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Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ

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"Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ" ist ein ESF-Bundesprogramm des BMUB. BIWAQ verbessert mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des BMUB die Chancen von Bewohnerinnen und Bewohnern in benachteiligten Stadtteilen.

BIWAQ fördert Projekte, die die Qualifikation und beruflichen Perspektiven der Menschen verbessern sowie die lokale Ökonomie stärken. So können die Akquise von Praktikums- und Arbeitsplatzangeboten oder der Aufbau und die Stabilisierung von Unternehmensnetzwerken gefördert werden – ebenso wie Qualifizierungsmaßnahmen im Rahmen von Wohnumfeldverbesserungen, die Anlage eines Nachbarschaftsgartens oder Spielplatzes oder die Mitarbeit bei der Weiterentwicklung von Nachbarschaftszentren.---BREAK---

Auch die Aktivierung von ehrenamtlichem Engagement wird unterstützt. BIWAQ legt als Partnerprogramm des Städtebauförderungsprogrammes "Soziale Stadt" den Schwerpunkt bewusst auf benachteiligte Stadt- und Ortsteile. So erreicht die Unterstützung die Menschen, die sie benötigen.
Unterstützt werden Projekte, die

- die nachhaltige Integration von (langzeit-)arbeitslosen Frauen und Männern ab 27 Jahren in Beschäftigung fördern,
- zu einer Stärkung der lokalen Ökonomie beitragen,
- über die Verknüpfung mit weiteren Handlungsfeldern der integrierten Stadtentwicklung die Nachbarschaften im Quartier stärken und den sozialen Zusammenhalt in den Städten und Gemeinden verbessern.

Derzeit setzen 73 Kommunen BIWAQ-Projekte um. Eine weitere Förderrunde ist für 2019 bis 2022 vorgesehen, der Förderaufruf erfolgte am 13. September 2017. Aus dem Europäischen Sozialfonds stehen für BIWAQ in der gesamten Förderperiode 2014 bis 2020 bis zu 90 Millionen Euro bereit. Durch die Kofinanzierung aus dem Haushalt des BMUB (bis zu rund 64,5 Millionen Euro) kann der erforderliche Eigenanteil der Projektträger auf zehn Prozent gesenkt werden.

Zusätzlich gibt es mit dem ESF-Modellprogramm "JUGEND STÄRKEN im Quartier" erstmalig im ESF eine ressortübergreifende Zusammenarbeit: Das gemeinsame Programm vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsichert und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt junge Menschen unter 27 Jahren beim Übergang von der Schule in den Beruf.

Neue Förderrunde – jetzt auch Projekte für die digitale Inklusion gesucht!

Am 13. September 2017 startete der Aufruf für die neue Förderrunde (2019 bis 2022) im ESF-Bundesprogramm "Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ". Gesucht werden Projektvorschläge für die Quartiere des Städtebauförderungsprogrammes "Soziale Stadt" mit Maßnahmen zur Stärkung der Chancen von Bewohnerinnen und Bewohner auf dem Arbeitsmarkt und zur Stärkung der lokalen Ökonomie. Gleichzeitig sollen die Projekte den Quartieren insgesamt zugutekommen und den sozialen Zusammenhalt fördern. Die digitale Inklusion – also die Förderung digitaler Kompetenzen und Teilhabe der Menschen – soll dabei auch mit im Blick sein. Antragsberechtigt sind Kommunen mit Soziale-Stadt-Gebieten. Finanziert werden die Projekte mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.---BREAK---

Der Umgang mit dem Smartphone ist zwar selbstverständlich, aber oft fehlt die Kompetenz, um bei der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt mitzuhalten. Arbeitssuche im Internet, Online-Bewerbung, Datensicherheit – all das können Themen für potenzielle BIWAQ-Projekte sein. Auch die Organisation des täglichen Lebens – das so genannte E-Citizenship – wie das Vereinbaren von Terminen beim Bürgeramt, die Suche nach einem Kitaplatz, sicheres Online-Einkaufen, Bürgerbeteiligung, online Regelung von Energieversorgung bedarf durchaus noch Unterstützung. Möglich sind Beratung und Qualifizierung sowie der Aufbau von Orten digitalen Lernens, in denen Kompetenzen vermittelt und alle Fragen rund um die Mediennutzung beantwortet werden.

Grundsätzlich förderfähig sind Projekte, die die nachhaltige Integration von (langzeit-)arbeitslosen Frauen und Männern ab 27 Jahren in Beschäftigung fördern und die lokale Ökonomie stärken. So können Qualifizierungsmaßnahmen zur Erlangung digitaler Kompetenzen, die Akquise von Praktikum- und Arbeitsplatzangeboten oder der Aufbau beziehungsweise die Stabilisierung von Unternehmensnetzwerken gefördert werden. Aber auch "klassische" Maßnahmen wie die Unterstützung bei der Wohnumfeldverbesserung, zum Beispiel die Anlage eines Nachbarschaftsgartens können umgesetzt werden. Durch den offenen Förderansatz bei BIWAQ entscheiden die Kommunen als Antragssteller selbst, welche Projekte in den betroffenen Quartieren bedarfsgerecht sind und sich an den Zielen der integrierten Stadtentwicklung vor Ort orientieren.

Förderrichtlinie und weitere Informationen

Karte der aktuellen BIWAQ-Projekte (Förderrunde 2015 bis 2018)

Best Practice

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Mediathek

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Publikationen

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Förderinformationen

Letzte ESF-Förderperiode: Förderung von über 200 Gebieten der Sozialen Stadt

Schon im Zeitraum 2008 bis 2015 (EU-Förderperiode 2007-2013) wurden in zwei Förderrunden (2008 bis 2012, 2011 bis 2014) bis zu 184 Millionen Euro bereitgestellt, rund 124 Millionen Euro aus dem ESF und bis zu 60 Millionen Euro Bundesmittel. Diese bisherige Förderung kam 221 arbeitsmarktpolitischen, mehrjährigen Projekten in 240 Gebieten der Sozialen Stadt zugute. Insgesamt gab es etwa 65.000 Teilnehmende, davon 43 Prozent mit Migrationshintergrund.

Förderrunde 2015 bis 2018: Ausgewählte Projekte

ESF-Bundesprogramm "Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier (BIWAQ)"

Europäischer Sozialfonds für Deutschland (ESF)

Partnerprogramm "Jugend stärken im Quartier"

Mit "JUGEND STÄRKEN im Quartier" bündeln erstmalig zwei Bundesministerien in einem gemeinsamen Programm Mittel des Europäischen Sozialfonds: Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das BMUB unterstützen in der aktuellen ESF-Förderperiode Angebote für junge Menschen zur Überwindung von sozialen Benachteiligungen und individuellen Beeinträchtigungen am Übergang von der Schule in den Beruf. Der Schwerpunkt liegt in den Gebieten der "Sozialen Stadt" und vergleichbaren Brennpunkten. In der ersten Förderrunde 2015 bis 2018 setzen 178 Modellkommunen Projekte zur Förderung junger Menschen durch öffentliche und freie Träger im Bereich Jugendsozialarbeit um. Der Bund beteiligt sich hieran mit rund 115 Millionen Euro aus dem ESF und fünf Millionen Euro Bundesmitteln. Dadurch wird die kommunale Jugendsozialarbeit vor Ort entscheidend gestärkt. mehr

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Zuletzt geändert: 18.09.2017