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Tipps zum Stromsparen – für das Klima und den Geldbeutel

Viele Ideen für eine gute Sache

Wir alle verbrauchen Strom. Und kennen den einen oder anderen kleinen Trick, um Strom zu sparen. Warum nicht viele Tricks zusammennehmen und gemeinsam anwenden? So wie es Lissy, Felix und Paul in ihrer Stromspar-WG tun. Sie zeigen sich gegenseitig, wie man Energie sparen, die Stromkosten senken und die Umwelt schonen kann. Hier stellen sie ihre Tipps & Tricks vor.

1. Aller Anfang ist leicht

Das ABC des Stromsparens

Im Haushalt verbrauchen Elektrogeräte wie Waschmaschine, Kühlschrank, Backofen, Fernseher oder PC rund die Hälfte des Stroms. Darum beim Neukauf immer auch auf den Energieverbrauch achten! Das EU-Energielabel hilft dabei: Es zeigt die Energieeffizienz mit Farbbalken an. Der oberste Balken steht für die sparsamsten Geräte der jeweiligen Produktgruppe – zum Beispiel A+++ bei Waschmaschinen. Zusätzlich sollte man den angegebenen Jahresstromerbrauch in Kilowattstunden (kWh) vergleichen. Empfehlungen für energiesparende Geräte findet man beispielsweise unter www.ecotopten.de, www.blauer-engel-produktwelt.de oder in den Tests der Stiftung Warentest unter www.test.de.

Bye-bye zu Stand-by

Sie brummen, leuchten, strahlen Wärme ab – obwohl sie eigentlich aus sind? Dann ziehen manche Geräte wie etwa Computer, Deckenfluter oder Espressomaschine immer noch Strom. Und das nicht zu knapp. Das beste Gegenmittel ist eine schaltbare Steckerleiste. Mit einem Fingerdruck wird die Stromzufuhr ausgeknipst – und das gleich für mehrere Geräte auf einmal. Steckdosenleisten gibt es schon für unter zehn Euro, sogar mit Funksteuerung für schwer zugängliche Stecker. Damit dreht man auch den besonders heimtückischen Stromfressern den Saft ab: Oft verbrauchen zum Beispiel PCs auch nach dem Herunterfahren Strom, obwohl gar kein Lämpchen leuchtet.

Auf Sparautomatik schalten

Alle Stand-by-Geräte einzeln ausschalten ist zu mühsam? Dann die Arbeit einfach jemand anderen machen lassen: eine sogenannte Master-Slave-Steckdosenleiste. Sie eignet sich, wenn mehrere Geräte zusammengeschlossen sind. Zum Beispiel Computer, Modem und Drucker. Oder Fernseher, Receiver und DVD-Spieler. Die Steckdosenleiste macht das eingesteckte Hauptgerät zum Master, der beim Ausschalten alle mit angeschlossenen Geräte (Slaves) vom Stromnetz trennt. Schon für 45 Euro bekommt man drei Master-Slave-Steckdosenleisten. Je nach Geräteausstattung und -nutzung kann ein Zwei-Personen-Haushalt damit pro Jahr Stand-by-Kosten in Höhe von rund 140 Euro sparen.

Nur nicht verladen lassen

Wer weiß schon, dass die Ladegeräte von Handy, Laptop oder Kamera auch Strom verbrauchen, wenn sie nicht laden? Man merkt es an der Wärme oder an einem ständigen Brummen des Geräts. Also immer den Netzstecker ziehen, sobald der Akku voll ist. Denn auch wenn die Ladegeräte im Ruhezustand nur wenig Strom aufnehmen, kommen in einem Jahr mit 8.760 Stunden einige Kilowattstunden zusammen.

