EU-Höchstgehalte für Blei in Lebensmitteln

Am 26. Juni 2015 wurde nach etwa fünfjähriger Expertenberatung die "Verordnung (EU) 2015/1005 der Kommission vom 25. Juni 2015 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 bezüglich der Höchstgehalte für Blei in bestimmten Lebensmitteln" im EU-Amtsblatt veröffentlicht. Die neuen Höchstgehalte gelten EU-weit seit dem 1. Januar 2016.

Die neue europäische Höchstgehaltregelung für gesundheitsschädliches Blei in Lebensmitteln ist eine weitere Verbesserung des europäischen Verbraucherschutzes. Hierzu zählen unter anderem die Absenkung des Höchstgehalts für Blei in Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung um 50 Prozent bis etwa 70 Prozent sowie die erstmalige Festsetzung eines Höchstgehalts für Beikost sowie Getränke für Säuglinge und Kleinkinder. Dadurch wird für die hoch-vulnerablen Bevölkerungsgruppen der Säuglinge und Kleinkinder ein höheres Schutzniveau gewährleistet. In Deutschland erhältliche Säuglings- und Kleinkindernahrung ist seit langem nur sehr gering mit Blei belastet, was vermutlich insbesondere auf die Verwendung bleiarmer Rohstoffe im Zuge des Produktionsprozesses zurückgeführt werden kann. Untersuchungsergebnisse aus den Jahren 2000 bis 2002 sowie 2013 und 2014 belegen dies. Weiterhin wurde erstmals ein Höchstgehalt für Blei in Honig festgesetzt. Die neue Regelung führt dazu, dass künftig in der gesamten Europäischen Union und auch für Importwaren aus Drittstaaten neue ehrgeizige Höchstgehalte gelten.

Zuletzt geändert: 22.07.2015