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Stand: 01.06.2009

Erdgasfahrzeuge – eine saubere Alternative

Umweltverträglichkeit und niedriger Spritverbrauch eines Fahrzeugs sind für Autokäufer in Deutschland wichtiger als ein niedriger Anschaffungspreis oder die Motorleistung. Die große Mehrheit der Autofahrer wünscht vor allem saubere Diesel und ist dafür zum Wechsel der Automarke bereit. Das ergab eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrage des Bundesumweltministeriums.

83% der Käufer achten beim Autokauf besonders auf die Umweltverträglichkeit des Wagens. Für 80% spielt besonders ein geringer Ausstoß von krebserregenden Abgasen eine Rolle. Mehr als zwei Drittel (69%) sind sogar bereit, Mehrkosten für einen Rußfilter in Kauf zu nehmen, auch wenn eine steuerliche Förderung bis dahin noch nicht in Kraft getreten ist. 54% würden sogar für den Rußfilter die Automarke wechseln.

Wer auf die steuerliche Förderung des Partikelfilters beim Diesel nicht warten will, wem aber Umwelt und Gesundheit auch beim Autofahren wichtig sind, hat eine saubere und wirtschaftliche Alternative: den Kraftstoff Erdgas. Erdgasfahrzeuge kennen kein Partikelproblem, auch anspruchsvolle Stickoxidwerte werden eingehalten. Die Technik ist ausgereift, sauber, sicher und leise. Und noch dazu kann man sich mit einem Erdgasfahrzeug unabhängiger vom Öl und seinen Preisschwankungen machen. Denn im Rahmen der ökologischen Steuerreform wurde Erdgas als Kraftstoff bis 2020 mineralölsteuerbegünstigt (siehe Grafik zur Entwicklung der Mineralölsteuer für Benzin, Diesel und Erdgas als Kraftstoff). Damit wurde zugleich die von der Wirtschaft geforderte Investitionssicherheit für die breite Markteinführung des Kraftstoffs geschaffen. An der Tankstelle kostet die Füllmenge an Erdgas entsprechend dem Brennwert von 1 Liter Diesel derzeit nur rund 52 Cent. Bei einem Durchschnittsverbrauch von sieben Litern und einer Fahrleistung von 15.000 Kilometern spart ein Autofahrer mit einem Fahrzeug der Mittelklasse nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) allein bei den Kraftstoffkosten mehr als 600 Euro pro Jahr.

Entwicklung der Mineralölsteuer für Benzin, Diesel und Erdgas als Kraftstoffe (Quelle: BMU)

Grafik zum Download (PDF-Datei, 19 KByte)

Wer in naher Zukunft noch klimafreundlicher fahren will: Auch Biomethan als erneuerbarer Kraftstoff lässt sich problemlos tanken und fahren - das hat die Internationale Konferenz für Erneuerbare Energien in Bonn erstmals in Deutschland gezeigt. Der gesamte Fuhrpark tankte Biomethan, das bis mindestens 2009 von der Mineralölsteuer befreit ist und anschließend von der gleichen Steuerbegünstigung bis 2020 profitiert wie Erdgas.

Insbesondere Vielfahrern ist zu empfehlen, beim Kauf eines neuen Autos den Umstieg auf ein Erdgasfahrzeug zu prüfen. Der gegenüber dem Diesel teilweise leicht höhere Kaufpreis ist dann noch schneller wettgemacht. Das Netz der Erdgas-Tankstellen ist inzwischen schon relativ dicht und wächst stetig weiter. Derzeit sind es in Deutschland über 540 - bis Ende 2006 soll es bundesweit mehr als 1000 Tankstellen geben. Außerdem wird auch das Angebot an Serienfahrzeugen immer breiter.

Die Karte mit allen Erdgastankstellen in Deutschland erreichen Sie unter www.erdgas-fahren.de

Erdgas wird inzwischen auch vom ADAC und vom umweltorientierten Verkehrsclub VCD als wirtschaftliche und sparsame Alternative zu Benzin und Diesel empfohlen. Und nicht zuletzt das Bundesumweltministerium setzt mit einem großen Teil seiner Dienstfahrzeugflotte auf Erdgas als Kraftstoff.

Obwohl bereits ausgesprochen umweltfreundlich, werden beim Erdgasfahrzeug längst noch nicht alle Effizienzpotenziale genutzt - sowohl bei der Abgasminderung als auch beim Verbrauch. Die hohe Klopffestigkeit von Erdgas (130 Oktan) ermöglicht deutlich sparsamere Motoren als dies bei Benzin mit vergleichbaren Mitteln möglich ist. Das erschwingliche familienfreundliche Drei-Liter-Auto mit Erdgasantrieb ist machbar. Das haben technische Studien längst bewiesen. Klimaschutz und Autofahrer verlangen danach. Die Autoindustrie sollte auf entsprechende Nachfragen durch ein erweitertes und optimiertes Angebot mit Erdgas betriebener Fahrzeuge zu attraktiven Preisen reagieren.

Das Bundesumweltministerium unterstützt bereits seit Jahren die breite Markteinführung dieses umwelt- und klimafreundlichen Kraftstoffs - etwa im Rahmen einer Kampagne zur konsequenten Markterschließung für Erdgasfahrzeuge, die der BGW gemeinsam mit namhaften Automobilherstellern und Unternehmen der Mineralölwirtschaft ins Leben gerufen hat sowie mit konkreten Projekten wie "Tausend Umwelttaxis für Berlin (TUT)".

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