Sommersmog

Sommersmog ist ein Schadstoffgemisch aus einer Vielzahl von Photooxidantien, das sich vor allem bei sonnigen Wetterlagen in Bodennähe bildet. Diese Schadstoffe entstehen unter dem Einfluss starker Sonneneinstrahlung aus verschiedenen Vorläufersubstanzen im unteren Abschnitt der Atmosphäre. Zu ihnen gehören in erster Linie Stickstoffoxide und flüchtige organische Kohlenwasserstoffe. Die Leitsubstanz für Sommersmog ist Ozon. Diese spielt in der Erdatmosphäre eine Doppelrolle: In Bodennähe wirkt Ozon als starkes Reizgas, in Luftschichten oberhalb von zehn Kilometern (Stratosphäre) hat Ozon die lebenswichtige Funktion eines Filters (Ozonschicht) zum Schutz gegen die schädlichen UV-Wellen der Solarstrahlung.

Erhöhte Ozonkonzentration in der Luft führt häufig zu Reizerscheinungen der Augen, Atemwege und Schleimhäute und schränkt insbesondere die körperliche Leistungsfähigkeit ein. Aber nicht nur Menschen leiden unter Sommersmog auch Flora und Fauna sind von seiner schädlichen Wirkung betroffen. Dies kann zu Ernteverlusten bis hin zu schwerwiegenden Veränderungen in Ökosystemen führen.

Die Ozonspitzenkonzentrationen haben in den vergangenen Jahren im Vergleich zu früheren Jahren deutlich abgenommen. Dies führt dazu, dass es heute in Deutschland keinen Sommersmog mehr gibt. Gründe hierfür sind unter anderem die Erfolge bei der Verringerung der Emissionen von Stickstoffoxiden (unter anderem aus Industrieanlagen, Kraftwerken und dem Straßenverkehr) und flüchtigen Kohlenwasserstoffen als Vorläufersubstanzen von Ozon. So hat bei Kraftfahrzeugen die sukzessive Verschärfung der Emissionsgrenzwerte im Rahmen der europäischen Abgasstufen zu einer deutlichen Verringerung der Stickstoffoxidemissionen und der Emissionen von Kohlenwasserstoffen geführt.

Zur Verringerung der Jahresmittelkonzentrationen von bodennahem Ozon sind die Emissionen der Vorläufersubstanzen über die ergriffenen Maßnahmen hinaus weiter zu verringern.

Zuletzt geändert: 30.09.2013