Dem Stromverbrauch heimleuchten

Wenn Lampen im Schnitt täglich eine Stunde oder länger leuchten, machen sich moderne Leuchtmittel schnell bezahlt. Zuallererst bei diesen Lampen sollte man die Glüh- oder Halogenlampen gegen sparsame Energiespar- oder LED-Lampen austauschen. So bleiben die Anschaffungskosten überschaubar, und man spart trotzdem spürbar Strom. Ein Zwei-Personen-Haushalt kann durch Austausch ineffizienter Leuchtmittel pro Jahr rund 80 Euro Stromkosten sparen. Außerdem leuchten effiziente Lampen oft mehr als zehnmal länger als die alten Glühlampen. Energiesparlampen und LEDs gibt es in vielen Formen und Lichtfarben, zum Beispiel in Warmweiß.

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2. So wird der Stromverbrauch klein gekocht

Stromverbrauch deckeln

Zu jedem Topf gibt es einen Deckel? Gut so, denn mit passendem Deckel kocht oder brät man deutlich schneller. Und sparsamer: Sind Topf oder Pfanne verschlossen, kann auf einer niedrigeren Stufe gegart werden, und der Elektroherd benötigt bis zu 30 Prozent weniger Strom. Wer pro Tag etwa eineinhalb Liter Flüssigkeit erhitzt, spart so rund 60 Euro im Jahr. Besonders sparsam kocht man übrigens mit einem Schnellkochtopf. Durch die verkürzte Garzeit reduziert sich der Stromverbrauch des Elektroherds um bis zu 50 Prozent. Noch ein Tipp: Töpfe und Pfannen immer passend zur Herdplatte auswählen! Ist die Platte größer als der Topf, gehen bis zu 20 Prozent der erzeugten Wärme ungenutzt verloren. Und man verbraucht entsprechend mehr Strom.

Hitzköpfe verbrauchen mehr

„In den vorgeheizten Backofen geben …“: Das steht häufig in Rezepten oder auf Verpackungen. Doch oft ist das Vorheizen gar nicht notwendig. In der Regel reicht es aus, den Backofen erst anzuschalten, wenn Auflauf, Pizza oder Kuchen hineinkommen. Die Garzeiten sind dann zwar etwas länger als angegeben. Aber man spart bis zu 20 Prozent Strom. Und wenn man den Backofen oder auch die Elektroherdplatten schon etwa 10 bis 15 Minuten vor dem Ende der Garzeit abstellt, sind bis zu einem Viertel weniger Verbrauch drin. Die im Gerät gespeicherte Restwärme reicht oft aus, um das Gericht fertig zu backen oder zu garen.

Energiesparen liegt in der Luft

Steht in der Küche vielleicht ein Umluft-Backofen? Damit kann bei jedem Backen Energie gespart werden. Im Umluftbetrieb ist der Stromverbrauch eines Backofens fast immer geringer, als wenn man mit Ober- und Unterhitze backt. Denn mit Umluft kann die Ofentemperatur bei gleicher Backdauer um 20 Grad Celsius niedriger gewählt werden. Und weniger Hitze bedeutet auch weniger Stromverbrauch. Noch ein Tipp: Zum Brötchen-Aufbacken am besten einen Toaster mit Brötchenaufsatz nutzen. Das spart 70 Prozent Strom im Vergleich zum Aufbacken im Ofen.

Ausgekochte Spar-Experten

Wasserkocher sind echte Spezialisten. Sie kochen zwar auch nur mit Wasser, benötigen im Vergleich zu einem Elektroherd aber nur die Hälfte an Strom, um die gleiche Wassermenge zu erhitzen. Der Spareffekt ist gegenüber einem Herd mit Gussplatten besonders groß, er macht sich aber auch gegenüber Glaskeramik-Kochfeldern bemerkbar. Sinnvollerweise befüllt man den Wasserkocher nur mit der Wassermenge, die tatsächlich gebraucht wird. Wasserkocher gibt es schon für weniger als 20 Euro. Übrigens: Auch ein elektrischer Eierkocher verbraucht nur halb so viel Energie gegenüber dem Kochen von Eiern im Topf.

