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Biokraftstoffe

Biokraftstoffe wie Bioethanol oder Biodiesel spielen eine wichtige Rolle beim Klimaschutz und bei der Energieversorgung. Indem wir Biokraftstoffe verwenden, sinkt unsere Abhängigkeit vom immer knapper werdenden Erdöl, das oftmals aus politisch instabilen Ländern importiert wird. Ein Großteil der benötigten Rohstoffe für Biokraftstoffe dagegen wächst in Deutschland oder Europa. Daher hat die EU im Jahr 2008 beschlossen, den Anteil an Biokraftstoffen im Verkehrsbereich bis 2020 deutlich zu erhöhen.

Nach der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU muss der Anteil der erneuerbaren Energien im Verkehrssektor in jedem Mitgliedstaat auf 10 Prozent energetisch im Jahr 2020 gesteigert werden. Dieses Ziel wird seitens der Mitgliedstaaten aller Voraussicht nach zum Großteil durch Biokraftstoffe erfüllt werden.

Bei der Novelle der EU-Kraftstoffqualitätsrichtlinie wurde ein Treibhausgasminderungsziel für Kraftstoffe in Höhe von mindestens 6 Prozent im Jahr 2020 gegenüber 2010 festgelegt. Auch dieses Ziel wird im Wesentlichen durch Biokraftstoffe erfüllt werden.

Um die Umweltverträglichkeit von Biokraftstoffen zu gewährleisten, hat die Bundesregierung eine Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung erlassen. Danach gelten Biokraftstoffe künftig nur dann als nachhaltig hergestellt, wenn sie - unter Einbeziehung der gesamten Herstellungs- und Lieferkette - im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen mindestens 35 Prozent an Treibhausgasen einsparen. Des Weiteren dürfen zum Anbau der Pflanzen für die Biokraftstoffherstellung keine Flächen mit hohem Kohlenstoffgehalt oder mit hoher biologischer Vielfalt genutzt werden. Biokraftstoffe, die diese Nachhaltigkeitsstandards nicht einhalten, können nicht auf die zu erfüllende Biokraftstoffquote angerechnet werden.

Zuletzt geändert: 31.08.2016