Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Mit dem Förderprogramm zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt fördert das Bundesumweltministerium herausragende Konzepte und innovative Projektideen, die dem Schutz, der nachhaltigen Nutzung und der Entwicklung der biologischen Vielfalt in Deutschland dienen.

Mit dem "Bundesprogramm Biologische Vielfalt" hat das BMUB im Jahr 2011 ein Förderprogramm zur Umsetzung der "Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt" (NBS) aufgelegt. Mit dem Bundesprogramm werden Vorhaben gefördert, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter und maßstabsetzender Weise umsetzen. Als Ergebnis eines breit angelegten Dialogprozesses mit Ländern und Kommunen, Waldbesitzern, Landnutzern und Naturschutzverbänden wurden vier Förderschwerpunkte festgelegt: 

  • Arten in besonderer Verantwortung Deutschlands,
  • Hotspots der biologischen Vielfalt in Deutschland,
  • Sichern von Ökosystemdienstleistungen und
  • weitere Maßnahmen von besonderer repräsentativer Bedeutung für die Strategie. 

Ein zentrales Anliegen des Programms ist es, die Ziele der NBS zu unterstützen. Dabei wird besonderer Wert darauf gelegt, dass unterschiedliche Akteure zusammenarbeiten, darunter z. B. Bundesländer, Kommunen, Waldbesitzer, Landnutzer und Naturschutzverbände. Auch Information und Kommunikation sind feste Bestandteile der geförderten Vorhaben. Sie sollen Akzeptanz schaffen und dazu beitragen, das gesellschaftliche Bewusstsein für den Wert und die Bedeutung der biologischen Vielfalt für Mensch, Natur und Wirtschaft zu stärken.

Die Fördermittel für das "Bundesprogramm Biologische Vielfalt" konnten für 2017 von ursprünglich 15 auf 20 Millionen Euro erhöht werden. Die Bundesregierung hat außerdem im Juni 2017 zu dem Entwurf des Bundeshaushalts 2018 beschlossen, dass die Fördermittel des Bundesprogramms 2018 auf 25 Millionen Euro und ab 2019 auf 30 Millionen Euro angehoben und damit wie in der "Naturschutz-Offensive 2020" gefordert verdoppelt werden sollen. Bewilligungsbehörde ist das Bundesamt für Naturschutz (BfN).

Zuletzt geändert: 13.10.2017