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Förderprogramm "Altersgerecht Umbauen"

Am 1. Oktober 2014 ist die Zuschussvariante im KfW-Programm "Altersgerecht Umbauen" wieder eingeführt worden. Das Programm dient der Förderung von Maßnahmen, mit denen Barrieren im Wohnungsbestand abgebaut und die Sicherheit erhöht werden. Davon profitieren alle Altersgruppen: Das Programm ermöglicht insbesondere älteren Menschen, Menschen mit Behinderungen oder mobilitätseingeschränkten Personen einen möglichst langen Verbleib in der gewohnten Umgebung. Es kommt auch Familien mit Kindern zugute. Zusätzlich ermöglicht es vorbeugende Maßnahmen gegen Wohnungseinbruch. Vor allem selbstnutzende Eigentümer, die altersbedingt keine Darlehen mehr erhalten oder sich nicht mehr verschulden möchten, profitieren von diesem Zuschussprogramm. Am 19. November 2015 wurden die Förderkonditionen verbessert. Möglich ist nun die Förderung des Einbruchschutzes auch unabhängig vom altersgerechten Umbau. Zudem wurde die Förderhöhe für alle Maßnahmen auf 10 Prozent angehoben. Für den Antrag auf Förderung von Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz gilt eine Mindestinvestitionssumme von 500 Euro (zuvor 2000 Euro).

Neben der Zuschussförderung besteht für Investoren (zum Beispiel Wohnungsunternehmen, Genossenschaften, Kleinvermieter) seit dem 1. April 2016 die Möglichkeit, für Maßnahmen des Barriereabbaus und des Einbruchschutzes zinsgünstige Kredite im KfW-Eigenmittelprogramm "Altersgerecht Umbauen" in Anspruch zu nehmen.

Bereits seit dem Jahr 2009 wurden Maßnahmen zum Barriereabbau in bestehenden Wohngebäuden durch Bundesmittel beziehungsweise ab 2012 mit Eigenmitteln der KfW gefördert. In einer aktuellen Studie – "Evaluation des KfW-Programms Altersgerecht Umbauen" – wurde ermittelt, wie groß der Bestand an altersgerechten Wohnungen ist und wie der künftige Bedarf aussieht. Danach gab es im Jahr 2013 rund 700.000 altersgerechte, das heißt barrierefreie/-arme Wohnungen. Dies sind rund zwei Prozent des Gesamtbestandes in Deutschland. Bis 2030 besteht ein Bedarf von weiteren 2,9 Millionen Wohnungen, die baulich an die demografische Entwicklung angepasst werden müssen.

Eine weitere Studie aus dem Jahr 2014 hat das Einsparpotenzial bei Sozial- und Pflegekassen durch einen rechtzeitigen altersgerechten Umbau ermittelt: Sozialsysteme könnten erhebliche Einsparungen erzielen, wenn pflegebedürftige Personen in ihrer Wohnung bleiben können und ein Heimaufenthalt verhindert oder aufgeschoben werden kann.

BBSR: Potenzialanalyse altersgerechte Wohnungsanpassung
(PDF extern, 18,9 MB)

Aktuelle Mitteilung:

Die Mittel für das Programm "Altersgerecht Umbauen" sind ausgeschöpft. Seit dem 09.08.2017 kann die KfW keine Bewilligungen mehr erteilen.

Die Nachfrage nach der Zuschussförderung für barrierereduzierende Maßnahmen und die Kombianträge für Barrierereduzierung und Einbruchschutz ist ungebrochen hoch: Seit Wiedereinführung des Zuschussprogramms am 01.10.2014 wurden bis zum 30.06.2017 insgesamt Anträge für 110.000 Wohneinheiten mit einem Fördervolumen von 132,3 Millionen Euro bewilligt.

Das BMUB hatte das KfW-Programm "Altersgerecht Umbauen" von rund 50 Millionen Euro in 2016 auf 75 Millionen Euro in 2017 aufgestockt. Im 1. Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2018 sind wiederum Programmmittel in Höhe von 75 Millionen Euro vorgesehen.

Wichtiger Hinweis:

Das Programm "Kriminalprävention durch Einbruchsicherung", bei dem die Mittel in 2017 von 10 Millionen Euro auf 50 Millionen Euro aufgestockt wurden, ist von diesem Antragstopp nicht betroffen. Vom Programmstart am 19.11.2015 bis zum 30.06.2017 wurden hier insgesamt Anträge mit einem Zusagevolumen von 48 Millionen Euro für 120.925 Wohneinheiten bewilligt. Für dieses Programm sind im 1. Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2018 neue Programmmittel in Höhe von 50 Millionen Euro vorgesehen.

Einzelheiten können der Internetseite der KfW entnommen werden.

Zuletzt geändert: 17.08.2017