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3. Der Sparvorat liegt im Kühlschrank

Auf kühle Nachbarschaft

Kühl- und Gefriergeräte verbrauchen etwa 16 Prozent des Stroms im Haushalt. Wer Strom sparen will, sollte sie nicht neben Herd oder Heizung aufstellen, sondern möglichst kühl. Dabei auch auf eine gute Belüftung der Geräterückseite achten. Und auf die Einstellung: Um Lebensmittel und Getränke zu kühlen, sind sieben Grad Celsius Kühlschranktemperatur genug, bei Gefriergeräten minus 18 Grad. Jedes Grad kälter kostet rund zehn Prozent mehr Strom. Leicht Verderbliches wie Fleisch oder Fisch gehören ins unterste Fach, das immer am kältesten ist. Ein Thermometer zum Prüfen und Einstellen der Temperatur gibt es schon für weniger als zehn Euro.

Da schmilzt der Stromverbauch dahin

Regelmäßiges Abtauen des Kühlschranks oder Gefriergeräts spart Strom. Schon eine Eisschicht von nur fünf Millimetern erhöht den Stromverbrauch um bis zu 30 Prozent. Bester Zeitpunkt fürs Abtauen: kalte Wintertage, da kann Tiefgekühltes vorübergehend im Freien gelagert werden.

Tschüss, alte Kühltruhe

Steht irgendwo im Haus vielleicht noch eine alte Kühltruhe, die keiner mehr nutzt? Oder die völlig veraltet ist? Oder viel zu groß? Oft laufen solche Geräte unbemerkt weiter und treiben die Stromrechnung hoch. Da lohnt sich die Frage: Wie viele Kühl- und Gefriermöglichkeiten brauche ich eigentlich? Unnötige Geräte sollte man lieber abschalten oder fachgerecht  entsorgen. Das Abschalten einer alten überdimensionierten Gefriertruhe kann im Jahr bis zu 600 Kilowattstunden Strom und damit mehr als 170 Euro sparen.

Stromfressern die kalte Schulter zeigen

Ist der alte Kühlschrank oder die alte Kühltruhe ein Stromfresser? Einfach mal den Stromverbrauch mit dem eines effizienten Neugeräts vergleichen. Auch Geräte der ehemals besten Klasse A sehen gegenüber modernen A+++-Geräten alt aus, denn seit Juli 2012 müssen Neugeräte mindestens die Effizienzklasse A+ erfüllen. Oft sind sogar noch Uralt-Geräte der Klassen B, C oder D im Gebrauch. Auch wenn der "Alte" noch funktioniert – der Austausch gegen ein sparsameres Modell lohnt sich. Wird das Neugerät genau nach Bedarf ausgewählt, lässt sich noch mehr sparen. 70 bis 90 Liter Nutzinhalt sind für ein bis zwei Personen meist genug, für einen Mehr-Personen-Haushalt etwa 40 bis 50 Liter pro Person. Ein Zwei-Personen-Haushalt kann durch den Austausch eines Kühlgeräts pro Jahr rund 50 Euro sparen.

So viel sparen kühle Rechner

Natürlich kostet ein Neugerät erst mal Geld. Aber die Investition macht sich über die Jahre bezahlt. Ein Beispiel: Ein Kühlschrank, der bei seiner Anschaffung 450 Euro kostet und rund 320 Kilowattstunden jährlich verbraucht, ist während seiner Lebensdauer teurer als ein Kühlschrank, der zwar 630 Euro kostet, dafür aber nur 150 Kilowattstunden im Jahr verbraucht. Gesamtersparnis über zehn Jahre: rund 310 Euro!

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4. Diese Spartipps haben sich gewaschen

Keine halben Sachen

Wer in die Vollen geht, muss weniger oft waschen. Und mit jedem Waschgang, den man sich spart, spart man auch Strom, Abwasser und Waschmittel. Darum die Waschmaschine möglichst immer bis zur maximalen Zuladung mit Wäsche füllen. Moderne Maschinen haben zwar eine Mengenautomatik, bei halber Beladung verbrauchen sie aber zum Teil deutlich mehr als die Hälfte an Waschmittel, Wasser und Strom. Alte Waschmaschinen sollte man sowieso immer erst einschalten, wenn sie wirklich voll sind. Übrigens sind auch Spülmaschinen dafür gebaut, ganz vollgeladen zu werden – um weniger häufig zu laufen und weniger Strom zu verbrauchen.

