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Arten-Aktionspläne

Arten-Aktionspläne sind Strategien, um gefährdete Arten vor dem Aussterben zu bewahren und möglichst eine Erholung ihrer Bestände zu erreichen. In diesen Strategien soll das naturschutzrelevante Wissen um die betroffene Art zusammenfasst und daraus konkrete Handlungsempfehlungen ableitet werden. Oftmals werden in Deutschland "Arten-Aktionspläne" auch als "Artenhilfsprogramm" oder "Artenschutzprogramm" bezeichnet. Die für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen deutschen Behörden sind unter den in § 38 (2) BNatSchG genannten Bedingungen verpflichtet, vorbeugende Artenschutzmaßnahmen zu ergreifen oder Artenhilfsprogramme aufzustellen.

Artenhilfsprogramme sind wichtige Elemente im Naturschutz, insbesondere bei Arten, die nicht allein über den Schutz ihrer Lebensräume erhalten werden können, besonders stark im Rückgang begriffen sind oder nur ein geringes Verbreitungsgebiet haben. Durch verschiedene solcher Programme in den Bundesländern konnten bereits diverse Arten vor dem vollständigen Verschwinden bewahrt und die erfolgreiche Rückkehr von Arten wie Seeadler, Kranich oder Schwarzstorch unterstützt werden.

Für bestimmte von der Vogelschutz- und der Fauna-Flora-Habitat Richtlinie (FFH) erfasste Arten hat die Europäische Kommission Arten-Aktions- und Managementpläne ausgearbeitet. Diese dienen auch dem Ziel der Richtlinien, die jeweils betroffenen Arten in einen günstigen Erhaltungszustand zu bringen. Unter dem Afrikanisch-Eurasischen Wasservogelabkommen gibt es die Pflicht zur Erarbeitung internationaler und nationaler Arten-Aktionspläne. Weiterhin hat sich Deutschland im Rahmen der Berner Konvention verpflichtet, einen Beitrag für den Erhalt relevanter in Deutschland vorkommender Arten zu leisten. Diese europäischen Pläne haben empfehlenden Charakter.

Der Erhalt Europäischer Arten, die auch nationale Verantwortungsarten beinhalten (z. B. Rotmilan), ist von besonderer Bedeutung.

Zuletzt geändert: 15.09.2014