Artenschutz durch den Bürger

Artenschutz kann jeder leisten

Artenschutz im Alltag

Artenschutz beginnt im Alltag. Was und wie viel wir konsumieren hat Einfluss auf den Erhalt von Tier- und Pflanzenarten und ihrer Lebensräume: Nachhaltigkeitssiegel wie das FSC (Forest Stewardship Council) - Siegel für Holzprodukte oder das MSC (Marine Stewardship Council) - Siegel für Fischerei gewährleisten, dass die Produkte aus nachhaltiger Forstwirtschaft oder Fischerei stammen, beziehungsweise ohne Chemie und Gentechnik angebaut wurden. Auch wer beispielsweise beim Putzen sparsam Reiniger einsetzt, beim Waschen auf Weichspüler verzichtet und Waschmittel sparsam dosiert, schont den Lebensraum Gewässer. Wer Produkte ohne oder mit wenig Verpackung kauft, schont natürliche Ressourcen wie etwa Holz. Auch wer das Auto öfter stehen lässt und Energie spart, leistet einen Beitrag zum Artenschutz. Auch Klimaschutz ist Artenschutz, denn der Klimawandel wird in Zukunft eines der größten Probleme für das Überleben vieler Arten sein. 

Vorsicht im Urlaub und im Internet!

Nicht nur der professionelle illegale Handel mit Tieren und Pflanzen gefährdet den Bestand geschützter Arten. Auch wer am exotischen Reiseort Souvenirs, Kunsthandwerk oder Schmuck aus geschützten Tieren oder Pflanzen kauft, trägt, wenn auch ungewollt, zum Artenschwund bei. Das kann am Zoll zu unangenehmen Situationen führen.

Beim Kauf von Meerestieren und Holzprodukten sollte auf Arten verzichtet werden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit aus nicht nachhaltiger Nutzung stammen. Entsprechende Nachhaltigkeitszertifikate können eine wertvolle Entscheidungshilfe bieten.

Der illegale Handel mit Souvenirs aus geschützten Tier- und Pflanzenarten ist eine der Hauptursachen für den jährlichen dramatischen Artenverlust in Urlaubsgebieten.

Das Verschwinden jeder einzelnen Art ist ein Schritt hin zum Kippen von Ökosystemen - gefährlich nicht nur für Pflanzen und Tiere, sondern auch für den Menschen.

Die Palette der Angebote artengeschützter Produkte ist nicht zu unterschätzen. Sie reicht von Schuhen oder Taschen aus Schlangen- oder Waran-Leder über teure Gitarren oder Klarinetten aus geschütztem Tropenholz bis hin zu echtem Kaviar von Stören.

Unterliegt eine Art CITES, darf deren Lebewesen oder Produkt entweder gar nicht oder nur mit einem Nachweis über rechtmäßige Einfuhr und Erwerb verkauft werden. Wird es ohne diesen Nachweis gehandelt, begeht auch der Käufer je nach Schutzstatus der Art eine Ordnungswidrigkeit oder gar eine Straftat, die mit einem Bußgeld geahndet wird.

Welche Arten Sie aus welchen Ländern nicht mit nach Hause bringen sollten, erfahren Sie unter: http://www.artenschutz-online.de/artenschutz_im_urlaub/index.php

Das Internet wird zunehmend zu einem Umschlagplatz für den illegalen Handel mit CITES-geschützten Tieren und Pflanzen, da diese Art des Handels preiswert ist, leicht handhabbar und anonym. Auch hier kommt es darauf an, dass jeder einzelne Verkäufer und Käufer verantwortlich handelt und dass CITES-geschützte Exemplare wenn überhaupt, dann nur mit entsprechender CITES-Genehmigung veräußert werden.

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Haltung lebender Tiere / Internethandel

Die Haltung exotischer Arten ist oft sehr anspruchsvoll und erfordert meist neben speziellen Klimabedingungen auch eine spezielle Pflege. ggfs. auch Versorgung mit ausgewähltem Futter. Grundsätzlich sind Wildtiere, auch wenn sie aus Nachzuchten stammen, keine Kuscheltiere und damit weder für unerfahrene Tierhalter noch für Kinder geeignet. Ohnehin sollte man sich den Kauf eines Haustiers gut überlegen: Kann eine artgerechte Haltung und langfristige Betreuung sichergestellt werden?

Nicht nur exotische Produkte, sondern auch lebende exotische Tiere werden immer häufiger über das Internet angeboten. Das Angebot umfasst neben Papageien meist auch junge Affen, Schildkröten oder Chamäleons. In vielen Fällen handelt es sich dabei um betrügerische Angebote, die aufgrund des günstigen Preises der Tiere zum Kauf verlocken sollen.

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Zuletzt geändert: 02.03.2015

Weitere Informationen

Artenschutz im Urlaub