Cooler waschen

Moderne Waschmittel waschen auch bei niedrigen Temperaturen sauber. Auf Kochwäschen mit 90 Grad Celsius kann man so gut wie ganz verzichten. Selbst bei stark verschmutzter Wäsche genügen 60 Grad, um die Wäsche sauber zu bekommen. Im Normalfall sind 30 oder 40 Grad Waschtemperatur ausreichend. Das schont nicht nur die Lieblingsklamotten, sondern auch die Haushaltskasse. Wer mit 40 statt 60 Grad wäscht, spart bis zu 50 Prozent an Strom. Und 30 statt 60 Grad verbrauchen gleich etwa zwei Drittel weniger Strom. Auch die Vorwäsche kann man sich meist sparen. Das bringt noch einmal ein Zehntel weniger Energie- und Waschmittelverbrauch.

Der sparsamste Trockner ist die Sonne

Wind und Sonne trocknen Wäsche schnell und kostenlos. Wer an der frischen Luft oder in gut belüfteten Räumen Platz für Wäscheständer, -spinne oder -leine hat, kann sich zusätzlichen Stromverbrauch ganz sparen. Eine Trocknerladung verbraucht etwa dreimal so viel Strom wie eine Waschladung und kostet rund 90 Cent. Besonders Wäschetrockner der ineffizienten Klassen B und C sollte man möglichst selten einsetzen. Oder am besten ganz ersetzen. Wie beim Waschen gilt auch bei Trocknern: Lieber einmal voll beladen als zweimal nur zur Hälfte. Und die Wäsche vorher möglichst mit der höchsten Drehzahl schleudern. Dann benötigt der Trockner weniger Strom.

Hier ist Energiesparen Programm

So gut wie jede neue Wasch- und Geschirrspülmaschine hat heutzutage ein Spar- oder Ökoprogramm. Damit laufen sie am sparsamsten. Die Programme brauchen zwar länger, weil eine längere Einweichzeit nötig ist, um den Schmutz zu entfernen. Dabei reduziert sich der Strom- und Wasserverbrauch gegenüber dem Normalprogramm jedoch spürbar. Kurz- oder Schnellprogramme sind übrigens nicht energiesparend – sie verbrauchen häufig wesentlich mehr Energie und Wasser als ein Normal- oder Sparprogramm.

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5. PC hochfahren, Verbrauch runterfahren

Der PC spart im Schlaf

Ein Leben ohne Computer? Nicht mehr vorstellbar! Kein Wunder also, dass PC, Kommunikations- und Unterhaltungselektronik bei unserem Stromverbrauch einen immer größeren Anteil einnehmen. Ein Viertel ist es mittlerweile in einem Durchschnittshaushalt. Ein paar einfache Kniffe helfen, Strom zu sparen. Zum Beispiel der Energiesparmodus. Damit kann man individuell einstellen, wann der PC seine Helligkeit verringern oder in den Ruhezustand wechseln soll. Optimal eingestellt, lassen sich so bis zu 90 Prozent Strom sparen. Und Laptops kommen mit einer Akkuladung länger aus. Je nach Ausstattung und Nutzung spart das pro Jahr bis zu 60 Euro Stromkosten.

Nach dem Surfen: abschalten

Wenn der Computer ausgeschaltet ist, was ist dann mit Modem, Router, Splitter & Co.? Hängen sie ständig am Stromnetz, können sie so viel Strom wie ein moderner Kühlschrank verbrauchen. Daher nach dem Surfen möglichst alle mit dem PC verbundenen Geräte vom Netz trennen. Sollte das nicht gehen, weil Internet und Telefon verknüpft sind, lassen sich meist einzelne Funktionen wie das WLAN deaktivieren. Je nach Geräte-Typen und Nutzung bleiben 20 bis 40 Euro mehr in der Haushaltskasse, wenn die Geräte wirklich aus sind, sobald sie nicht mehr genutzt werden. Übrigens: Eine einzige Suche mit herkömmlichen Internet-Suchmaschinen verbraucht so viel Strom wie eine Vier-Watt-Energiesparlampe in einer Stunde.

