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Hintergrundpapier zum Thema Trophäenjagd

Die Trophäenjagd im Ausland stößt bei vielen Menschen auf Kritik. Heute haben wir eine Petition mehrerer Umweltverbände gegen den Import von Jagdtrophäen empfangen – ein Anlass, um unsere Position und bisherigen Maßnahmen bei diesem Thema näher darzustellen:

  • Deutschland ist bereits erfolgreicher Vorkämpfer für strengere Kontrollen dieser Jagd auf internationaler und EU-Ebene. Wir konnten auf der letzten Vertragsstaatenkonferenz von CITES im letzten Jahr gegen viel Widerstand durchsetzen, dass jetzt alle Jagdtrophäen einer Ausfuhrgenehmigung unterliegen. Das heißt: Eine Ausfuhr wird nur zugelassen, wenn die Jagd den Arterhalt nicht gefährdet.
  • Aber wir verlassen uns nicht nur auf die Einschätzung der Ausfuhrländer. Auf EU-Ebene haben wir vor drei Jahren durchgesetzt, dass bei Jagdtrophäen sechs besonders problematischer Arten (Afrikanischer Elefant, Löwe, Eisbär, Flusspferd, Nashorn und Argali-Schaf) zusätzlich bei der Einfuhr noch einmal die Nachhaltigkeit überprüft wird. Für viele Länder und Arten, in denen Trophäenjagd ein Problem für den Artenschutz ist, gibt es damit bereits Importverbote. Trophäen von Arten, die vom Aussterben bedroht sind, unterliegen ohnehin bereits einem grundsätzlichen Einfuhrverbot, von dem nur unter äußerst restriktiven Gründen Ausnahmen erteilt werden.
  • Die Forderung der Petition nach einem pauschalen Importstopp ist aus Sicht des Naturschutzes nicht zu rechtfertigen, da wir so viele gute Artenschutzprojekte gefährden würden. Stattdessen setzen wir uns erneut für eine zusätzliche EU-Einfuhrgenehmigungspflicht für Jagdtrophäen vieler weiterer Arten (z. B. Schwarzbär, Puma, Pavian) ein.

Stand: 17.05.2017