Sprungnavigation

Von hier aus koennen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:

Servicemenü

zur Sprungnavigation

Inhaltsbereich

zur Sprungnavigation

Stand: 01.09.2014

Naturschutzgroßprojekte

"chance.natur" dient der "Errichtung und Sicherung schutzwürdiger Teile von Natur und Landschaft mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung". Mit dem Programm leistet die Bundesregierung einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt und des nationalen Naturerbes in Deutschland. Seit 1979 unterstützt die Bundesregierung über das Förderprogramm den Erhalt von Landschaftsteilen, die von ihrem Typ und ihrer Naturausstattung her  bundesweit besonders bedeutsam und schützenswert sind.  Es werden herausragende großflächige Gebiete gefördert, denen aus nationaler Sicht eine besondere Bedeutung für den Naturschutz zukommt. Bei dem Programm handelt es sich um einen der größten Fördertitel für den Naturschutz in Deutschland. Es hat einen jährlichen Etat von derzeit 14 Millionen Euro. Insgesamt wurden seit 1979 mehr als  440 Millionen Euro Bundesmittel für über  75 Projekte bereitgestellt.  Dadurch konnte auf einer Fläche von über  3.500 Quadratkilometer zum Erhalt der Landschafts- und Artenvielfalt Deutschlands beigetragen werden. Das entspricht rund 1,0 Prozent der Gesamtfläche der Bundesrepublik.

Förderkriterien

Förderfähige Projekte werden anhand der Kriterien „Repräsentanz“, "Großflächigkeit", "Naturnähe", "Gefährdung" und "Beispielhaftigkeit" ausgewählt.  Beispielhaft müssen nicht nur die naturschutzfachliche Qualität des Gebietes, sondern auch Planung, Organisation, Management und die rechtlichen Festsetzungen der Schutzmaßnahmen sein.

Fördermaßnahmen

Die Bundesmittel werden für Maßnahmen bereitgestellt, die zur dauerhaften Sicherung der ausgewählten Gebiete beitragen. Förderfähig sind die Erarbeitung eines naturschutzfachlichen Pflege- und Entwicklungsplans einschließlich sozio-ökonomischer Untersuchungen und externer Moderation, der Ankauf von Flächen, Ausgleichszahlungen für Nutzungseinschränkungen, Maßnahmen wie die Wiedervernässungen von Feuchtwiesen und Mooren oder die Entbuschung von Magerrasen, Informationsmaßnahmen und Erfolgskontrollen sowie Personal- und Sachkosten der Projektverwaltung.
Projektfinanzierung. Der Bund übernimmt bis zu 75 Prozent der Projektausgaben. Das jeweilige Bundesland beteiligt sich mit mindestens 15 Prozent und der Projektträger mit mindestens 10 Prozent an der Finanzierung.

Förderdauer

Die einzelnen Naturschutzgroßprojekte werden in zwei Phasen vom Bund gefördert. In einer ersten Phase von bis zu drei Jahren wird ein detaillierter Pflege- und Entwicklungsplan erarbeitet. Daran schließt sich die Umsetzungsphase von rund zehn Jahren an. Das jeweilige Bundesland sowie die regionalen Projektträger müssen sich verpflichten, die Projektgebiete auch nach Abschluss der Förderung nachhaltig zu managen und dauerhaft zu schützen. In der Regel werden die Kernflächen der Projektgebiete bis zum Ende der jeweiligen Projektlaufzeit als Naturschutzgebiete ausgewiesen.

Über die Förderung eines Projektes entscheidet das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Die fachliche und haushaltsrechtliche Ausführung wurde dem Bundesamt für Naturschutz übertragen.

Logo: Weißer Twitter-Vogel auf blauem GrundYouTube-LogoRSS Icon in Orange

Navigation

zur Sprungnavigation

Themenportale