/2006, nicht geregelte Sachverhalte allerdings weiterhin als Beurteilungsgrundlage dienen, z.B. der Richtwert für Thallium in Obst und Gemüse. Die unverbindlichen Richtwerte des ehemaligen BgVV sollen den für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Länderbehörden sowie den Lebensmittelerzeugern und Lebensmittelvermarktern aufzeigen, ab welcher Höhe unerwünschte Schadstoffkonzentrationen in Lebensmitteln vorliegen. So sollte der Herstellerbetrieb bei doppelter Richtwertüberschreitung angehalten werden, nach den Ursachen der Kontamination zu suchen und im Rahmen seiner Sorgfaltspflicht Vorkehrungen zu deren Abwendung zu treffen.

Zuletzt geändert: 01.06.2009