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Integration und Stadtentwicklung

Ein mit blauen Mosaiken dekorierter Blumenkasten.

Gutes Zusammenleben und Integration aller Bewohnerinnen und Bewohner findet in unseren Städten und Gemeinden in lebenswerten, stabilen Quartieren und Nachbarschaften statt. Das Quartier als Teil des Stadtgefüges ist der zentrale Ort, an dem die komplexe Querschnittsaufgabe Integration gelingen kann und muss.

Wie können wir Integration und sozialen Zusammenhalt vor Ort fördern? Indem wir Raum und Plätze schaffen, in denen sich Menschen begegnen, unabhängig von Einkommen, Herkunft oder Religion. Diese "Stadt für alle" können nur die Menschen und Institutionen vor Ort selbst zum Leben erwecken. Das Bundesbauministerium (BMUB) hilft durch Fördermittel, die passenden Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.

Die Vielfalt unserer Gesellschaft spiegelt sich in den Städten und Gemeinden vor Ort wider. Rund 16,4 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund leben in Deutschland, viele von ihnen im städtischen Raum. In einigen Großstädten hat schon heute rund 30 Prozent der Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Aber auch in kleineren Städten und Landkreisen gewinnt Integration an Bedeutung. Hier lebt die Hälfte aller Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Die Vielfalt prägt jedoch nicht nur die Städte und Gemeinden als Ganzes, sondern zugleich das nachbarschaftliche Zusammenleben in den Quartieren. Im unmittelbaren Wohnumfeld, im Stadtteil entscheidet sich, ob das Zusammenleben, die Integration und Teilhabe gelingen.

Gutes Leben und Zusammenleben aller Bewohnerinnen und Bewohner findet in stabilen, gemischten Quartieren und Nachbarschaften statt. Das Quartier als Teil des Stadtgefüges ist der zentrale Ort, an dem die komplexe Querschnittsaufgabe Integration gelingen kann und muss.

Mit der Städtebauförderung von Bund und Ländern und hier insbesondere mit dem Programm "Soziale Stadt" unterstützt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit die Städte und Gemeinden dabei, die Quartiere für die Menschen lebenswert und demografiefest zu gestalten und dort Integration und das nachbarschaftliche Zusammenleben zu fördern. Investitionen zum Beispiel in wohnortnahe Begegnungszentren, in die Verbesserung des Wohnumfeldes sowie in das Quartiersmanagement und die Förderung von Netzwerkstrukturen sind wichtige Maßnahmen für eine sozial gerechte Stadtteilentwicklung und zugleich eine bessere Integration der Zuwanderer. Seit 2017 unterstützt BMUB gemeinsam mit den Ländern hier zusätzlich mit dem neuen Förderprogramm "Investitionspakt Soziale Integration im Quartier". Mit dem Programm können Maßnahmen zur Verbesserung sozialer Infrastrukturen vor Ort gefördert werden, die den sozialen Zusammenhalt und die Integration aller Bevölkerungsgruppen in der Nachbarschaft unterstützen.

Eine soziale Stadtentwicklungspolitik vor Ort muss aber auch mit Instrumenten der Arbeitsmarkt-, Familien-, Bildungs-, und Gesundheitspolitik Hand in Hand gehen. Daher haben sich ergänzende Programme, wie beispielsweise das ESF-Bundesprogramm "Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ" des BMUB und das ESF-Modellprogramm "JUGEND STÄRKEN im Quartier" bei der Integration in Arbeit und Ausbildung im Quartier bewährt. Gerade solche wohnortnahen Projekte stärken die Integrationsbereitschaft und Teilhabe im Quartier. Mit BIWAQ werden lokale, berufsbezogene Bildungs- und Qualifizierungsangebote in benachteiligten Stadtteilen gefördert. Auch Aktivitäten für und mit Zuwanderern werden hier umgesetzt. BMUB und das Bundesfamilienministerium setzen außerdem gemeinsam das ressortübergreifende ESF-Modellprogramm "JUGEND STÄRKEN im Quartier" um. Es kommt für Jugendliche (bis 26 Jahren) mit Schwierigkeiten beim Übergang von der Schule zum Beruf in benachteiligten Stadtteilen zum Einsatz, auch in Fördergebieten der Sozialen Stadt.

Zuletzt geändert: 14.02.2017