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Kurzinfo Elektromobilität

Weltweit gibt es heute mehr als 1 Milliarde Kraftfahrzeuge, davon sind über 800 Millionen Pkw. Diese Zahl wird sich voraussichtlich bis spätestens 2030 verdoppeln. Das ist nicht nur für Deutschland, sondern für nahezu alle Industrie- und Schwellenländer mit großen Herausforderungen verbunden: Die verkehrsbedingten Emissionen von CO2, Schadstoffen und Lärm steigen und die Abhängigkeit von Erdölimporten nimmt weiter zu. Maßnahmen zur weiteren Steigerung der Effizienz von Verbrennungsmotoren oder Nutzung nachhaltiger Biokraftstoffe bleiben auch in Zukunft wichtig. Allerdings werden sie allein nicht ausreichen, um unsere Klima- und Umweltschutzziele im Bereich Verkehr zu erreichen. ---BREAK---

Die Elektromobilität kann einen wesentlichen Beitrag leisten, um die Umweltbelastungen des Verkehrs zu mindern. Sie ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer klimafreundlichen, Umwelt und Umfeld schonenden Mobilität. Sie ermöglicht es darüber hinaus, zunehmend heimische, dauerhaft verfügbare Energie aus erneuerbaren Quellen an Stelle des knapper und teurer werdenden Erdöls im Verkehr einzusetzen.

Elektromobilität im Sinne der Bundesregierung umfasst all jene Fahrzeuge, die ihre Energie überwiegend aus dem Stromnetz beziehen, also extern aufladbar sind. Dazu gehören ausschließlich batterie-elektrisch betriebene Fahrzeuge (BEV), Elektrofahrzeuge, die zusätzlich einen kleinen Verbrennungsmotor zur Reichweitenverlängerung besitzen (Range Extender, REEV) und am Stromnetz aufladbare Hybridfahrzeuge (PHEV), in denen sowohl ein E-Motor als auch ein Verbrennungsmotor für den Antrieb sorgen. Die enge auf den Strom als "Treibstoff" bezogene Definition der Elektromobilität wurde aus gutem Grunde gewählt: Denn bei Betrachtung der gesamten Kette von der Energiequelle bis zum Rad bietet die direkte Nutzung von Strom den mit Abstand höchsten Wirkungsgrad und – sofern er aus erneuerbaren Energien stammt – eine signifikante Minderung des CO2-Ausstoßes. Ansonsten verschieben wir die Emissionen einfach vom Auto zu den Kraftwerken (s. Abbildung)

Förderung der Elektromobilität durch die Bundesregierung

Bereits 2007 erklärte die Bundesregierung im Integrierten Energie- und Klimaprogramm die Förderung der Elektromobilität zu einem entscheidenden Baustein für den Klimaschutz. 2009 folgte mit dem "Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität" dann der maßgebliche Handlungsrahmen. Das "Regierungsprogramm Elektromobilität" aus dem Jahr 2011 formulierte schließlich die bis heute maßgebliche Strategie und die zugehörigen Instrumente. Ziel ist, Deutschland zum Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität zu entwickeln. Bis 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren. Bis 2030 sollen es schon sechs Millionen sein. Die vier für Elektromobilität zuständigen Ressorts der Bundesregierung BMWi, BMVI, BMUB und BMBF haben daraufhin die Unterstützung der Elektromobilität intensiviert und fördern unter anderem eine Vielzahl von Modellprojekten und Forschungsvorhaben. Zudem gibt es Steuervergünstigungen für Elektrofahrzeuge.

Neues Elektromobilitätsgesetz

Mit dem unter der Federführung von BMVI und BMUB erarbeiteten und am 12. Juni 2015 in Kraft getreten Elektromobilitäsgesetz (EmoG) wird das Ziel verfolgt, elektrisch betriebenen Fahrzeugen im Straßenverkehr besondere Privilegien einzuräumen zu können, etwa die Zuweisung besonderer Parkplätze an Ladestationen im öffentlichen Raum, die Verringerung oder der Erlass von Parkgebühren sowie die Ausnahme von bestimmten Zufahrtsbeschränkungen. Zu besseren Überprüfbarkeit werden die Fahrzeuge speziell gekennzeichnet (sogenanntes "E-Kennzeichen"). Die Kennzeichnung der Fahrzeuge erfolgt anhand von Umweltkriterien, sodass Nutzer von besonders umweltfreundlichen Autos auch in besonderem Maße profitieren. Konkretisiert wird das Elektromobilitätsgesetz durch die am 26. September 2015 in Kraft getretene 50. Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften. Die Entscheidung über Bevorrechtigungen erfolgt durch die zuständigen Behörden vor Ort.

Zuletzt geändert: 10.02.2016

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