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Stand: 06.08.2014

E10 - Mehr Bio im Benzin

Nachdem 2009 die Beimischung von Biodiesel zum Dieselkraftstoff erhöht wurde, wurde mit Novellierung der Kraftstoffqualitätsverordnung Ende 2010 der Biokraftstoffanteil beim Benzin, wie von der europäischen Richtlinie über die Kraftstoffqualität (PDF extern, 160 KB) gefordert, erhöht.

Seit Mitte Dezember 2010 dürfen Tankstellen in Deutschland daher auch Benzinsorten mit bis zu 10 % Bioethanol anbieten. Diese Kraftstoffe werden mit E10 bezeichnet."E" steht für Ethanol, die Zahl "10" für 10 %. Davor betrug der Bioethanolanteil im Benzin bis zu 5 %.

E10 wird an Zapfsäulen deutlich gekennzeichnet: Dort steht der Name der Benzinsorte mit dem Namenszusatz "E10"- also beispielsweise "Super E10". Beim herkömmlichen Benzin steht an den Zapfsäulen wie bisher nur der Name der Benzinsorte - also beispielsweise "Super".

Fahrerinnen und Fahrer benzinbetriebener Fahrzeuge sollten sich, bevor sie das erste Mal E10 tanken, vergewissern, dass ihr Fahrzeug den Kraftstoff verträgt. Etwa 90 % aller benzinbetriebenen Pkw können E10 tanken. Neufahrzeuge sind in der Regel E10-tauglich. Alle nicht nachgewiesen E10-verträglichen Fahrzeuge sollten ausschließlich die bisherigen Benzinsorten tanken. Die Kraftstoffanbieter werden in Deutschland per Verordnung verpflichtet, diese weiterhin anzubieten und zwar zeitlich unbefristet.

Die einzelnen Fahrzeughersteller geben Auskunft, ob ihre Fahrzeugmodelle E10 vertragen. Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH hat eine Liste E10 verträglicher Fahrzeuge (PDF extern, 1 MB) herausgegeben. Darin sind auch Hersteller-Servicenummern enthalten, die bei Fragen zu E10 angerufen werden können. Auch Fahrzeughändler und Kfz-Werkstätten informieren über die E10-Verträglichkeit von Fahrzeugen.

Im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen führt der Einsatz der heute verwendeten Biokraftstoffe dazu, dass geringere Mengen vom immer knapper werdenden Erdöl verbraucht werden. Das trägt dazu bei, die weltweiten Erdölvorkommen zu schonen. Gleichzeitig sinkt die Abhängigkeit vom Erdöl, das oftmals aus politisch instabilen Ländern importiert wird. Ein Großteil der Rohstoffe für Bioethanol dagegen wächst in Deutschland oder Europa.

Um die Umwelt- und Naturverträglichkeit von Biokraftstoffen zu gewährleisten, hat die Bundesregierung eine Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung (PDF extern, 184 KB) erlassen. Danach gelten Biokraftstoffe nur dann als nachhaltig hergestellt, wenn sie – unter Einbeziehung der gesamten Herstellungs- und Lieferkette – im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen mindestens 35 % an Treibhausgasen einsparen. Des Weiteren darf der Anbau der Pflanzen für die Biokraftstoffherstellung keine Flächen mit hohem Kohlenstoffbestand oder mit hohem Naturschutzwert zerstören. Beim Anbau der Biomasse innerhalb der Europäischen Union müssen darüber hinaus die Vorgaben der Cross Compliance eingehalten werden. Biokraftstoffe, die diese Nachhaltigkeitsstandards nicht einhalten, können weder steuerlich begünstigt noch auf die zu erfüllende Biokraftstoffquote angerechnet werden.

Verträgt Ihr Fahrzeug E10?

Bild einer Zapfzäule mit den Kraftstoffarten (von links nach rechts) Diesel, Super Plus, Super E10, Super. Ein Pfeil zeigt von der Zapfsäule mit "E10" in den unteren Bildbereich, wo Informationen zu E10 stehen.
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