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Kurzinfo Wohnungswirtschaft

Politik der Bundesregierung für die Wohnungs- und Immobilienmärkte

Dem Staat fällt die wichtige Aufgabe zu, die Funktionsfähigkeit der Wohnungsmärkte sicherzustellen. In dem föderalen System der Bundesrepublik Deutschland tragen Bund, Länder und Gemeinden wohnungspolitische Verantwortung. Aufgaben des Bundes sind die Gestaltung der Rahmenbedingungen für Wohnungsmarkt und Fördersystem sowie die Beteiligung an der Finanzierung der Förderinstrumente zusammen mit Ländern und Gemeinden. Bei den Rahmenbedingungen handelt es sich insbesondere um das Mietrecht, das Steuerrecht und die förderrechtlichen Grundlagen der einzelnen Förderinstrumente.

Da Wohnungen langlebige Güter sind, spielt die langfristige Entwicklung der Wohnungsmärkte und der Immobilienwerte für die Wirtschaftlichkeit von Investitionen in Mietwohnungen und selbstgenutztes Wohneigentum eine wichtige Rolle. Aber auch für die Mieter hat die Wohnungsmarktsituation und damit die Mietentwicklung eine große Bedeutung. Gute Angebotsbedingungen ermöglichen ausreichende Wohnungsbauinvestitionen, dämpfen so die Mieten und Immobilienpreise und helfen dadurch den Haushalten bei der Finanzierung ihrer Wohnkosten.

Bezahlbares Wohnen und Bauen

Das Thema Wohnungsbau steht ganz weit oben auf der politischen Agenda. Das Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen ist zu konkreten Vorschlägen gekommen, wie Bund, Länder und Gemeinden den Wohnungsbau ankurbeln können – und zwar vor allem im bezahlbaren Segment. Ergebnis ist die Wohnungsbau-Offensive. Mit diesem Maßnahmenpaket aus Baulandbereitstellung, steuerlichen Anreizen, Überprüfung von Bau- und Planungsvorschriften auf Vereinfachungspotenzial und steigenden Mitteln für sozialen Wohnungsbau setzt der Bund den Rahmen, um den dringend benötigten Wohnraum rasch zu realisieren. Dabei geht es auch darum, der durch die Flüchtlinge nochmals gestiegenen Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum zu begegnen. Denn wir müssen diejenigen, die als Flüchtlinge und Asylbewerber anerkannt werden, schnell und gut in unsere Gesellschaft integrieren. Bei allen Maßnahmen zur Vereinfachung von kostensteigernden Vorschriften und Standards ist zu gewährleisten, dass es keine Abstriche bei Gesundheit (zum Beispiel Lärmschutz), Sicherheit (zum Beispiel Brandschutz) und Umweltintegrität (zum Beispiel Klimaschutz- und Energieeffizienzziele) geben wird. Durch das Wohngeld werden zudem Haushalte mit geringen Einkommen bei ihren Wohnkosten entlastet. Das Wohngeld wurde zum 1. Januar 2016 erhöht.

Engagement von Bund und Privatwirtschaft

Das große Angebot an Mietwohnungen in Deutschland ist wesentlich auf das Engagement von privaten Einzeleigentümern sowie von Wohnungs-(bau)gesellschaften und -genossenschaften zurückzuführen, und zwar sowohl im öffentlich geförderten wie auch im frei finanzierten Wohnungsbau. 

Auch der freie Mietwohnungsmarkt leistet einen beachtlichen Beitrag zur sozialen Wohnungsversorgung. Der größte Teil der Haushalte mit niedrigem Einkommen, darunter zwei Drittel aller Wohngeldempfänger, wohnt in frei finanzierten Mietwohnungen. Umso wichtiger sind gute wohnungswirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Investitionen in den Wohnungsbau.

Zuletzt geändert: 27.07.2017