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Stickstoffoxide

Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) werden aus dem Verkehr, Kraftwerken, Industrieanlagen und Gebäudeheizungen emittiert. Die Emissionen aus diesen Quellen konnten durch Verbesserungen der Verbrennungsprozesse, Katalysatoren und Einführung der Rauchgasreinigung stark reduziert werden. NOX ist der allgemeine Sammelbegriff für diverse gasförmige Verbindungen, die sich aus den Atomen Sauerstoff (O) und Stickstoff (N) zusammensetzen. In der Außenluft sind NOX an der Bildung von Feinstaub und bodennahem Ozon beteiligt. Hohe NO2–Konzentrationen in Innenstädten sind vor allem bedingt durch die Emissionen des Straßenverkehrs, im Wesentlichen von Dieselfahrzeugen.

NO2 ist in geringen Konzentrationen kaum wahrnehmbar. Es führt unter anderem kurzfristig zu Reizungen der Atemwege. Langandauernde Exposition kann zu Beeinträchtigung der Lungenfunktion und zu chronischen Herz-Kreislauferkrankungen führen.

Seit 2010 gelten EU-weit Grenzwerte für NO2, unter anderem ein Grenzwert für den Jahresmittelwert. Die entsprechenden Regelungen der Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Mai 2008 über Luftqualität und saubere Luft für Europa (Luftqualitätsrichtlinie) werden national durch die  Verordnung über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen umgesetzt. An einer Vielzahl von verkehrsnahen Messstellen in Innenstädten treten trotz der im Rahmen der Luftreinhalteplanung bereits ergriffenen Maßnahmen noch Überschreitungen des Jahresmittelgrenzwerts auf. Daher müssen dringend weitere Anstrengungen zur Verringerung der NO2-Belastung unternommen werden.

Zuletzt geändert: 02.05.2017