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Der Internationale Fonds zur Klimaanpassung

Deutschland zahlt 50 Millionen Euro ein

Der Anpassungsfonds ist das einzige multilaterale Klimafinanzierungsinstrument, das vornehmlich Regionen unterstützt, die dem Klimawandel besonders ausgesetzt sind. Die Arbeit des Anpassungsfonds wurde 2015 einer unabhängigen Evaluierung unterzogen und als effizient, wirksam und relevant anerkannt. Anpassungsmaßnahmen sind – trotz des drängenden Bedarfs – bislang unterfinanziert. Laut einer aktuellen OECD-Studie gingen 2014 nur 16 Prozent der internationalen Klimafinanzierung (diese betrug 2014 etwa 60 Milliarden US-Dollar) in den Bereich Anpassung.

Was macht der Anpassungsfonds?

Der Anpassungsfonds (AF) unterstützt Menschen und Regionen, die besonders stark vom Klimawandel betroffen sind. Die Projekte zur Klimaanpassung werden von einem internationalen Aufsichtsgremium, in dem auch Deutschland vertreten ist, bewilligt. Der AF wird von Geber- und Nehmerländern auf Augenhöhe verwaltet und bietet den akkreditierten Projektträgern in den betroffenen Ländern erstmalig direkten Zugang zu Fördermitteln eines multilateralen Fonds.

Mit wie viel Geld?

Der AF hat bisher 51 Projekte mit einem Fördervolumen von 331 Millionen US-Dollar in 54 Ländern auf den Weg gebracht. Weitere Projekte mit einem Fördervolumen von circa 200 Millionen Euro sind in Vorbereitung.Deutschland zahlt 2015 einen zusätzlichen Beitrag von 50 Millionen Euro in den AF ein; auch andere Geber (Schweden, Italien, Belgien) stellen zusätzliche Mittel zur Verfügung. Der Fonds wird aus einer Abgabe gespeist, die auf Projekte im internationalen Kohlenstoffmarkt (Zertifikaten aus dem Clean Development Mechanism) erhoben wird. Die niedrigen Preise auf dem Kohlenstoffmarkt haben jedoch zu einer Unterfinanzierung des Anpassungsfonds geführt. Die Finanzierungslücke wird durch freiwillige Beiträge von Geberstaaten überbrückt.


Stand: 08.12.2015