Grüner Klimafonds

Die 17. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) in Durban legte im Dezember 2011 die Grundlage für den Aufbau des Grünen Klimafonds (Green Climate Fund, GCF). Der Fonds soll Maßnahmen zur Emissionsreduzierung und Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungs- und Schwellenländern finanzieren. Dafür soll bis 2020 jährlich ein zweistelliger Milliardenbetrag zur Verfügung stehen. Ab 2020 haben sich die Industrieländer verpflichtet, jährlich 100 Milliarden US-Dollar zu mobilisieren. Der Fonds soll dann einen erheblichen Teil dieser Mittel verwalten.

Die Geschäfte des Fonds werden übergangsweise von einem Sekretariat geführt, das von UNFCCC und der Globalen Umweltfazilität (Global Environment Facility, GEF) getragen wird. Das Interimssekretariat wurde in den Räumlichkeiten des UNFCCC-Sekretariats in Bonn eingerichtet.

Geschäftsführendes Organ des Fonds ist das Direktorium (Board). Es besteht aus 24 Mitgliedern, 12 Mitgliedern aus Industrie- und 12 Mitgliedern aus Entwicklungsländern. Im Oktober 2012 hat das Direktorium entschieden, dass die südkoreanische Stadt Songdo Sitz des Fonds werden soll. Diese Entscheidung wurde von der 18. Vertragsstaatenkonferenz, die vom 26. November bis 7. Dezember 2012 in Doha (Katar) tagte, bestätigt.

Deutschland ist Mitglied im Direktorium des GCF und ist als Befürworter des Fonds interessiert daran, dass der Fonds schnellstmöglich seine Arbeit aufnehmen kann.

Auf der Konferenz in Doha wurde beschlossen, dass der Grüne Klimafonds noch in 2013 durch einen strukturierten Auffüllungsverhandlungsprozess und ein faires System bei den Beitragszahlungen angemessen mit Mitteln ausgestattet werden soll. Zukünftig soll ein wesentlicher Teil der multilateralen internationalen Klimafinanzierung über den GCF kanalisiert werden. Dabei soll der Fonds einen innovativen Ansatz verfolgen – eine Kombination aus

  • einem wirksamen Anreizsystem, um durch den zielgerichteten Einsatz der Mittel die notwendigen umfassenden Veränderungen zu kohlenstoffarmer Entwicklung zu befördern,
  • der zusätzlichen Mobilisierung von Mitteln und Akteuren durch eine eigene Privatsektor-Fazilität und
  • der Möglichkeit des direkten Zugangs zu den Mitteln für die Entwicklungsländer, um deren Eigenverantwortung und Steuerung der Prozesse weiter zu stärken.

Zuletzt geändert: 13.03.2013