Sprungnavigation

Von hier aus koennen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:

Inhaltsbereich

zur Sprungnavigation

Wohnungsbau-Prämiengesetz (WoPG)

Wohnungsbau-Prämiengesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. Oktober 1997 (BGBl. I S. 2678), das zuletzt durch Artikel 7 des Gesetzes vom 5. April 2011 (BGBl. I S. 554) geändert worden ist

Hinweis: Das PDF-Dokument ist ein Service der juris GmbH (Juristisches Informationssystem für die Bundesrepublik Deutschland)

Hintergrund

Das Bausparen wird gegenüber anderen Sparformen vom Staat durch die Gewährung von Wohnungsbauprämien und Arbeitnehmer-Sparzulagen gefördert.

Die Prämie nach dem Wohnungsbau-Prämiengesetz (WoPG) beträgt 8,8 Prozent (bis 31. Dezember 2003 10 Prozent) der prämienbegünstigten Aufwendungen, und zwar für alle Aufwendungen ab dem Sparjahr 2004 unabhängig davon, wann der entsprechende Vertrag (insbesondere Bausparverträge, Verträge über den ersten Erwerb von Anteilen an Bau- und Wohnungsgenossenschaften) abgeschlossen wurde.

Die Höchstbeträge, bis zu denen Aufwendungen begünstigt sind, betragen für Alleinstehende 512 Euro und für Verheiratete zusammen 1.024 Euro. Aufwendungen werden nur berücksichtigt, soweit die an dieselben Bausparkassen geleisteten Beiträge mindestens 50 Euro im Sparjahr betragen. Bei Verträgen, die nach dem 31. Dezember 1991 und vor dem 01. Januar 2009 abgeschlossen wurden, wird dem Bausparer die Prämie, die er auch weiterhin nach Ablauf des Sparjahres beantragen muss, nicht mehr jährlich sondern bei Vertragzuteilung oder sonstiger prämienunschädlicher Verwendung oder bei Ablauf der Sperrfrist überwiesen.

Bei Bausparverträgen, die nach dem 31. Dezember 2008 abgeschlossen wurden, wird die Prämie nur noch bei Vertragszuteilung und wohnungswirtschaftlicher Verwendung der Bausparmittel ausgezahlt. Eine Auszahlung der Prämie trotz fehlender wohnungswirtschaftlicher Verwendung der Bausparmittel ist frühestens nach Ablauf von sieben Jahren nach Vertragsabschluss und nur dann möglich, wenn der Bausparer bei Vertragsabschluss das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hatte. In diesem Fall wird aber lediglich für einen Bausparvertrag und nur für die letzten 7 Jahre die Prämie gezahlt.

Wohnungsbauprämien gibt es nur, wenn das zu versteuernde Einkommen für Alleinstehende 25.600 Euro und für Verheiratete 51.200 Euro (seit 1. Januar 1996) nicht übersteigt. Maßgebend ist das Einkommen im Sparjahr. Das "zu versteuernde Einkommen" darf nicht mit dem "Bruttojahresarbeitslohn" verwechselt werden, da von diesem Sonderausgaben ggf. Kinderfreibeträge usw. abgezogen werden können, bis sich das zu versteuernde Einkommen ergibt. Je nachdem, wie die Abzugsmöglichkeiten im Einzelfall sind, kann der Bruttoarbeitslohn bei Ledigen über 25.600 Euro und bei Verheirateten über 51.200 Euro liegen.


Stand: 05.04.2011