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Forsa-Umfrage zu "Biologische Vielfalt" Die Natur ist den Deutschen ausgesprochen wichtig - Nähe zur Natur ist fürs Wohnen das Entscheidungskriterium Nr. 1

Die Natur ist den Deutschen ausgesprochen wichtig - Nähe zur Natur ist fürs Wohnen das Entscheidungskriterium Nr. 1

Das Bundesumweltministerium hat mit einer repräsentativen Umfrage das Verhältnis der Deutschen zur Natur und zur Artenvielfalt untersuchen lassen. Die beiden interessantesten Ergebnisse: Bei der Frage, wie und wo die Menschen leben wollen, ist die Nähe zur Natur Entscheidungskriterium Nr. 1.
Und: Während sich die Mehrheit der Bevölkerung über die meisten Themen im Umwelt- und Naturschutz gut informiert fühlt, gibt es Informationsdefizite am ehesten in Bezug auf das Thema Artenvielfalt bzw. das "Aussterben von Tier- und Pflanzenarten".

Ganz oben auf der Prioritätenliste steht der Wunsch nach Natur

In der Erhebung wurde danach gefragt, welche Gesichtspunkte den Menschen sehr wichtig sind bei der Suche nach dem idealen Wohnort. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht dabei der Wunsch nach Nähe zur Natur, also zu Parks, Wäldern und Wiesen: 56 % der Befragten ist dies sehr wichtig. An 2. Stelle folgt mit 44 % die gute öffentliche Verkehrsanbindung, 32 % nennen die Nähe zu Freunden oder Bekannten, 26 % die Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten, 25 % die Nähe zur Arbeitsstätte, 15 % die Nähe zu Freizeitmöglichkeiten. Den Frauen ist die Nähe zur Natur wichtiger als den Männern (62 % bzw. 49 %). Mit dem formalen Bildungsgrad steigt das Interesse, in der Nähe zur Natur zu wohnen (50 % der Personen mit Hauptschulabschluss, 59 % der Menschen mit Abitur).
(Ergebnisse im Einzelnen enthält die Tabelle 1, siehe PDF-Datei Seite 2)

Menschen besser über Klimawandel und Energiepolitik informiert als über Artenvielfalt

Es wurde danach gefragt, wie gut sich die Menschen über verschiedene Themen aus dem Umwelt- und Naturschutz informiert fühlen. Informationsdefizite gibt es am ehesten in Bezug auf das Thema Artenvielfalt bzw. das „Aussterben von Tier- und Pflanzenarten“, über das sich lediglich 39 % sehr gut oder eher gut informiert fühlen. Zum Vergleich: Sehr gut oder eher gut informiert fühlen sich 74 % über das Energiesparen, 67 % über den Klimawandel, 62 % über die Luftverschmutzung, 60 % über Erneuerbare Energien, 49 % über Atomenergie. Je jünger die Befragten, desto schlechter fühlen sie sich über das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten informiert: Bei den über 60-Jähringen fühlen sich noch 51 % gut informiert, bei den 18-29-Jährigen nur 30 %. Auch der formale Bildungsgrad spielt eine Rolle: 33 % der Menschen mit Hauptschulabschluss fühlen sich sehr gut oder eher gut informiert, aber 42 % der Menschen mit Abitur bzw. Studium.
(Ergebnisse im Einzelnen enthält die Tabelle 2, siehe PDF-Datei Seite 3)

Verschwinden der Regenwälder aus Sicht der Deutschen wichtigstes Problem im Umwelt- und Naturschutz

Fragt man nach den größten Problemen im Umwelt- und Naturschutz, dann rangiert das allmähliche Verschwinden der Regenwälder aus Sicht der Deutschen ganz oben: Knapp drei Viertel der Befragten empfinden dies als sehr großes Problem. Mehr als die Hälfte halten den Klimawandel (58 %), die Luftverschmutzung (57 %), die Verschmutzung der Seen und Flüsse (53 %) sowie das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten (52 %) für ein sehr großes Problem.
56 % der Frauen empfinden das Aussterben der Tier- und Pflanzenarten als sehr großes Problem, bei den Männern nur 48 %.
(Ergebnisse im Einzelnen enthält die Tabelle 3, siehe PDF-Datei Seite 4)

Für die Umfrage wählte forsa einen repräsentativen Querschnitt von 1002 Befragten aus. Erhebungszeitraum war der 14. bis 15. Mai 2007.


Stand: 01.05.2007