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Stand: 01.10.2010

Kurzinfo Verkehr

Verkehr und Umwelt - Worum geht es?

Mobilität hat einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Vor allem eine gut ausgebaute Infrastruktur sowie flexible und verlässliche Verkehrssysteme sind wichtige Voraussetzungen für eine funktionierende Wirtschaft. Unsere weitgehend auf individuellem (Auto-)Verkehr beruhende Mobilität bringt sich jedoch immer öfter an die eigenen Grenzen: Sie steckt im Stau.

Der heutige Verkehr ist zu ca. 95 Prozent von fossilen Brennstoffen abhängig. Folge sind u.a. Beeinträchtigungen der Umwelt sowie der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen durch Luftverschmutzung und Klimaveränderung. So gehen in Deutschland rund 20 Prozent der direkten CO2-Emissionen auf das Konto des Verkehrs, ca. 95 Prozent davon werden im Straßenverkehr erzeugt. Mehr als die Hälfte aller Bürgerinnen und Bürger fühlen sich durch Verkehrslärm belästigt. Der Infrastrukturausbau führt zu Zerschneidungen der Landschaft und Flächenversiegelung.

Ziele

Ziel einer nachhaltigen Verkehrspolitik muss es daher grundsätzlich sein, wachsende Mobilitätsbedürfnisse und Umwelt- und Gesundheitsanforderungen deutlich besser miteinander zu vereinbaren.

Das bedeutet: weniger Ausstoß von Schadstoffen (v.a. Feinstaub und Stickoxide) und Lärm sowie weniger Flächen- und Ressourcenverbrauch.

Der Verkehr muss außerdem einen signifikanten Beitrag zum Erreichen des deutschen Klimaschutzziels leisten. Nur so können in Deutschland bis zum Jahre 2020 die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden.

Politik der Bundesregierung

Mobilität umweltverträglich gestalten

Die zentrale Aufgabe einer nachhaltigen, umweltorientierten Verkehrspolitik sieht die Bundesregierung darin, die gesellschaftlich notwendige Mobilität möglichst umweltverträglich zu gestalten. Eine besondere Herausforderung liegt dabei in der Bewältigung der stetig wachsenden Verkehrsmengen.

Eine nachhaltige und damit zukunftsfähige Mobilität wird durch ein Verkehrssystem erreicht, das unnötige Fahrten vermeidet, das sicher und sauber, klimafreundlich und effizient, leise und bezahlbar ist. Die zentralen Säulen sind dabei die Verbesserung der Technologien, die Verlagerung von Verkehr auf umweltfreundliche Verkehrsmittel sowie die.Vermeidung von unnötigen Wegen und Transporten. Eine besondere Herausforderung liegt in der Bewältigung der stetig wachsenden Verkehrsmengen.

Gute Erfolge …

Die deutsche Umweltpolitik hat in vielen Bereichen bereits dafür gesorgt, dass Umweltbelastungen reduziert werden konnten. Im Straßenverkehr konnten bei einigen Schadstoffemissionen durch anspruchsvolle Grenzwerte und effizientere Antriebstechniken, aber auch durch ökonomische Anreize, wie die ökologische Steuerreform oder die Lkw-Maut, maßgebliche Erfolge erzielt werden. Der Ausstoß von Kohlenmonoxid (CO) sank - trotz eines Anstiegs der Fahrleistung um mehr als 20 Prozent - im Zeitraum von 1990 bis 2010 um 84 Prozent, Stickoxide (NOX) um 59 Prozent, Kohlenwasserstoffe um 92 Prozent und Partikel (PM) um 64 Prozent. Zudem tragen Maßnahmen auf kommunaler Ebene, beispielsweise Umweltzonen, dazu bei, die Umweltbelastungen des Verkehrs weiter zu senken. Die Weiterentwicklung der europäischen Abgasstandards leistet einen wesentlichen Beitrag, den Schadstoffausstoß noch weiter zu verringern.

… und weitere Anstrengungen

Auch beim Rückgang der nationalen CO2-Emissionen ist Deutschland im internationalen Vergleich führend. Als eines von wenigen EU Staaten schaffte es Deutschland, seine CO2-Emissionen aus dem Verkehr zu senken. Zwischen 1990 und 2008 konnten die Treibhausemissionen um 9,8 % gesenkt werden. Die Energieeffizienz der Kraftfahrzeuge verbessert sich seit Jahren: 2009 wurde bei Pkw-Neuzulassungen ein durchschnittlicher CO2-Wert von 154 Gramm CO2 pro Kilometer erreicht. Allein im Vergleich zu 2008 entspricht dies einer Reduzierung von 6,6 %. Allerdings hält die Bundesregierung auch im Verkehrsbereich noch weitere Anstrengungen für notwendig, damit auch hier ein angemessener Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden kann.

Förderung der Elektromobilität

Mittel- bis langfristig wird vor allem die Elektromobilität einen zentralen Baustein liefern, um den Verkehr durch Nutzung erneuerbarer Energien umweltfreundlicher zu gestalten. Elektromobilität bietet die Chance, zentrale Ziele der Umweltpolitik mit einer zukunftsfesten Industrie- und Verkehrspolitik sinnvoll zu verbinden. Das Bundesumweltministerium fördert die Entwicklung der Elektromobilität in Deutschland und trägt damit dazu bei, dass Deutschland bei den Umwelttechnologien Spitze bleibt - auch im Verkehr.

Mit dem Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität (NEPE) soll erreicht werden, dass bis zum Jahr 2020 auf Deutschlands Straßen eine Million Elektrofahrzeuge rollen, die mit erneuerbaren Energien angetrieben werden und somit zum Klimaschutz beitragen. Bis 2030 strebt das Energiekonzept der Bundesregierung 6 Millionen Elektrofahrzeuge an.

Verbraucherinformation

Sich im täglichen Verkehr umwelt- und ressourcenschonend zu verhalten muss keine Mobilitätseinschränkung bedeuten. Bei der richtigen Wahl des Verkehrsmittels kann man nicht nur Luftverunreinigungen vermeiden, sondern auch Zeit und Geld sparen: Parkplatzprobleme gibt es mit dem Fahrrad nicht und gerade in Städten ist der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) eine umweltfreundliche und kostengünstige Alternative. Mit dem Zug lässt sich so mancher Stau umfahren. Und wenn es dann doch das Auto sein soll: Selbst erfahrene Autofahrer können mit einem veränderten Fahrstil etwa 25 Prozent Kraftstoff einsparen. Der richtige Reifendruck spart Sprit und damit luftverunreinigende und klimaschädliche Emissionen ebenso wie das Ausschalten des Motors an Ampeln, Bahnschranken oder im Stau. Intelligent mobil zu sein zahlt sich aus - nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den eigenen Geldbeutel.

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