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Stand: 01.10.2007

Kurzinfo Internationaler Naturschutz

Im Zeitalter der Globalisierung kommt dem internationalen Naturschutz eine besondere Rolle zu. Viele Aufgaben des Naturschutzes haben Dimensionen angenommen, die nur noch durch internationale Zusammenarbeit bewältigt werden können. Damit ändern sich aber auch die Instrumente des Naturschutzes. Die klassische nationale Gesetzgebung reicht häufig nicht mehr aus, vieles entscheidet sich über mehr oder weniger bindende internationale Abkommen oder bilaterale Vereinbarungen. Hierbei gewinnt die Zusammenarbeit und Vorkoordinierung in der Europäischen Union an Bedeutung. Dies gilt insbesondere für die multilateralen Umweltübereinkommen, bei denen die EU bereits Vertragspartei ist.

Die folgenden Seiten geben einen Überblick über die Instrumente, an denen Deutschland beteiligt ist und über einige ihrer aktuellen Entwicklungen.

Übereinkommen über die Biologische Vielfalt (CBD)

Die 1992 unterzeichnete Konvention ist das umfassendste Übereinkommen des internationalen Naturschutzes. Die drei Ziele sind Schutz der biologischen Vielfalt, ihre nachhaltige Nutzung und der gerechte Ausgleich der Vorteile bei der Nutzung genetischer Ressourcen. Die genaue Ausführung wird auf den Vertragsstaatenkonferenzen beschlossen und deckt einen sehr breiten Bereich von Schutzgebieten über Tourismus bis zu biologischer Sicherheit ab.

Trilaterale Wattenmeerzusammenarbeit

Zusammen mit Dänemark und den Niederlanden widmet sich Deutschland auf Grundlage einer trilateralen Ministererklärung (Trilateral Waddensea Declaration) von 1982 dem Erhalt und Management des weltweit einzigartigen Natur- und Kulturraumes Wattenmeer. Im Januar 2006 hat Deutschland turnusgemäß die Präsidentschaft der Wattenmeerzusammenarbeit übernommen, die bisher alle drei bis vier Jahre zwischen den drei Wattenmeerstaaten wechselt.

Ramsar Konvention

Das Übereinkommen zum Schutz von Feuchtgebieten internationaler Bedeutung ist die älteste internationale Konvention, die sich mit dem Erhalt und der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen beschäftigt. 1972 in der iranischen Stadt Ramsar unterzeichnet, hatte sie zunächst ihren Schwerpunkt beim Schutz von Wasser- und Watvögeln. Zunehmend weitet sich ihr Aufgabenfeld auf aktuelle Fragen (z.B. Erhalt der Biodiversität, Armutsbekämpfung durch Naturschutz und Beteiligung der indigenen Bevölkerung) unter der Prämisse des Feuchtgebietsschutzes aus.

Welterbeübereinkommen

1972 von der UNESCO verabschiedet, hat das Welterbeübereinkommen das Ziel, die weltweit herausragendsten Kultur- und Naturgüter zu erhalten. Zentrales Instrument ist die Welterbeliste, die über 800 Gebiete oder Monumente enthält. Das Weltnaturerbe repräsentiert z.B. Stadien der Erdgeschichte, wichtige ökologische Prozesse, besonders schöne Naturgebiete oder bedrohte Lebensräume.

Bonner Konvention (CMS)

Das Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten (1979) ist eine globale internationale Vereinbarung zur grenzübergreifenden Koordinierung der Schutzbemühungen für wandernde Tierarten. Es wird durch eine zunehmende Zahl von Regionalabkommen in seiner Umsetzung unterstützt.

Für Deutschland bedeutend sind die Abkommen zur Erhaltung

  • der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel (AEWA) von 1995,
  • der Kleinwale in der Nord- und Ostsee (ASCOBANS) von 1993,
  • der Fledermäuse in Europa (Eurobats) von 1991,
  • zum Schutz der Seehunde im Wattenmeer von 1991.

Berner Konvention

Das unter der Schirmherrschaft des Europarates stehende „Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume“ von 1979 ist ein Wegbereiter des europäischen Naturschutzes. Es war der erste umfassende Naturschutzansatz, der in einem völkerrechtlich verbindlichen Vertrag seinen Niederschlag gefunden hat. Die Europäische Union hat diesen in Gestalt ihrer Fauna-Flora-Habitatrichtlinie (1992) und zusammen mit der bereits aus dem Jahr 1979 stammenden EG-Vogelschutzrichtlinie umgesetzt und fortentwickelt.

IUCN (Weltnaturschutzunion)

Deutschland ist Mitglied bei dieser wichtigsten und größten globalen Naturschutzorganisation die sich aus über 1000 Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen zusammensetzt. Die Union besitzt Kommissionen zu diversen Themen, die durch ein Netzwerk von mehrere tausend Experten unterstützt werden und unterhält mehrere Regionalbüros. Die IUCN setzt u.a. wichtige internationale Standards für Schutzgebiete und erstellt die weltweite Rote Liste gefährdeter Tierarten.

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