Computer abrüsten

Niemand will in zu großen Schuhen herumlaufen. Aber bei Computern greift man oft zu Modellen, die völlig überdimensioniert sind. Für Textverarbeitung, Internet und E-Mails muss es kein Hochleistungsrechner sein. Ein sparsamer Multimedia-PC verbraucht pro Jahr fast 90 Prozent weniger Strom als ein großer PC für komplexe Spiele. So können leicht rund 200 Euro pro Jahr gespart werden. Und ein Laptop ist nicht nur platzsparend, sondern verbraucht auch weniger Energie. Bei vergleichbarer Ausstattung und Leistung begnügt sich ein Laptop durchschnittlich mit rund 70 Prozent weniger Strom als ein Desktop-PC mit Bildschirm.

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6. Fernseher umschalten - auf Stromsparen

Nicht blenden lassen

Fernseher werden immer flacher. Und immer größer. Leider wächst mit der Größe in der Regel auch der Stromverbrauch. Gerade bei großen Geräten kann man mit etwas weniger Helligkeit und Kontrast Strom sparen, ohne auf ein gutes Bild verzichten zu müssen. Denn bei diesen Geräten können Helligkeit und Kontrast unnötig hoch eingestellt sein. Das gilt übrigens genauso für Computerbildschirme. Viele Fernseher haben extra eine Homemode- oder Stromspar-Einstellung.

Großer Fernseher, großer Stromhunger

Kleine TV-Geräte verbrauchen meist weniger als große. Ein Beispiel: Wer statt eines 127 Zentimeter großen Plasma-Fernsehers mit einem Jahresstromverbrauch von 190 Kilowattstunden lieber einen LCD-Fernseher mit 80 Zentimetern Bildschirmdiagonale und 44 Kilowattstunden kauft, kann jährlich rund 42 Euro Stromkosten sparen. Aber wie groß der neue Fernseher auch sein soll – vor dem Kauf lohnt es sich auf jeden Fall, den Stromverbrauch der Geräte genau zu vergleichen. So verbraucht ein großes durchschnittliches TV-Flachbild-Gerät mit 140 Zentimetern Bildschirmdiagonale etwa 178 Kilowattstunden pro Jahr, ein besonders stromsparendes aber nur 93 Kilowattstunden. Ersparnis pro Jahr: rund 25 Euro.

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7. Wo der Strom baden geht

Tuning für die heiße Dusche

Wie wird eigentlich das Wasser warm? Leider oft mit Strom, etwa über einen Warmwasserspeicher oder einen Durchlauferhitzer. Das ist teuer. Umso mehr lohnt es sich, hier zu sparen. Ein wassersparender Duschkopf kostet nur rund 25 Euro, bringt aber eine Menge. Er mischt Luft ins Wasser oder hat kleinere Öffnungen. Das Ergebnis: Der Wasserstrahl fühlt sich genauso kräftig an, man braucht aber weniger Warmwasser. Ein Zwei-Personen-Haushalt kann so jährlich bis zu 130 Euro sparen. Dieser Trick funktioniert auch bei normalen Wasserhähnen. Hier einfach einen Durchflussbegrenzer auf die Armatur schrauben. Solche Strahlregler kosten nur wenige Euro und lohnen sich auch bei einer Wassererwärmung mit Gas oder Öl.

Nachts sind alle Wasser kalt

Dieser klobige Kasten mit dem kleinen Lämpchen unter dem Waschbecken – das ist ein elektrisch beheizter Warmwasserspeicher. Und sogar damit kann man Strom sparen. Zuerst sollte man ausprobieren, ob das Wasser nicht auch bei einer niedriger eingestellten Stufe noch warm genug ist. Dann lohnt es sich zu überlegen, ob man wirklich ständig warmes Wasser braucht. Warum den Warmwasserspeicher im Bad nicht nachts ganz ausschalten, um Strom und Geld zu sparen? Oder während des Urlaubs? Mit einer Zeitschaltuhr geht das Aus- und wieder Einschalten ganz automatisch. Und Zeitschaltuhren gibt es schon ab fünf Euro.

