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Soziale Stadt

Zwei Kinder springen in einem Trampolinpark. Im Hintergrund ein fünfgeschossiger Plattenbau.

Das Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt" ist ein wichtiger Bestandteil der Stadtentwicklungspolitik des Bundes. Es richtet seine Aufmerksamkeit auf die Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter und strukturschwacher Stadt- und Ortsteile. Städtebauliche Investitionen in das Wohnumfeld, in die Infrastrukturausstattung und in die Qualität des Wohnens sorgen für mehr Generationengerechtigkeit sowie Familienfreundlichkeit im Quartier und verbessern die Chancen der dort Lebenden auf Teilhabe und Integration. Ziel ist es vor allem, lebendige Nachbarschaften zu befördern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Das integrierte Entwicklungskonzept als wichtiges Kernelement des Programms bringt alle Akteure und Ressourcen im Quartier zusammen. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bringt neue Ideen, bessere Ergebnisse und erhöht die Akzeptanz von Baumaßnahmen. Die Programmmittel werden auf Grundlage des Art. 104 b GG für städtebauliche Investitionen eingesetzt. Bis einschließlich 2016 wurden 782 Gesamtmaßnahmen in 441 Städten und Gemeinden in das Bund-Länder-Programm aufgenommen. Der Bund hat seine Mittel für das Programm erneut deutlich aufgestockt. Im Jahr 2017 stellt er 190 Millionen Euro bereit.
Das Programm "Soziale Stadt" wird im Rahmen der Städtebauförderung als Leitprogramm der sozialen Integration fortgeführt und ist die Grundlage für die Ressortübergreifende Strategie Soziale Stadt. Mit der "Ressortübergreifenden Strategie Soziale Stadt - Nachbarschaften stärken, Miteinander im Quartier" sollen Stadtteile mit hohen Integrationsanforderungen gezielter unterstützt werden, indem Fördermittel anderer Ressorts vor Ort gebündelt und besser aufeinander abgestimmt werden.
Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass sich die komplexen Problemlagen in den benachteiligten Stadt- und Ortsteilen nicht allein mit Mitteln der Städtebauförderung lösen lassen. Soziale Stadtentwicklung braucht viele Partner, um integrierte Handlungsansätze zur verwirklichen. Das gilt vor allem für Maßnahmen im sozial-integrativen Bereich, die ein wichtiger Bestandteil der sozialen Stadtteilentwicklung sind. Das Programm "Soziale Stadt" ist deshalb auf ressortübergreifende Zusammenarbeit und Bündelung mit Programmen aus anderen Politikbereichen auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene angelegt. Dabei geht es sowohl um das Knowhow anderer Fachpolitiken als auch um eine bessere, effizientere Verzahnung der unterschiedlichen Projektförderungen. So werden Synergieeffekte genutzt, zum Beispiel mit den Politikbereichen Bildung, Integration, Gesundheitsförderung und Prävention, Stärkung der lokalen Ökonomie, Ausbildung und Beschäftigung. Der Programmansatz unterstützt ein breites Kooperationsnetzwerk und legt ein besonderes Augenmerk auf das vielfältige Engagement von Wohlfahrtsverbänden, Stiftungen, Unternehmen, Vereinen, Ehrenamt und Freiwilligendiensten. Das Bundeskabinett hat die Strategie im August 2016 gemeinsam beschlossen.

Zuletzt geändert: 10.01.2017