Bundeskonzept Grüne Infrastruktur

Die Koalitionsvereinbarung für die 18. Legislaturperiode sieht vor, ein "Bundeskonzept Grüne Infrastruktur" als Entscheidungsgrundlage für Planungen des Bundes zu erarbeiten. Das Bundeskonzept wurde vom Bundesamt für Naturschutz erarbeitet und am 22. März 2017 veröffentlicht.

Mit dem Bundeskonzept Grüne Infrastruktur werden die bestehenden Fachkonzepte und Leitbilder des Naturschutzes und der Landschaftspflege der Bundesebene in einem Gesamtkonzept dargestellt. Ziel ist, mit einer solchen Zusammenstellung die Planungen des Bundes in den verschiedenen Politikbereichen zu unterstützen. Damit sollen die gesellschaftlichen Leistungen der Naturausstattung auch für die wirtschaftliche Entwicklung genutzt werden.

Die EU-Biodiversitätsstrategie sieht zur Erhaltung und Verbesserung der Ökosysteme und ihrer Leistungen den Aufbau einer "grünen Infrastruktur" vor, die ebenso wie die "graue Infrastruktur" für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes unverzichtbar ist. Zum Beispiel tragen intakte Auen erheblich zur Reinigung der Gewässer und des Trinkwassers sowie als Kohlenstoffsenke zum Klimaschutz bei. Herausragendes Beispiel für den gesellschaftlichen Nutzen intakter Auen ist deren Bedeutung für die Hochwasservorsorge und damit für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

Das Bundeskonzept Grüne Infrastruktur dient auch der nationalen Umsetzung der EU-Strategie "Grüne Infrastruktur (GI) – Aufwertung des europäischen Naturkapitals".

Zuletzt geändert: 22.03.2017