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8. Weniger Strom in die Heizung pumpen

Damit warm nicht arm macht

Was viele nicht wissen: Auch Öl- und Gasheizungen verbrauchen Strom. Elektrische Pumpen sorgen dafür, dass das warme Wasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern und den Wasserstellen gelangt. Viele alte Pumpen laufen dabei rund um die Uhr. Auch dann, wenn nicht geheizt oder kein warmes Wasser entnommen wird. Moderne, intelligente Heizungspumpen dagegen schalten sich nur ein, wenn sie gebraucht werden. Das spart bis zu 70 Prozent Strom. Außerdem lassen sich moderne Pumpen individuell einstellen. Bei Heizungspumpen kann die zum Gebäude passende Leistungsstufe gewählt werden, und bei Warmwasser-Zirkulationspumpen können die Betriebszeiten geregelt werden. Die Pumpen einstellen ist allerdings eher etwas für Fachleute. Statt selbst Hand anzulegen, sollte man lieber bei der nächsten Gelegenheit die Wartungsfirma oder den Hausmeister fragen, ob die Pumpe optimal eingestellt ist oder ob sie vielleicht ausgetauscht werden kann.

9. So lässt sich noch mehr sparen

Heimliche Stromfresser aufspüren

Welches Gerät verbraucht wann wie viel Strom? Ein Strommessgerät kommt den großen und den heimlichen Stromverbrauchern auf die Schliche. Auch solchen Geräten, die sogar nach dem Abschalten noch Strom ziehen. Strom- oder Energiekostenmessgeräte kann man sich beim örtlichen Stromversorger ausleihen. Oder schon für unter 20 Euro kaufen. Wer wissen will, ob der eigene Stromverbrauch eher hoch, durchschnittlich oder schon besonders sparsam ist, kann sich mit anderen Haushalten vergleichen: beim Stromcheck unter
www.die-stromsparinitiative.de

Teurer Strom kriegt Hausverbot

Spart zwar keinen Strom, aber Geld: ein Tarifvergleich bei verschiedenen Stromanbietern. Die Strompreise unterscheiden sich nicht nur zwischen den Anbietern erheblich, sondern viele Anbieter haben auch noch unterschiedliche Tarife. Meist ist der Basistarif, den man seit Jahren an denselben Grundversorger zahlt, nicht mehr das günstigste Angebot. Tarifrechner im Internet helfen beim Vergleichen. Auch zertifizierter Ökostrom kann günstiger sein als der Basistarif des alten Grundversorgers. Hier lassen sich leicht etliche Euro pro Jahr sparen. Und ein Wechsel kostet höchstens Briefporto. Das gesparte Geld kann man gut für weitere Energiesparmaßnahmen einsetzen.

Hier wird man schlauer

Weitere Tipps und Anregungen zum Energiesparen findet man im Internet. Zum Beispiel einen ersten Überblick über besonders effiziente Elektrogeräte. Ruhig öfter mal vorbeisurfen – durch neue Technik gibt es ständig neue Stromsparideen.

www.die-stromsparinitiative.de: Tipps und Beratungsangebote rund ums Stromsparen.

www.ecotopten.de: Viele stromsparende Produkte, die auch bei Qualität und Produktionsprozess überzeugen.

www.blauer-engel-produktwelt.de: Produkte, die mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel" ausgezeichnet sind.

www.stromeffizienz.de: Tipps zum Stromsparen, Stromverbrauchsrechner und Hintergrundinformationen

www.energieagentur.nrw.de: Tipps, Beratungsangebote und Fördermöglichkeiten für Energiesparer

www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien: UBA-Broschüre  "Computer, Internet & Co. Geld sparen und Klima schützen"

Zuletzt geändert: 01.02.2013

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