EU-INTERREG-Projekte im Ostseeraum und in Zentraleuropa

Erfolgreiche Beteiligung des Bundesumweltministeriums

INTERREG ist eine Gemeinschaftsinitiative des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Sie unterstützt die Zusammenarbeit und das Zusammenwachsen der europäischen Regionen. Die Europäische Union (EU) fördert die grenzüberschreitende, transnationale und interregionale Zusammenarbeit in der Förderperiode 2007-2013 mit rund 8,7 Milliarden Euro. Das Programm konzentriert sich insbesondere auf die Ziele der Lissabon-Strategie wie die wirtschaftliche, soziale und ökologische Erneuerung der EU.

Seit 2009 war das Bundesumweltministerium an insgesamt sieben Projekten beteiligt, sowohl als federführender Partner als auch für die Politikkoordinierung zuständiger Projektpartner. Nachhaltige Biomassenutzung zur Förderung des Klimaschutzes, die Förderung von Umwelttechnologien und Öko-Innovationen sowie die Anpassung an den Klimawandel und die Nutzung mariner Ressourcen bildeten inhaltliche Schwerpunkte. Das Finanzvolumen pro Projekt belief sich auf 2,4 bis 4,9 Millionen Euro. Die Projekte haben dazu beigetragen, die transnationale Zusammenarbeit im Ostseeraum (Baltic Sea Region (auf Englisch)) sowie in Zentraleuropa (Central Europe (auf Englisch)) zu verbessern. In den Projekten agierten bis zu 34 Partner aus den EU-Mitgliedstaaten, sowie aus der Ukraine, Russland und Weißrussland.

Projekt "PRESOURCE"

Aktuell wird das Projekt "PRESOURCE" (auf Englisch) realisiert, welches eine Laufzeit von Juni 2012 bis November 2014 hat. Federführender Projektpartner ist das deutsche Umweltbundesamt, weitere Projektpartner in Deutschland sind das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie das Fraunhofer-Zentrum für Mittel- und Osteuropa.  Darüber hinaus sind Projektpartner aus der Tschechischen Republik, Polen, Österreich, Italien und Ungarn eingebunden. Das Gesamtprojektbudget beträgt rund 1,8 Millionen Euro.

Hintergrund

Natürliche Ressourcen sind sowohl Lebensgrundlage als auch Ausgangspunkt allen Wirtschaftens. Sie gewährleisten unseren hohen Lebensstandard. Ein verschwenderischer Umgang mit den natürlichen Ressourcen gefährdet jedoch diesen Status quo.  Um auch in Zukunft gut leben und gleichzeitig erfolgreich wirtschaften zu können, erfordern politische Maßnahmen auf europäischer Ebene, die die Effizienz der Ressourcennutzung erhöhen. So können umweltpolitische Ziele nur mit einer Steigerung der Ressourceneffizienz erreicht werden. Deshalb hat die Europäische Union das Thema "Ressourcenschonendes Europa" zu einem  der sieben zentralen Leitinitiativen der "Strategie Europa 2020" erhoben.

Herausforderungen

Der Leitinitiative ist der "Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa" zugeordnet. Der Fahrplan  erklärt Ressourcenproduktivität zum Leitindikator für Ressourceneffizienz und definiert diese als Verhältnis des Bruttoinlandsprodukts zum inländischen Materialverbrauch. Die neuen EU-12-Mitgliedstaaten, zu denen auch die meisten zentraleuropäischen Partnerländer gehören, haben eine deutlich geringere Produktivität als der Durchschnitt der EU-15-Staaten und der EU-27-Mitglieder.  Während die Materialproduktivität in den EU-15-Mitgliedstaaten seit dem Jahr 2000 stetig steigt, stagniert sie in den EU-12-Mitgliedstaaten oder sinkt sogar. Somit ist der Handlungsbedarf offenkundig.

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Ziele

Das Projekt "PRESOURCE" konzentriert sich auf die Verbesserung der Ressourceneffizienz in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) des produzierenden Gewerbes in Zentraleuropa. Diese Zielsetzung soll durch die Entwicklung von Instrumenten zur Identifizierung und Nutzung bisher brachliegender Potenziale für Ressourceneffizienz erreicht werden. Dabei geht es um die Reduzierung des Verbrauchs und der Kosten für Energie, Material und Wasser im Produktionsprozess und im Produktlebenszyklus. Nachstehende Projektergebnisse sind angestrebt:

  1. Verbesserung der innerbetrieblichen Kapazitäten im Management- und Technologiebereich: KMU werden darin unterstützt, innerhalb ihrer eigenen Organisation Optimierungspotenziale zu erkennen und auszuschöpfen.
  2. Verbesserung der Finanzierungsmöglichkeiten von Ressourceneffizienzmaßnahmen in KMU: Länderübergreifender Überblick über relevante Finanzierungsakteure und –instrumente, Entwicklung eines innovativen Verfahrens zur Kosten-Nutzen- Analyse für Investitionsvorhaben im Bereich Ressourceneffizienz.
  3. Verbesserung der Rahmenbedingungen: Politische Entscheidungsträger und Multiplikatoren in Zentraleuropa sollen in die Lage versetzt werden, sich den Anforderungen des "Fahrplans für ein ressourcenschonendes Europa" zu stellen.

Das Bundesumweltministerium hat die Federführung für die Umsetzung des politischen Arbeitspakets übernommen und organisiert gemeinsam mit den Projektpartnern Politik- und Fachdialogveranstaltungen sowie den Aufbau einer Online Plattform zum Thema Ressourceneffizienz in Zentraleuropa. Dabei wird das BMUB auch vom VDI Zentrum für Ressourceneffizienz (VDI ZRE) unterstützt. Für aktuelle Veranstaltungshinweise und Projektergebnisse wird der Besuch der Projektwebseite empfohlen.

Das Projekt wird im Rahmen des Central Europe Programme 2009-2013 von der EU kofinanziert.

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Diese Projekte sind inzwischen abgeschlossen (2013):

(Projektbeschreibungen auf Englisch)

Projekte zur Förderung von Öko-Innovationen und Umwelttechnologien in kleinen und mittelständigen Unternehmen:

www.baltic-ecoregion.eu

Projekte zur Förderung von Öko-Innovationen und Umwelttechnologien in kleinen und mittelständigen Unternehmen:

www.spin-project.eu

www.act-clean.eu

Projekte zur Förderung der nachhaltigen Nutzung von Biomasse und mariner Ressourcen:

www.bioenergypromotion.net

www.4biomass.eu

www.submariner-project.eu

Projekt zur Anpassung an den Klimawandel:

www.baltadapt.eu

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Zuletzt geändert: 01.05.2014

Projekt "PRESOURCE"

www.presource.eu

Abgeschlossene Projekte

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