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Stand: 30.09.2013

Feinstaub

Insgesamt haben Verbesserungen in der Anlagetechnik zu einer erheblichen Verminderung des Gesamtstaub-Gehaltes in Deutschland geführt. Allerdings hat sich der Anteil von Feinstaub an der Gesamtstaubfracht deutlich erhöht. Dazu hat in der Vergangenheit unter anderem der steigende Anteil an Dieselfahrzeugen ohne Partikelminderungstechnik beigetragen. Auch die zunehmende Verbrennung von Holz (siehe Kaminöfen) ist ein Problem, dem mit schärferen Grenzwerten in der Novelle der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen - 1. BImSchV begegnet werden soll.

Als Feinstaub (PM10) wird der Staub bezeichnet, dessen Korngröße kleiner als 10 Mikrometer (das sind 10 Millionstel Meter), ist. Welche gesundheitlichen Wirkungen Feinstaub und insbesondere der Ultrafeinstaub (kleiner als 0,1 Mikrometer) hat, ist Gegenstand zahlreicher Forschungsarbeiten im In- und Ausland. Kleinere Staubpartikel können bis in die Lungenbläschen vordringen, von dort in die Blutbahn gelangen und sich im gesamten Körper verteilen. Fest steht, dass hohe Feinstaub-Konzentrationen negative gesundheitliche Folgen für den menschlichen Organismus verursachen. So werden zum Beispiel Atemwegserkrankungen und Herz/Kreislauferkrankungen hervorgerufen. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, Menschen mit geschwächtem Immunsystem, ältere Menschen, Asthmatiker und Menschen mit bestehenden Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislaufproblemen. Die Weltgesundheitsorganisation hat im Juni 2012 solche Staubpartikel, die bei der Verbrennung von Diesel entstehen, als "sicher krebserregend" eingestuft.

Seit 2005 gelten EU-weit Grenzwerte für Feinstaub (PM10). Durch die Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Mai 2008 über Luftqualität und saubere Luft für Europa (Luftqualitätsrichtlinie) wurden diese Grenzwerte bestätigt. Neu geregelt wurde der Zielwert für Feinstaub (PM2,5, d.h. Feinstaub dessen Korngröße kleiner als 2,5 Mikrometer) ist. Dieser Zielwert ist von den Mitgliedstaaten soweit wie möglich einzuhalten. Ab 1. Januar 2015 wird dieser Zielwert zu einem verbindlich einzuhaltenden Grenzwert. Die Regelungen der Luftqualitätsrichtlinie wurden national durch die Verordnung über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen - 39. BImSchV (PDF extern von Juris, 204 KB) umgesetzt.

Der festgelegte Tagesmittelgrenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter, der an maximal 35 Tagen im Kalenderjahr überschritten werden darf, wird aufgrund der ergriffenen Maßnahmen nur noch in einzelnen Gebieten mit besonders hohem Verkehrsaufkommen überschritten.
Die Einrichtung von Umweltzonen, in die emissionsarme Fahrzeuge mit Plakette fahren dürfen, trägt mit dazu bei, die Grenzwerte für Feinstaub einzuhalten. Die Umweltzonen sind Teil der Luftreinhaltepläne der Länder. Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Maßnahmen, die von der energetischen Gebäudesanierung bis hin zur Förderung von großtechnischen Investitionen der gewerblichen Wirtschaft zur Feinstaubreduzierung im Rahmen des BMUB-Umweltinnovationsprogramms reichen.

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