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Aktive Stadt- und Ortsteilzentren

Attraktive Innenstädte, lebenswerte Stadtteilzentren und Ortskerne haben herausragende Bedeutung für die Zukunft unserer Städte und Gemeinden. Der Bund stellt daher für das Förderprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" im Jahr 2016 rund 102 Millionen Euro an Bundesmitteln zur Verfügung.

In vielen Kommunen sind Funktionsverluste der "zentralen Versorgungsbereiche" zu beobachten, insbesondere durch gewerblichen Leerstand. Als zentrale Versorgungsbereiche werden hauptsächlich Innenstadtzentren, vor allem in Städten mit größerem Einzugsbereich, Nebenzentren in Stadtteilen sowie Grund und Nahversorgungszentren in Stadt- und Ortsteilen - aber auch von kleinen Gemeinden - bezeichnet.

Hier setzt das "Zentrenprogramm" an. Ziel ist es, die Nutzungsvielfalt, die stadtbaukulturelle Substanz, die städtebauliche Funktionsfähigkeit, die soziale Vitalität und den kulturellen Reichtum der Zentren zu erhalten und wieder zu entwickeln. Konkret dient das Programm zur Vorbereitung und Durchführung von Gesamtmaßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung der zentralen Versorgungsbereiche als Standorte für Wirtschaft, Handel, Kultur sowie als Orte zum Wohnen, Arbeiten und Leben.

Die Finanzhilfen des Bundes können eingesetzt werden für Investitionen zur Standortaufwertung und Profilierung der Zentren, wie z. B.:

  • Vorbereitung der Gesamtmaßnahme wie Erarbeitung (Fortschreibung) der integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepte,
  • Aufwertung des öffentlichen Raumes (Straßen, Wege, Plätze, quartiersverträgliche Mobilität),
  • Instandsetzung und Modernisierung von das Stadtbild prägenden Gebäuden (auch energetische Erneuerung),
  • Bau- und Ordnungsmaßnahmen für die Wiedernutzung von Grundstücken mit leerstehenden, fehl- oder mindergenutzten Gebäuden und von Brachen einschließlich vertretbarer Zwischennutzung,
  • Quartiers- bzw. Citymanagement, Beteiligung von Nutzungsberechtigten sowie Immobilien und Standortgemeinschaften,
  • Umsetzung von Grün- und Freiräumen sowie Maßnahmen der Barrierearmut bzw. -freiheit,
  • Beteiligung und Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern (auch "Tag der Städtebauförderung"), Leistungen Beauftragter

Der Bund beteiligt sich an der Finanzierung förderungsfähiger Kosten mit einem Drittel, zwei Drittel werden vom Land und der Gemeinde aufgebracht.

Die Beteiligung aller, die zur innerstädtischen Entwicklung beitragen können, sowie die Anwendung eines integrierten Handlungsansatzes sind wichtige Anliegen des Programms. Die Instrumente "Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzepte", "Zentrenmanagement" und "Verfügungsfonds" sollen diese Anliegen unterstützen. Die Anwendung und Bedeutung dieser Instrumente wächst seit Einführung des Programms stetig. Diese Entwicklung zeigt, dass gemeinsames Handeln von Bürgerschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand bei der Entwicklung attraktiver Zentren nicht nur sinnvoll, sondern auch möglich ist.

Aktive Stadt- und Ortsteilzentren 2015 (Quelle: BBSR)

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Zuletzt geändert: 15.06.2016