Die Leipzig-Charta

Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt

2007 haben die 27 in Europa für Stadtentwicklung zuständigen Ministerinnen und Minister die "Leipzig-Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt" verabschiedet.

Sie enthält zwei Schlüsselbotschaften:

  1. Die Ansätze einer integrierten Stadtentwicklungspolitik sollen überall in Europa gestärkt werden.
  2. Benachteiligte Stadtquartiere erfüllen wichtige Funktionen im gesamtstädtischen Zusammenhang.

Daher soll ihnen verstärkt politische Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Leipzig-Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt angenommen am 24. Mai 2007

Mit Blick auf die Leipzig-Charta wurde im Juli 2007 begonnen, die "Nationale Stadtentwicklungspolitik – eine Gemeinschaftsinitiative von Bund, Ländern und Kommunen" aufzubauen. Die Nationale Stadtentwicklungspolitik ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Städtetags, des Deutschen Städte- und Gemeindebundes sowie der Bauministerkonferenz und damit ein Angebot an alle Interessierten und Aktiven, ihren Beitrag zu den Themen Stadt und Region, Zusammenleben in der Stadt, urbane Qualitäten und gute Stadtpolitik zu leisten.

Ein Kuratorium aus über 40 Personen repräsentiert die Vielfalt der gesellschaftlichen Strukturen und berät den Minister bei der Umsetzung der Nationalen Stadtentwicklungspolitik. Die Öffentlichkeit soll stärker für die Themen der Städte und Gemeinden sensibilisiert, neue Allianzen und größere Beteiligung angeregt werden. Bürgerinnen und Bürger sollen verstärkt eingebunden werden.

Dazu werden Veranstaltungen angeboten, die den Austausch fördern und dazu beitragen, innovative Antworten zu finden. Dabei helfen drei Werkzeuge:

  • die "Gute Praxis",
  • die "Projektreihe für Stadt und Urbanität" sowie
  • die allgemeine "Plattform" für Stadtentwicklung.

Erfolgreiche Politik lebt davon, dass sich die Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft beteiligen, dass sie ihr Wissen, ihre Kenntnis und Fähigkeiten einbringen. Die Nationale Stadtentwicklungspolitik bietet dazu vielfältige Möglichkeiten und Chancen der gemeinsamen Arbeit an der Zukunft unserer Städte und Gemeinden.


Stand: 01.08.2007