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Güterverkehr

Die Transportleistung, also das Produkt von Transportgewicht und Wegelänge, des Güterverkehrs in Deutschland wächst seit Jahrzehnten sehr stark und hat sich seit 1960 in etwa verdreifacht. Darin ist der deutsche Anteil am internationalen See- und Luftfrachtverkehr noch nicht einmal berücksichtigt. 2014 lag die Güterverkehrsleistung bei knapp 655 Milliarden Tonnenkilometern. Weiteres kontinuierliches Wachstum wird prognostiziert. Die aktuelle Verflechtungsprognose des Bundesverkehrsministeriums geht von einem weiteren Zuwachs von 38 Prozent bis 2030 aus, bis 2050 könnte sich die Transportleistung gegenüber 2015 sogar verdoppeln.

Im Inlandsverkehr haben allein Straßengüter- und Luftfrachtverkehr seit den 1960er Jahren hinzugewonnen, während Binnenschiff und Eisenbahn an Bedeutung verloren. Heute werden etwa 71 Prozent aller inländischen Transporte auf der Straße erbracht. Dies ist insbesondere aus klimapolitischer Sicht problematisch. Der Straßengüter- und Luftfrachtverkehr sind nach wie vor zu mehr als 90 Prozent von fossilen Energien abhängig. Der Straßengüterverkehr allein ist für etwa 25 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen des Verkehrs verantwortlich. Aufgrund der wachsenden Transportleistung wurden bisherige Effizienzgewinne hinsichtlich der Treibhausgasemissionen immer wieder kompensiert. Daher sind neue Ansätze im Hinblick auf die anspruchsvollen Klimaschutzziele Deutschlands dringend erforderlich. Das Bundesumweltministerium setzt insbesondere auf die Verlagerung von Verkehren auf die energieeffizientere Schiene und mittelfristig auf die neue Energieträgerbasis Elektrizität für den verbleibenden Straßengüterverkehr.

LKW-Maut

Durch eine Differenzierung der Mautsätze nach Fahrleistung und Schadstoffemissionen der Fahrzeuge werden Anreize zur Modernisierung von Fahrzeugen und Optimierten Abläufen in den Unternehmen gesetzt. Im Rahmen der letzten Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes 2014 wurde die Bemautung auf Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen und weitere 1100 Kilometer Bundesstraßen ausgedehnt. Das Bundesumweltministerium setzt sich, auch im Sinne des Verursacherprinzips, für die weitere Ausdehnung der Mautpflicht ein.

Zuletzt geändert: 27.01.2016

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