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In die Zukunft investieren

Umweltpolitik ist wichtiger Baustein für den Weg Europas aus der Krise

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat am 30. Juni 2015 den Exekutivdirektor der Europäischen Umweltagentur (EEA), Hans Bruyninckx, und den Präsidenten der Europäischen Investitionsbank, Werner Hoyer, zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung im BMUB eingeladen. Anlass war die Vorstellung des im März veröffentlichten Berichts der EEA zum Zustand der Umwelt in Europa.

Der Bericht stellt fest, dass wir eine umfassende Umgestaltung unserer Gesellschaften benötigen, hin zu einer kohlenstoffarmen und ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft. Denn aus Sicht der EEA wird effizientere Technik allein nicht ausreichen, um die Ziele zu verwirklichen, die sich die EU mit dem 7. Umweltaktionsprogramm für 2050 gesetzt hat.

Hendricks sagte: "Ich höre bei meinen Gesprächen in Brüssel in den letzten Monaten immer wieder: Wir wollen keinesfalls weniger Umweltschutz, aber… Das ist mir ehrlich gesagt zu viel 'aber'. Denn darin steckt ein Stück weit eine sehr veraltete Sichtweise, in der die Umweltpolitik als Bremser wirtschaftlicher Entwicklung gesehen wird. Ich sehe es genau umgekehrt: Umweltschutz war und ist ein Innovationsmotor, ein Modernisierungstreiber unserer Volkswirtschaft." "Grünes Wachstum" sei ein wichtiger Baustein für den Weg Europas aus der Krise. Hendricks forderte eine stärkere europäische Umweltpolitik sowie eine Neuauflage der EU-Nachhaltigkeitsstrategie, mit der Wirtschaft, Soziales und Umwelt besser integriert werden können.

Bruyninckx bestätigte: "Wirtschaft und Umwelt waren sich noch nie so nah." Die sogenannte "Green Economy" sei trotz der Krise seit 2007 stetig gewachsen und habe viele Arbeitsplätze geschaffen. Deutschland habe schon die "Energiewende" in den europäischen Wortschatz eingeführt - eine solche "Wende" sei nun auch in allen anderen Bereichen nötig.

Hoyer lobte den Bericht der EEA: "Er ist sowohl Weckruf als auch Ermutigung!" Europa sei nun schon seit acht Jahren im Krisenmodus. Das habe zu einer gigantischen Investitions- und Innovationslücke geführt. Deshalb sei es dringend nötig, umwelt- und klimafreundliche Investitionen anzustoßen, z. B. auch mit dem neuen Europäischen Fonds für Strategische Investitionen (EFSI).

Zuletzt geändert: 14.07.2015