Gesundheitliche Bewertung von Blei, Cadmium und Quecksilber

Blei schädigt in erster Linie das Zentralnervensystem und damit die Hirnfunktion, es kann aber auch das Hormonsystem beeinflussen. Besonders empfindlich reagieren Kinder im Mutterleib sowie Säuglinge und Kleinkinder. Da bei Analyse von Wirkungs-Dosis-Beziehungen kein Schwellenwert ermittelt werden konnte, bei dem keine negativen gesundheitlichen Effekte mehr auftreten, hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit im Jahr 2010 den bis dahin geltenden toxikologischen Grenzwert ausgesetzt und folglich keinen neuen toxikologischen Grenzwert abgeleitet.

Cadmium schädigt die Nieren, es wird im Körper aufgrund seiner langen Verweilzeit angereichert. Außerdem wirkt Cadmium Knochen schädigend und beeinflusst das Hormonsystem.

Als toxikologisch wichtigste Quecksilberverbindung gilt das Methylquecksilber. Methylquecksilber kann bei Ungeborenen und Säuglingen die Entwicklung des Nervensystems beeinträchtigen. Deshalb gelten Schwangere und Stillende bzw. Ungeborene und Neugeborene als besonders empfindliche Risikogruppe.

Zuletzt geändert: 17.04.2014