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Bundesprogramm Biologische Vielfalt – Verantwortungsarten

Die biologische Vielfalt Deutschlands ist immens: Etwa 48.000 Tier-, rund 9500 Pflanzen- und ca. 14.400 Pilzarten gelten als heimisch. Diese Fülle stellt das gesamte biologische "Schutzgut" Deutschlands dar. Unter dieser Vielzahl an Arten gibt es einige, für deren Erhalt Deutschland eine besondere Verantwortlichkeit hat. Es sind die Tiere, Pflanzen und Pilze, die nur hier vorkommen, von welchen ein hoher Anteil der Weltpopulation in Deutschland liegt oder die weltweit gefährdet sind. Aufgrund dieser Kriterien besteht eine besondere Verantwortlichkeit Deutschlands zum Beispiel bei etwa 250 höheren Pflanzenarten und für jede fünfte bei uns natürlich vorkommende Säugetierart (18 Arten oder 21 Prozent).

In der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt wurde dieser Bedeutung Rechnung getragen und das Ziel formuliert, dass Arten, für die Deutschland eine besondere Erhaltungsverantwortung trägt, bis 2020 überlebensfähige Populationen erreichen sollen. Dazu sollen Artenhilfsprogramme für nationale Verantwortungsarten bundesweit bzw. in dem Verbreitungsgebiet der Art entwickelt, umgesetzt und koordiniert werden. Zur Unterstützung dieses Ziels wurde im Bundesprogramm Biologische Vielfalt der Förderschwerpunkt "Verantwortungsarten" geschaffen. 40 ausgewählte Tier- und Pflanzenarten profitieren von dieser Förderung. Für diese sollen z. B. spezifische Artenhilfsmaßnahmen (Anlage von Nisthilfen, Laichgewässern etc.) durchgeführt, degradierte Lebensräume renaturiert oder Extensivierungsmaßnahmen der Land- und Forstwirtschaft umgesetzt werden. Öffentlichkeitsarbeit und Innovativität der Projekte sind ebenso wichtige Voraussetzungen für eine Förderung.

Erste Projekte dieses Förderschwerpunktes sind angelaufen und kommen nicht nur der europäischen Wildkatze, dem bayrischen Löffelkraut, der Arnika, der Gelbbauchunke oder dem Feuersalamander zugute, sondern auch vielen weiteren Tieren und Pflanzen, die sich den Lebensraum teilen und die von den Artenschutzmaßnahmen profitieren.

Zuletzt geändert: 15.09.2014