Sprungnavigation

Von hier aus koennen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:

Inhaltsbereich

zur Sprungnavigation

Novelle der 1. BImSchV

Zusammenstellung der Sanierungsregelungen für Einzelraumfeuerungsanlagen

Seit Inkrafttreten der novellierten 1. BImSchV gelten Übergangsregelungen für Einzelraumfeuerungsanlagen die vor dem 22.03.2010 errichtet wurden, - auch Sanierungsregelungen genannt. Als Einzelraumfeuerungsanlagen für feste Brennstoffe, wie Scheitholz, Holzpellets, o.ä., bezeichnet man Anlagen, die vorrangig der Beheizung des Aufstellraumes dienen, wie z.B. Kamin- oder Kachelöfen. Die Anlagen müssen, damit sie dauerhaft in Betrieb bleiben können, Emissionsgrenzwerte einhalten. Dies lässt sich nachweisen durch:

  • Eine Bescheinigung des Herstellers, dass Grenzwerte für Staub von 150 mg/m3 und für CO von 4 g/m3 auf dem Prüfstand eingehalten werden.

oder

  • Eine Vor-Ort-Messung, bei der Grenzwerte für Staub von 150 mg/m3 und für CO von 4 g/m3 eingehalten werden. 

Bestehende Einzelraumfeuerungsanlagen, die diesen Nachweis erbringen, können zeitlich unbegrenzt weiterbetrieben werden.

Kann der Betreiber den Nachweis nicht erbringen, unterliegen Einzelraumfeuerungsanlagen einem langfristig angelegten Austauschprogramm zwischen Ende 2014 und Ende 2024. Bis dahin sind die Anlagen im Schnitt mehr als 30 Jahre im Betrieb gewesen. Anstelle eines Austausches kann sich der Betreiber auch für die Installation einer bauartzugelassenen Einrichtung zur Reduzierung der Staubemissionen entscheiden. Hierfür steht ebenfalls der langfristig angelegte Zeitraum zwischen Ende 2014 und Ende 2024 zur Verfügung.

Von der Sanierungspflicht gänzlich ausgenommen sind:

  1. Nicht gewerblich genutzte Herde und Backöfen mit einer Nennwärmeleistung unter 15 Kilowatt,
  2. Offene Kamine,
  3. Badeöfen,
  4. Grundöfen, (das sind Einzelraumfeuerungsanlagen als Wärmespeicheröfen (Kachelöfen) aus mineralischen Speichermaterialien, die an Ort und Stelle handwerklich gesetzt werden),
  5. Einzelraumfeuerungsanlagen in Wohneinheiten, deren Wärmeversorgung ausschließlich über diese Anlagen erfolgt,
  6. Kamine und Öfen, die vor 1950 errichtet wurden (historische Öfen).

Über den genauen Zeitpunkt, wann eine Einzelraumfeuerungsanlage nachgerüstet oder ausgetauscht werden muss, werden die Betreiber im Rahmen der ohnehin regelmäßig durchzuführenden Feuerstättenschau vom zuständigen Schornsteinfeger rechtzeitig informiert. Außerdem kann diese Information dem Feuerstättenbescheid entnommen werden.

Zuletzt geändert: 02.12.2016