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Forschung und Veranstaltungen

Baukultur braucht fundierte Grundlagen und ständigen Austausch. Um Baukultur in der Breite, insbesondere auch in kleineren Städten und im ländlichen Raum zu etablieren, sollen innovative Ideen und vorbildliche Beispiele kommuniziert, die Bewohner und Entscheidungsträger vor Ort beraten und vernetzt werden. Für diese Ziele veranlasst das BMUB im Rahmen seiner Zuständigkeit und unter dem Leitbild "Vorbild – Förderer –Partner" Forschungsprojekte, führt eigene Veranstaltungen durch und unterstützt Partner bei deren Initiativen. 

Ausstellung und Publikation "Neue Standards – 10 Thesen zum Wohnen"

Auch in aktuelle Bündnisse, die unter dem Druck drängender Zukunftsaufgaben stehen – wie z. B. das Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen – bezieht das BMUB wichtige Baukulturakteure, wie die Bundesarchitektenkammer (BAK) und den Bund Deutscher Architekten (BDA) ein. Gemeinsam mit dem BDA hat das BMUB die Ausstellung und Publikation – "Neue Standards – 10 Thesen zum Wohnen" zur Zukunft des Wohnens und dessen Qualitäten initiiert und finanziell unterstützt. Für 2017 ist eine Wanderung der Ausstellung vorgesehen.

Die Ausstellung "Neue Standards – Zehn Thesen zum Wohnen" regt zur Diskussion über Wohnqualitäten an. Sie fordert einen Perspektivwechsel und führt in eine Diskussion ein, welche Lebensentwürfe sich derzeit entwickeln und welche Wohnkonzepte dafür benötigt werden. Dazu hat der BDA zehn Architektinnen und Architekten befragt, die ihre individuellen Erfahrungen im Wohnungsbau mit den Ideen für eine Wohnzukunft verbinden. Die abwechslungsreichen Beiträge regen an, das Thema Wohnen vielfältig und innovativ zu betrachten. Ziel ist es, die Diskussion über Wohnkonzepte der Zukunft über das Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen sehr viel breiter in die öffentliche Wahrnehmung zu tragen.

Die Ausstellung war vom 28.10.2016 bis 12.02.2017 im DAZ Berlin zu sehen und ist auf großes Interesse gestoßen. In drei Y-Table Talk-Runden diskutierten Architekten mit Vertretern der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft zu Grundbedürfnissen, Rahmenbedingungen und vor allem zu den Qualitäten des Wohnens.

Aktuell befindet sich die Ausstellung auf Wanderschaft. Nachdem sie bereits im Kulturzentrum KAZimKuba in Kassel und in Nürnberg im Neuen Museum gezeigt wurde, ist sie nun bis zum 16. Juni 2017 in Köln im Architektursalon zu sehen. Dresden, Linz, München und Bremen sind als weitere Ausstellungsorte geplant.

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Baukultur konkret

Zur Unterstützung und Förderung von Baukultur in der Breite ist eine kompetente Beratung der Akteure vor Ort sinnvoll und hilfreich. Das ExWoSt-Forschungsprojekt "Baukultur konkret" (bis 2017) hat Baukulturinitiativen in Deutschland in ihren Potentialen und Beschränkungen recherchiert. In diesem Rahmen wurden Bausteine, die Baukultur ermöglichen, in kleinen und mittleren Gemeinden sowie dem ländlichen Raum entwickelt, erprobt und ausgewertet (9 Modellregionen). Die Aktivitäten der Initiativen vor Ort sollten sich positiv auf die gesamte räumliche Entwicklung einer Kommune auswirken und zu strukturellen Verbesserungen der Bau- und Planungskultur beitragen. Der Schwerpunkt lag auf der Arbeit mit den Akteuren, die darin unterstützt wurden, baukulturelle Qualitätsansprüche in der Praxis umzusetzen und auf breiter Ebene in der Gemeinde zu verankern. Die in der Pilotphase 2014 getesteten Formate und Strategien wurden in einer zweiten Phase des Forschungsvorhabens (2015/2016) in neun Modellprojekten durch das Forschungsteam ausprobiert und weiterentwickelt. Die Bundesstiftung Baukultur (BSBK) begleitete das Vorhaben und nutzte die Erkenntnisse insbesondere für den aktuellen Baukulturbericht 2016/2017 (Schwerpunkt ländlicher Raum).

"Baukultur konkret" wird im Herbst 2017 mit einer offenen Werkstatt Baukultur zur weiteren Vernetzung und Qualifizierung von Baukulturinitiativen fortgesetzt.

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Regionale Baukultur und Tourismus

Das BMUB leistet wichtige Netzwerk-Arbeit. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist das Vernetzen von Akteuren im Bereich Tourismus und Baukultur. Durch regionale Baukultur können Orte und Kulturlandschaften für den Tourismus attraktiv gestaltet werden. Die Tourismusbranche, die einen großen Wirtschaftsfaktor darstellt, kann durch die Nutzung baukultureller Potenziale höhere ökonomische Erfolge erzielen. Wachsender Tourismus wiederum kann den ökonomischen Spielraum für gutes Planen und Bauen erhöhen und das Bewusstsein der Besucher für die eigene Baukultur stärken. Gemeinsame Strategien hierfür werden im Forschungsfeld "Baukultur und Tourismus – Kooperation in der Region" (Laufzeit: 2016 – 2019) in acht Modellvorhaben erprobt. In der Auftaktveranstaltung im Februar 2017 in Arnsberg arbeiteten die Modellvorhaben mit dem Forschungsteam HJP / Compass sowie dem BBSR und BMUB gemeinsam zum Thema Baukultur im Tourismus und konnten sich untereinander bereits gut vernetzen.

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Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

Das BMUB hat 2016 gemeinsam mit dem BBSR ein Forschungsvorhaben auf den Weg gebracht, das die Landschaft der Gestaltungsbeiräte in Deutschland analysiert und auf innovative allgemeingültige Handlungsempfehlungen für eine Expertenberatung der Kommunen hin untersucht. Das Vorhaben: "Perspektiven für die Baukultur in Städten und Gemeinden – Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte" (Laufzeit: 2016/2017) entstand in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Baukultur der Länder sowie der Bundestiftung Baukultur. Im Rahmen des Forschungsprojekts fand am 17. Mai 2017 in der Multihalle in Mannheim eine gut besuchte Fachkonferenz statt. Mitglieder von Gestaltungsbeiräten diskutierten mit Vertretern aus kommunalen Verwaltungen und Politik über Erfahrungen und den Mehrwert von Gestaltungsbeiräten. Die Ergebnisse der Veranstaltung fließen in die Forschung ein. Auf dem Netzwerktreffen der Gestaltungsbeiräte am 20. Oktober 2017 sollen die Forschungsresultate vorgestellt werden.

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Baukultur und Infrastruktur

Gut gestaltete und funktionierende Infrastrukturen stellen unerlässliche Wirtschaftsfaktoren für den Standort in Deutschland dar und machen ihn insgesamt wettbewerbsfähiger. Wie gut gestaltete Verkehrsinfrastrukturen, insbesondere Brückenbauwerke, entstehen, wird im aktuellen Forschungsprojekt "Baukulturpolitik in Deutschland – Aufgaben für Infrastrukturmaßnahmen" (Laufzeit 2016/2017) untersucht.

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Zuletzt geändert: 27.07.2017